Montag, 17. Dezember 2012

Annapurna Circuit - Tag 17: Ghorepani - Poon Hill - Nayapul

Auf den Poon Hill muss man unbedingt zum Sonnenaufgang. So steht es in jedem Reiseführer, so erzählt es einem jeder. In der Lodge wird sogar für alle um 4:00 geweckt. Wir ziehen unseren eigenen Wecker um 4:45 vor. Schnell in die Klamotten und los geht's.

Es ist eine einzige Karawane, überholen ausgeschlossen. Ab und zu bleiben die Langsamsten stehen und lassen Leute vorbei. Viele tun sich schwer, immerhin ist der Poon Hill fast 3200 m hoch. Wir bewegen uns wie auf Meeresniveau, sind halt gut akklimatisiert :-)
Dhaulagiri

Neben uns stehen Massen an Leuten, bislang habe ich Sonnenaufgänge nur in aller Stille und alleine erlebt - hier ist alles anders :-)

Um 7 sind wir wieder unten und gehen erst mal frühstücken. Der Weg hinunter war die gleiche Karawane, viele sind sehr unsicher - wie sie bloß nach Ghorepani gekommen sind? Achja stimmt, dafür gibt es Pferde...
Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Rückweg über Hille nach Birethanti. Viele kommen uns entgegen, uns kommt es vor, als ob wir gegen den Strom laufen.
Machhapuchhre - Mt. Fishtail (von Banthanti)
In der Mt. Fishtaillodge in Banthanti machen wir ein zweites Frühtück mit Apple Pie - das ist mittlerweile fast zur Gewohnheit geworden. Der Weg nach unten führt wieder über Treppen, Treppen und noch mal Treppen. Ich wusste gar nicht, dass treppab laufen so anstrengend sein kann...
Ab Sudame laufen wir wieder auf einer Straße - doch zum Glück fahren hier fast keine Jeeps, so macht es uns das Laufen nur einfacher. In Birethanti endet der eigentliche Trek, ein Bus fährt aber erst ab Nayapul - also laufen wir die 20 min noch hinunter. Hier abseits des Touristenstroms hat zwar der Fortschritt Einzug gehalten, aber bessere Lebensbedingungen sind ausgeblieben.
In Nayapul haben wir Glück: einer der Busse, die gerade ankommen, fährt nach Pokhara, er ist zwar voll, aber Geld mit Westlern möchten alle gerne verdienen, so werden uns kurzerhand die Plätze auf dem Dach verkauft - uns freut's - leider müssen wir vor dem nächsten Polizeicheckposten doch in den hoffnungslos überfüllten Bus... Aber nach drei Wochen Nepal wundert uns nichts mehr!

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