Montag, 29. Dezember 2008

Drei plus eins - die Erste

Nachdem wir alle mehr oder weniger getrennt Weihnachten verbracht hatten, trafen wir, Ansa, Franzi, Laura und ich, uns am Samstag in Hollersbach um gemeinsam Skitouren bzw. Snowboardtouren zu gehen.
Ansa hatte schon ein wenig vorgeplant und so fuhren wir am Samstagmorgen die alte Gerlosstraße hoch bis Ronach. Das Wetter war zwar traumhaft schön, die Temperaturen dafür aber auch sakrisch tief. Als wir losgefahren waren hatte es minus zehn Grad und anfellen mussten wir dann natürlich auch im Schatten, so dass die Finger auch wirklich tiefgefroren waren bis es endlich losging.
Ansa, Franzi und ich konnten zum Glück direkt die Ski anschnallen, nur Laura ließ sich die Schneeschuhe noch ein wenig tragen, da es erst einmal über einen Forstweg hinaufging.
So konnten wir gemütlich bis zur Putz Alm schlappen, wo wir erst einmal eine Vesper einlegten und die Sonne genossen.
Nicht lange nach der Alm verließen wir dann auch den Weg und stiegen über weite Almwiesen Richtung Ronachgeier. Oben mussten wir schon zwei andern Gruppen beim Abfahren zuschauen, während wir uns noch nach oben arbeiteten, an einem merkwürdigen Klohäuschen vorbei, dass mitten in der Landschaft stand. Bald darauf erreichten wir den Grat und konnten sowohl die Gerlosplatte, als auch Königsleiten bewundern, bzw. uns freuen, dass wir es hier so schön einsam hatten.
Bei diesem wunderschönen Wetter hatten wir uns eigentlich auf eine fantastische Gipfelrast gefreut, aber wie immer zog es am Gipfel dermaßen, dass wir uns schnell auf den Weg bergab machten.
Wir folgten noch ein Stück dem Grat Richtung Baumgartgeier um ein wenig unverspurte Hänge genießen zu können. Leider war der Schnee nicht ganz perfekt und so hatten wir immer wieder Harschstellen dazwischen, so dass wir Skifahrer arg kämpfen mussten. Nur unsere Snowboarderin schien sich daran nicht zu stören. Kurz vor der Putz Alm legte Laura aber dann doch den spektakulärsten Sturz des Tages hin und überschlug sich gleich zweimal.Nachdem am Gipfel aus dem Sonnenbad schon nichts geworden war, holten wir dies jetzt noch einmal an der Putz Alm nach und genossen noch ein wenig die Sonne und die schöne Landschaft bevor es dann über den Fahrweg wieder hinab ging. Inzwischen war hier ein Skidoo hochgefahren und hatte eine recht schmale Trasse gefahren, was die Abfahrt doch recht interessant gestaltete. Trotzdem kamen wir alle gut unten an. Dort schnallten wir unsere Ski ab und mir viel auf, dass irgendetwas an meinem Ski nicht so ganz stimmte. Bei näherem Betrachten mussten wir dann feststellen, dass meine Kante rausgezogen war. Nicht gebrochen, keine Kratzer, einfach sauber rausgezogen. Da hilft halt nur noch ein neuer Ski!!!

Sonntag, 7. Dezember 2008

Pulver und Sonne

Was kann man sich mehr wünschen – an einem tristen Dezembersamstag? Nichts! Genau, deswegen machten sich Franzi und ich allen Vorhersagen zum Trotz noch einmal auf den Weg zum Achensee – die schneereichere Alternative, das Allgäu, war einfach zu weit weg. Den Weg kannten wir ja nun, allerdings parkten wir diesmal direkt vor dem Ortseingang von Achenkirch und schnallten die Ski an. Wir folgten der Straße nach oben – auf den Wiesen war doch sehr wenig Schnee, trotzdem mussten wir nicht tragen. Achja und die Sonne blickte immer mal wieder durch den Nebel durch. Und da es nach oben ging, hatten wir diesen bald hinter uns gelassen. Wir folgten dem Fahrweg zur Falkenmoosalm, nahmen dann aber die „Abkürzung“ durch den Wald. Allerdings war es hier sehr aper, so dass ich mir schon ernsthaft überlegte, doch den Fahrweg abzufahren. Schließlich erreichten wir die freien Flächen der Falkenmoosalm, die trotz Sonneneinstrahlung schneereich waren. Hinter der Alm ging es noch mal etwas steiler durch den Wald, wir querten noch einen Fahrweg und stiegen dann durch den Wald über den Bergrücken hinauf. Ob das der Standardaufstieg ist (oder eventuell doch der Fahrweg), weiß ich nicht – jedenfalls zum Abfahren ungeeignet. Wir rechneten nicht damit, noch auf die Hochplatte (1815m) zu steigen, aber die Schneelage war viel besser als erwartet – es hatte am Vortag geschneit und außerdem schien uns die Sonne ins Gesicht. So stieg immer mehr die Freude auf die Abfahrt in die unverspurten Hänge. Vor uns war bereits eine Gruppe unterwegs, aber da blieb noch genug Pulver übrig. Die Rast am Gipfel fiel allerdings etwas kurz aus – von Westen zog dann doch die angekündigte Front auf und wir genossen noch die Abfahrt. Glücklicherweise hatte uns die Gruppe vor uns den Weg gewiesen, die Abfahrt durch den Wald gehört nicht zu meinen Lieblingsdiziplinen. Außerdem empfahlen sie uns, auf jeden Fall den Fahrweg abzufahren, was sich auch trotz des Anschiebens als die richtige Variante erwies. Am Ende des Fahrwegs schnallten wir ab und gingen die Straße nach unten – mittlerweile war ein Räumfahrzeug durchgefahren.

  • Hochplatte 1815 m, 920 hm
  • Ausgangspunkt: Parkplatz an der Bundesstraße direkt vor der Einfahrt Achenkirch Nord von Norden her kommend
  • Karte: Fehlanzeige
  • Führer: Rother Skitourenführer Bayrische Alpen

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Saison eröffnet!

Nachdem der erste Schnee ja schon im Oktober vor der Hautür lag, mussten wir endlich einmal die Skitourensaison eröffnen. Also fuhr ich nach München (man mag sich wundern warum nicht Ansa und Franzi nach Zürich fuhren, aber dann wäre es ja einfach gewesen) und wir machten uns am Samstagmorgen auf den Weg Richtung Achenkirch am Achensee.
Nachdem wir uns durch den Dschungel an Ampeln und Straßenschildern gequält hatten, um Franzi in der Innenstadt einzusammeln ging es dann, noch in der Dämmerung, endlich los.
Manchmal erlebt man die spektakulärsten Augenblicke einer Tour tatsächlich schon auf der Hinfahrt. Und so kamen wir nicht umhin anzuhalten, um die am Wendelstein aufgehende Sonne zu bewundern.
Kurz darauf ging es weiter und die grünen Hänge rund um den Tegernsee machten zumindest mir ein wenig Angst. Am Parkplatz angekommen stellt sich aber heraus, so schlimm sah es gar nicht aus. Also schlüpften wir in unsere Stiefel, irgendwie hatte ich über den Sommer verdrängt wie sehr der schmerzt, und begannen die Forststraße Richtung Gröbner Alm hinauf zu schlappen. Zunächst nahezu eben stieg sie schließlich an und führte in Serpentinen durch den Wald. Das versprach schon keine großartige Abfahrt zu werden, aber mal wieder mit Ski hoch laufen ist ja auch schon was. Irgendwann ging es dann weiter über zugeschneite Wiesenhänge bis wir aus dem Wald herauskamen. Leider war damit unsere Tour auch schon fast rum. Oben hatten Wind und Sonne das Ihre getan und wir wollten es weder unseren Skiern noch den Wiesen antun weiter zugehen.
So machten wir eine gemütliche Rast bei der wir immer wieder der hinter dem Berg verschwindenden Sonne hinterherlaufen mussten, um dem Schatten zu entfliehen.
Die Abfahrt brachte dann auch wirklich nichts spektakuläres, nach wenigen Schwüngen war der Spaß schon vorbei und wir fegten die Forststraße hinunter zurück zum Auto.
Trotz allem war es einfach toll endlich wieder auf Skitour zu sein.
Am Sonntag wollten wir noch etwas mehr Winter erleben und am Spitzingensee Langlaufen gehen, nachdem wir die Information gefunden hatten es sei gespurt. Leider standen wir dann aber vor einer mehr oder weniger grünen Wiese. Also da geht noch nichts!!!