Freitag, 10. April 2009

Mal wieder St Antönien

Es ist ja nicht so, als wäre ich noch nie in St Antönien gewesen, aber es bietet sich halt doch immer wieder an, wenn man gemütliche Skitouren gehen will. Da ich dieses mal mit Mama und Papa unterwegs war, waren gemütliche Skitouren genau das richtige.
Nachdem wir am Donnerstagmorgen gefrühstückt hatten, machten wir uns auf in Richtung Girenspitze. Das erste Wegstück geht dabei entlang der Straße. Eigentlich hatte ich in Erinnerung, dass dieses Tragestück gar nicht so weit sei. Allerdings war die Straße schon sehr schneefrei und so war es doch weiter als gedacht bis wir die Ski endlich anschnallen konnten
Am Anfang folgt man dann dem normalen Weg Richtung Partnun bevor es Richtung Untersääsalm und schließlich Obersääsalm weiter geht. Damit meine Mama es nicht so anstrengend hatte, folgte ich dem Forstweg zur Obersääsalm. Leider führte der irgendwann in steileres Gebiet. Es war nur ein kurzes Stück, aber über uns war natürlich eine aufgerissene Stelle im Schnee. Allerdings ging ich davon aus, dass es noch nicht so spät war, die Lawinenlage unterlag einem starken Tagesgang und ging gegen Mittag auf eine 3 hoch. Es hatte aber nachts nicht gefroren und 2 Minuten nachdem wir an der Stelle vorbei waren, kam ein kleiner Rutsch herunter. Dies reichte aber, um meine Mama gut zu verunsichern und so stiegen wir noch weiter bis zur Obersääsalm um von dort abzufahren. Der Schnee war sowieso furchtbar tief, nass und schwer.
So genossen wir die Sonne des Tages auf der Terrasse.
Am nächsten Tag fuhren wir nach Fideris um von dort das Taxi zur Arflina zu nehmen. Wahre Massen (ungefähr 10-15 Leute) fuhren hier an den 3 Liften Ski. Wir stiegen die 450hm zum Mattjiesch Horn auf. Die Abfahrt hier herunter war dann auch ganz nett, bevor wir uns an der Arflina einen Apelstrudel reinstopfen konnten. Von der Arflina querten wir dann unterhalb des Glattwang durch, um von hier bis ins Tal nach Fideris abzufahren. Um die Uhrzeit war der Schnee natürlich schon kräftig nass und tief. Im oberen Bereich brach man immer wieder in richtige Löcher ein, wenn sich unter einem Gestrüpp befand, was jedes Mal zu einem unangenehm abrupten Anhalten führte. Weiter unten wurde es dann aber selbst bei diesen Verhältnissen zu einer richtig netten Abfahrt. Nachdem wir auf den letzten paar Metern noch einen Wanderweg genommen hatten, schafften wir es dann auch fast bis zum Auto (das heißt bis auf den Misthaufen auf der gegenüberliegenden Straßenseite).
Nach einem Tag alpin Skifahren, war der letzte Tag dann perfekt für den Chrüz. Damit die Mama es nicht so weit hatte, nahmen wir noch das Auto bis Sagen. Von dort folgten wir dann zunächst dem Winterwanderweg durch das Waldschutzgebiet, bevor es über weite Flächen zum Chli Chrüz ging. Von dort ging es dann ein kurzes Stück bergab, bevor man die letzten 80hm zum Gipfel aufstieg, über eine wunderschöne Flanke, die dann auch beim Abfahren, leicht aufgefirnt, riesigen Spaß machte. Ein netter Skitourengipfel.

  • Skitoruenkarte 248S: Prättigau
  • Skitourenkarte 238S: Montafon (Sollte man nicht Zuhause liegen lassen!)
  • SAC-Führer Skitouren Nordbünden

Donnerstag, 26. März 2009

Vom Winde verweht

Im Vorhinein hatten wir Angst, dass aus unserer Tour ins Berner Oberland nichts werden könnte. Wochenlang vorher war entweder schlechtes Wetter oder die Lawinenlage furchtbar ungünstig. Aber wir schienen unendliches Glück zu haben und kurz vor unserer Tour wurde strahlender Sonnenschein angesagt und eine Lawinenlage zwei, also fast perfekte Bedingungen.
Ursprünglich war der Plan gewesen, über die Lötschenlücke zur Hollandiahütte aufzusteigen, aber da die Hütte noch nicht aufhatte, entschieden wir uns schließlich doch für die Touristenvariante und nahmen die Bahn aufs Jungfraujoch.
Am Dienstagabend sammelten Hansi und Ansgar, Ansa und mich in Olten auf und gemeinsam fuhren wir mit dem Auto nach Interlaken, wo Hansi ein nettes Backpacker kannte. Um 6 Uhr 35 am nächsten Morgen nahmen wir dann die Bahn zum Jungfraujoch. Bei traumhaftem Wetter konnten wir schon bei der Hinfahrt ganz viel sehen. Beim Anziehen am Jungfraujoch kam dann der erste Schreck. Hansi hatte sein LVS Gerät in der Reisetasche gelassen. Das Bangen war groß, aber es gab einen netten Menschen vom Technischen Dienst der Jungfraubahn der Hansi sein privates LVS-Gerät auslieh. So stand unsere Tour endlich nichts mehr im Wege.
Am Stollenloch kam uns die erste Windböe dieser Tour entgegen, da wussten wir aber noch nicht, dass es gewiss nicht die einzige sein würde. Die Ski schnell angeschnallt, fuhren wir ein paar hundert Meter den Aletschgletscher hinab, um dann zum Louwihorn aufzusteigen. Der Aufstieg in der Sonne bis zum Louwitor war schön warm, dort fing es dann ordentlich an zu blasen. Aber weit war es nicht mehr von dort zum Gipfel. Bei der Abfahrt auf dem Kranzbergfirn hatten wir es dann auch wieder schön warm und konnten gemütlich über den windverpressten Schnee abfahren, bis hinab zum Konkordiaplatz. Den mussten wir dann noch einmal komplett überqueren und der ist wirklich flach, aber wir schafften es hinüber zur Treppe.
Genau, zur Treppe. Für jeden der noch nicht an der Konkordiahütte war: Durch den Gletscherschwund liegt die Hütte heute auf einer Felsstufe 130m über dem Gletscher. 433 Stufen trennen einen also noch, wenn man auf dem Gletscher steht von einem kuschelig warmen Bett.
Auf der Hütte angekommen, ging es Hansi leider nicht so gut und er zweifelte daran am Donnerstag fit genug für eine Tour zu sein. Da der Freitag aber mit schlechtem Wetter angesagt war, wollten wir unbedingt am nächsten Tag übers Ewigschneefeld zum Fieschersattel aufsteigen und die Fiescherhörner machen. Wir beschlossen es zu versuchen und hofften, dass es Hansi am nächsten morgen wieder gut gehen würde. So war es dann auch und wir machten uns, glücklich alle zusammen zu sein, auf den Weg.
Zunächst ging es am Gletscherbruch vorbei durch einen Bereich sich schnell bewegenden Eises (50cm/Tag laut Hüttenwirt). Also war ein bisschen Aufpassen angesagt, bevor wir auf die weite, flache Fläche des Ewigschneefelds kamen. Schließlich wurde es wieder etwas steiler und wir stiegen Richtung Nordosten zum Fieschersattel auf. Über uns zog jetzt eine hohe Bewölkung, aber nichts um sich ernsthaft Sorgen zu machen. Vor allem war dahinter wieder blauer Himmel zu sehen. Wir waren zwar relativ langsam unterwegs, Hansi und Ansa waren ein bissel fertig, aber waren uns sicher, den Gipfel zu erreichen.
Ungefähr 150m unterhalb des Sattels ging es dann mit Ski nicht mehr weiter und sie kamen auf den Rücken. Dankbarerweise, hatten schon jemand schöne Stapfspuren hier hinterlassen. So konnten wir einigermaßen entspannt hinauf gehen. Als wir schließlich alle im Sattel versammelt waren, machten wir uns auf in Richtung Gipfel des Hinter Fiescherhorns. Fünf Minuten später war außer einer weißen Wand leider nichts mehr zu sehen und wir wussten, wir mussten noch durch den Gletscherbruch des Fiescherfirns. Nach ein wenig hin und her drehten wir ungefähr 20hm unterhalb des Gipfels herum und versuchten nach Kompass abzufahren. Wir hatten ziemlich Glück, vorauf wir gehofft hatten und kamen bald darauf wieder aus dem Nebel heraus, die Sicht blieb trotzdem schlecht und die Wolken schienen immer tiefer zu kommen. Wir seilten an, um durch den Bruch zu kommen, zunächst an der rechten Seite, wechselten dann herüber auf die linke, wobei wir ein paar Spalten überqueren mussten, konnten dann aber einigermaßen gut herab kommen. Zum Schluss mussten wir noch eine Eislawine queren, die vom Gletscher der Flanken des Alten Strahlegg stammte. Ich hatte mich als Seilerste so konzentriert, dass mir gar nicht aufgefallen war, dass die Wolken viel tiefer gekommen waren und so standen wir nun wieder in dichtem Nebel.
Aber das meiste hatten wir ja nun hinter uns und mussten uns nur noch das flache Stück zur Finsteraarhornhütte hinab schieben. Zum Schluss muss man natürlich auch hier wieder zur Hütte aufsteigen. Inzwischen kam noch ein ziemlich hässlicher Wind dazu und es wurde ungemütlich kalt. Ich beeilte mich hinauf zu kommen, Ansgar wartete noch auf Hansi, in dessen Bart sich große Eisstücke gebildet hatten, und Ansa. Alle waren wir mächtig froh, als wir in der Hütte ankamen.
Da für Freitag starke Böen angesagt waren und somit das Finsteraarhorn sowieso raus viel, Ansa und Hansi den langen Tag auch spürten, beschlossen wir einen Ruhetag einzulegen und einfach nur von der Finsteraarhornhütte über die Grünhornlücke zur Konkordiahütte zurück zu gehen. So könnten wir am nächsten Tag auf die Äbeni Fluh gehen und unsere geliebte Treppe wieder sehen. Den Ansgar wurmte es wohl doch sehr, dass wir am Tag zuvor nicht auf den Gipfel gekommen waren und so machte er den Vorschlag, statt der Äbeni Fluh am nächsten Tag doch noch mal einen Versuch zu starten die Gipfel der Fiescherhörner zu erreichen.
Der Hüttenwirt bestätigte uns, dass die Wetterbedingungen wunderbar sein würden. Hansi wollte zwar nicht mit, schickt uns aber los und nachdem er sich in Ansgars Daunenjacke verliebt hatte, hoffte er auf einen schönen Tag auf der Sonnenterasse.
So starteten Ansa, Ansgar und ich am nächsten Morgen zu unseren zweiten Versuch auf die Fiescherhörner zu kommen. Es blies ein ganz kräftiger Wind und in Böen kamen immer wieder weiße Wände auf uns zu. Am Grat der Fiescherhörner war die ganze Zeit eine ordentliche Windfahne zu sehen. Aber Ansgar glaubte fest an den Wetterbericht und versicherte uns immer wieder: „Schaut nur, am Aletschhorn weht es gar nicht, wenn die Sonne rauskommt hört es bestimmt auf.“ Das hat er uns dann auch noch erzählt bis er den Kopf zum Sattel rausstreckte. Leider waren die Spuren vom letzten Mal völlig zu geweht und Ansgar durfte ein wenig spuren. Während des Aufstiegs rieselten durch den Wind immer wieder Schneeflüsse zu uns herunter und begruben die frisch gestapften Spuren gleich wieder. Das war aber alles noch ganz gemütlich, bis wir im Sattel waren und die Sturmböen
ungebremst auf uns zukamen. Später auf der Hütte erzählte uns der Hüttenwirt, dass sie dort unten Böen von 130km/h gemessen hatten. Wir waren aber noch mal 1300m höher in einem Sattel der wie ein Ventil wirkte. Wir schauten also, dass wir dort möglichst schnell wegkamen, aber selbst so blieb einem manchmal nichts übrig als rumdrehen und warten das der schlimmste Teil der Böe vorbei ging. Da wir bei dem Wind keine sonderlich große Lust verspürten den Grat zum Groß Fiescherhorn zu gehen, machten wir uns stattdessen auf zum Hinter Fiescherhorn. Das änderte nichts daran, dass es furchtbar kalt war und wir schauten, dass wir Ansas Wange ganz schnell zugedeckt bekamen als sie richtig weiß wurde. Aber wir schafften es zum Gipfel und der einzige Wunsch der blieb, war so schnell wie möglich irgendwohin zu kommen wo es schön warm und windstill war. Also verzichteten wir aufs Groß Fiescherhorn, man kann ja mal wieder kommen und machten uns an die Abfahrt von vor zwei Tagen, diesmal mit Sicht, aber alles andere als wärmer. Da wir zu Hansi, der Treppe und der Konkordiahütte zurück mussten, stiegen wir wiederum zur Grünhornlücke auf, nahmen die schön zu fahrende Abfahrt zurück zum Konkordiaplatz und quälten uns zum Schluss die 433 Stufen hinauf. Eine wirklich wunderschöne, abwechslungsreiche Skitour, die es sich bestimmt irgendwann lohnt noch ein drittes mal zu gehen, um aufs Groß Fiescherhorn zu kommen, dann aber bitte ohne Wind!
Nach einer letzten gemütlichen Nacht in der Hütte, machten wir uns dann am nächsten morgen gemeinsam auf in die Lötschenlücke. Und wir liefen, und wir liefen und wir liefen… und die Lücke kam nur ganz, ganz langsam näher. Dankbarerweis sind auch Dinge die nur ganz langsam näher kommen, irgendwann doch da. In der Lücke, man kann es sich fast denken, pfiff mal wieder ein kräftiger Wind, also schnell runter mit den Fellen und ab ging es über die pistenähnlichen Hänge, ein letztes mal mit diesem traumhaften Panorama was wir nun fünf Tage lang hatten bewundern dürfen.
Zurück in der Zivilisation, stinkend und schmutzig und nachdem wir uns noch kräftig den Bauch mit Pizza voll geschlagen hatten, ging es dann zurück für Ansa nach München, Hansi und Ansgar nach Karlsruhe und mich nach Zürich. Eine wunderschöne Tour bei der wir, auch wenn vom Winde doch sehr verweht unglaublich Glück hatten, was das Wetter anging. Motivation zum studieren gibt so eine Tour bestimmt nicht. Aber es gibt ja noch viele Ziele, die wir im Berner Oberland verwirklichen können!

Montag, 23. März 2009

Nach langer Zeit

Lang, lang ist es her. Das lag aber gewiss nicht immer an uns, sondern auch an dem Wetter und der Lawinenlage, die uns zum Wochenende nie wirklich wohl gestimmt waren. Dieses Wochenende wollten wir aber auf alle Fälle noch einmal was gehen, damit wir vor Mittwoch, wenn es ins Berner Oberland geht, nicht ganz eingerostet sind. Also wollten Ansgar, Ansa und ich auf den Piz Kesch. Netterweise schloss sich Erik uns noch kurzfristig an und so kamen Ansgar und Erik am Freitagabend zu mir, um die Vorzüge eines Starts aus Zürich zu genießen. Ansa trafen wir dann direkt am Samstagmorgen in Bergün bei strahlendem Sonnenschein.
Da natürlich noch jede Menge Schnee liegt, konnten wir nicht mit dem Postauto nach Chants fahren, sondern mussten die acht Kilometer eben laufen. Dabei wurde es mit jedem Schritt ein bisschen wärmer und unsere Klamottenschichten mit jedem Schritt ein bisschen weniger. Nachdem wir es bis Chants geschafft hatten, stiegen wir zunächst durch schönen schattigen Wald hinauf. Langsam kamen wir höher und da dort aber noch kein Wind wehte, die Bäume aber schnell weniger wurden, wurde es auch wieder unglaublich heiß. Irgendwann kam dann aber ein leichter Wind auf und wir schafften die letzten Höhenmeter zur Hütte. Eine wunderschöne Hütte mit geräumigen Lagern und furchtbar viel Rivella!
Langsam zogen Wolken auf und als wir am nächsten morgen aufwachten, war vom Gipfel nicht mehr viel zu sehen. Aber wir sahen das ganz positiv und glaubten noch fest daran, es könnte sich ändern. Also stapften wir fröhlich weiter und es wurde diesmal leider nicht wärmer, ganz im Gegenteil. Der Wind schien immer mehr zu werden, die Wolken zogen immer weiter rein und es begann zu schneien. Aber wir stapften mutig weiter den Gletscher hinauf bis wir zum Skidepot kamen. Am Wetter hatte sich leider nichts geändert. Also ließen wir unsere Ski stehen und gingen das Schneefeld weiter hinauf. Ansa ging es nicht mehr so gut, aber sie quälte sich noch ein Stück weiter. Schließlich blieb Erik bei ihr und Ansgar und ich stiegen zum Gipfel, also der Punkt wo im Schnee eine Stange steckte. Vor uns weiß, hinter uns weiß, neben und weiß, aber wir waren oben.
Indem Moment als wir mit Ansa und Erik zusammen wieder am Skidepot waren riss es natürlich auf. Also boten wir Erik an, auf ihn zu warten die Sonne zu genießen, so dass er auch noch auf den Gipfel konnte. Natürlich war es nicht sooo sonnig und der Wind pfiff weiter ordentlich, so dass wir froh waren als Erik zurück war und wir abfahren konnten.
Das erste Stück über den richtig weggeblasenen Schnee war richtig gut zu fahren, danach kam ein flacheres Stück mit windverpresstem Schnee, bevor es durchs Tal zurück nach Chants ging. Erik folgte ein paar Spuren am Bach entlang und so umgingen wir ein großes Stück des Waldes. Nur das Stück von Chants zurück zum Auto war etwas nervig. Es war nämlich weite Stücke so flach, dass bei dem Sulz der sich unter unseren Ski festsaugte außer schieben nicht mehr viel lief.
Trotzdem eine sehr schöne Skihochtour, mit jeder Menge Hänge rechts und links, die sehr interessant aussahen, aber leider auf Grund der hohen Lawinenlage nicht befahren werden konnten.

Mittwoch, 28. Januar 2009

Skitourenwochenende auf der Oberlandhütte

Das jährliche Skitourenwochenende der Skitourengruppe sollte diesmal zur Oberlandhütte nach Aschau gehen. Spannende Verhältnisse waren vorhergesagt. Im Lawinenlagebericht hieß es: „Skitouren und Variantenfahrten abseits der gesicherten Pisten erfordern Erfahrung in der Beurteilung der Lawinensituation“. So schlossen sich viele Ziele aufgrund der erheblichen Lawinengefahr aus und Vorsicht war angesagt. Die Gruppe hatte sich größtenteils bereits mittwochs zum Planen im DAV Kletterzentrum getroffen. Dabei wurden die Touren zum Brechhorn und Schwarzkopf auf jeden Fall als machbar eingestuft.
Stefan, Walter, Susanne und Uta S. waren bereits Donnerstagabend angereist. Der Bus mit Hansi, Gerhard, Ansgar, Karsten, Armin N., Andreas und Dieter kam wie Anja aus Zürich und Benno und Ansa aus München Freitagmorgen gegen 9 Uhr auf der Hütte an. Stefan, Walter, Susanne und Uta S. wollten gleich Richtung Gerstinger Joch los. Benno entschied kurzerhand sich dieser Gruppe anzuschließen. Wir anderen trafen uns erst noch mal zu einem kurzen Plausch in der Hütte, bevor wir gegen 10 Uhr bei schönstem Wetter aufbrachen. Es sollte aufs Brechhorn gehen. Von Norden zog aber ziemlich schnell eine Wolkenfront rein, so dass sich die Sonne schon bald versteckte. An der Durachalm rasteten wir ausgiebig und stiegen dann weiter bevor es uns zu kalt wurde. Wir waren flott unterwegs gewesen und so zog sich die große Gruppe doch ziemlich auseinander, was angesichts der Lawinenwarnstufe 3 auch besser war. An der Breitlabalm blies es so kräftig, dass wir gegen den Wind ankämpfen mussten. Bisher hatte der Föhn zwar dafür gesorgt, dass wir alle ziemlich schwitzten, aber eben auch für schönes Wetter. Dies hatte mit dem Wind jetzt aber ein Ende. Nun hieß es erst mal Jacken anziehen und nach einer kurzen Lagebesprechung beschlossen wir abzufellen – die Sicht war auch immer schlechter geworden und im Nebel abfahren wollte niemand von uns. Kaum waren wir hinter dem Bergrücken verschwunden wurde es wieder deutlich gemütlicher. Dort trafen wir Jochem und Rainer, die etwas später in Karlsruhe aufgebrochen waren. Die Abfahrt war nett, der Schnee schwer und durch den warmen Föhnsturm richtig pappig geworden. So wurde diese Abfahrt noch richtig anstrengend. Gegen 14.00 Uhr waren wir wieder auf der Hütte. Dort trafen wir auf Benno und Susanne. Diese hatte sich an der Wade verletzt hatte und musste die Tour abbrechen, wobei Benno sie hinab begleitet hatte, so dass der Rest der Gruppe noch bis zum Gerstinger Joch weiter aufsteigen konnte.
Den Nachmittag verbrachten wir gemütlich auf der Hütte. Jochem und Rainer hatten sogar den Gipfel des Brechhorns erreicht, der Sturm war wieder abgeflaut. Am Abend, lange bevor die Nachzügler ankamen, fing es an zu regnen und unsere Hoffnungen auf zwei weitere schöne Tourentage waren ziemlich klein.

Aber wie sollte es anders sein, Erik kam an und damit auch die Sonne für den Samstag! Zusammen mit Erik trafen am Freitagabend auch noch Uta K., Heike, Georg, Martin, Dorothea und Cécile ein. Sie alle durften wir beim Frühstück zusammen mit dem strahlend blauen Himmel treffen. Die Lawinenlage hatte sich gemäß Lagebericht nur leicht entspannt - es war immer noch von einem dreier die Rede. Jedoch ließen die Beobachtungen der Freitags-Gruppen im Gelände eine etwas günstigere Situation vermuten, aber Vorsicht war weiterhin angesagt.
Schnell teilten sich die Gruppen auf. Wir, Ansa, Ansgar, Martin und Anja, starteten Richtung Schwarzkogel, kurz gefolgt von Andreas, Armin N., Karsten, Rainer, Cécile und Heike. Aber natürlich wurden auch die anderen Topberge des Tals in Angriff genommen. So ging es für Stefan, Hansi, Gerhard, Dieter, Jochem, Christiane und Armin H. aufs Floch. Diese 7 hatten das wunderbare Glück, dass ihnen ein Einheimischer bis zum Gipfel spurte und sie dann traumhafte Abfahrten über unverspurte Hänge hatten, wovon sie noch am Abend schwärmten. Die letzte Gruppe um Erik, Uta K., Uta S, Walter, Benno, Dorothea und Georg erstürmten das Brechhorn, wobei Erik und Uta K. natürlich gleich zweimal zum Gipfel aufstiegen und - die Verhältnisse waren günstiger als der Lawinenlagebericht postulierte - die Direktabfahrt vom Gipfel ins Kar mit Wiederanstieg wählten.
Wir mussten das erste Stück über eine Piste aufsteigen, dabei begegnete uns ein Schäferhund. Am Anfang fanden wir das ja auch noch ganz lustig irgendwann begannen wir uns dann aber doch zu wundern, dass der Hund so gar nicht umdrehen wollte.
Ansgar kämpfte schon auf den etwas steileren Pistenstücken mit seinem Fell, das mal wieder einfach nicht haften wollte und musste ein paar Kurven extra laufen. Bald konnten wir aber die Piste verlassen und stiegen zwischen Waldstücken hinauf zur Kleinmoosalm. Sogar ein Gipfelkreuz gab es hier, aber eben noch nicht unseres. Aber für eine schöne Pause in der Sonne war es der perfekte Platz. Während wir jede Menge Tee schlürften, schloss die zweite Gruppe zu uns auf. Wir ließen sie großzügig vorüber, immerhin waren wir unseren unfreiwilligen Freund Lessi (eigentlich Anshumpf) dann los, der einem entweder hinten auf die Ski trat oder vor einem in der Spur saß.
Als große Gruppe erreichten wir den Gipfel gemeinsam, bei strahlendem Sonnenschein und wunderschönem Panorama. Nach einer netten Gipfelrast machten wir uns dann an die Abfahrt. Der Schnee war doch viel schwerer als es ausgesehen hatte und ganz schön anstrengend zu fahren. Dafür gab es noch jede Menge Platz für eigene Spuren. Trotzdem waren wir so großzügig und ließen Martin vorfahren. So war er derjenige der mit dem Hund, der uns tatsächlich bis zum Gipfel gefolgt war, kämpfen musste. Trotzdem genossen wir alle die Abfahrt und hatten auf dem letzten Stück, wo der Schnee schwer zum fahren war die Piste, die es uns leicht machte.
So waren wir früh wieder zurück wobei Armin N., Heike und Rainer noch weiter auf die Spießnägel gingen um die - zur Einstufung als Genußtour erforderlichen - 1800 Höhenmeter voll zu machen. Der Rest von uns machte sich an eine ausgiebige Lawinen-Pieps-Suche und plante den letzten Tag.

So schnell war dann auch schon unser letzter Tag gekommen. An Wetter und Lawinenlage hatte sich nicht wirklich etwas geändert und somit auch nicht wirklich viel an unseren Zielen. Alle verteilten sich wieder auf die drei üblichen Gipfel Brechhorn, Schwarzkogel und Floch. Eine Gruppe entschied sich aber noch den Großen Tanzkogel zu erkunden.
Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto – das der ein oder andere wie üblich verpasste – machten wir, Ansgar, Ansa und Anja, uns auf den Weg aufs Floch. Der Weg hier hoch führt zu nächst 3 km ziemlich eben ins Tal hinein bis er langsam begann, weiter über eine Forststraße, zur Hinterkaralm anzusteigen. Bis hier her war es zwar weit aber eben auch flach gewesen. Das änderte sich ab der Alm, nun ging es über weite Hänge hinauf in eine Scharte. Da dies nicht der Weg für die Abfahrt war, konnten wir wunderschöne, unberührte Schneeflächen bewundern. Ab der Scharte ging es dann ganz schnell hinauf zum Gipfel, wobei wir schon die Spuren derer bewundern konnten die hier gestern hoch gegangen waren und uns riesig darauf freuten, hier gleich abfahren zu können. Martin und Armin N., die kurz nach uns am Gipfel angekommen waren, fuhren hier gleich zweimal ab.
Nach dem Gipfelhang ging die Abfahrt weiter durch eine Waldschneise die immer mal wieder noch unverspurte Stücke bereithielt, bevor wir dem letzten Stück Fahrweg ins Tal folgten.
Die Tanzkogelgruppe um Heike, Hansi, Uta, Jochem, Rainer und Erik entschied sich im Angesicht des schönen Wetters für die Überschreitung zum Gerstinger Joch mit superschönen und auch etwas steileren Abfahrten.
Insgesamt erlebten alle noch einmal einen wunderschönen Tag bei teilweise wunderschönem Wetter und jeder fand noch ein Plätzchen um seine eigenen Spuren in den Schnee zu ziehen. Langsam trudelten alle wieder, glücklich von ihren Touren, auf der Oberlandhütte ein um sich zu stärken und auf den Weg zurück nach Hause zu machen.
Nur Uta S., Walter, Rainer und Jochem mussten von uns zurück gelassen werden. Sie hatten das unverschämte Glück am Montag nicht zurück sein zu müssen und noch einmal den Schnee genießen zu können.
Mal wieder hatten wir die Möglichkeit genossen wunderschöne Touren mit alten und neuen Freunden zu gehen. Inzwischen scheint ein schlechter Wetterbericht im Voraus und traumhaftes Wetter während unseres Skitourenwochenendes zur Regel zu werden. Damit können wir leben -wenn auch der Schnee gut ist- und freuen uns schon aufs nächste Jahr!

Sonntag, 18. Januar 2009

Karwendel im Winter

Nach drei Touren am Achensee wurde es mal Zeit, ein anderes Gebiet für eine Skitour auszuwählen. Über den Scharfreuter (oder wie man ihn auch immer schreiben mag) habe ich einige Berichte im Internet gelesen und auch die Beschreibungen in den Führern klangen gut. So entschieden Herbert und ich, uns Samstag früh auf den Weg ins Risstal zu machen. Nach ca. 1,5 h waren wir dort. Doch der Parkplatz war glücklicherweise recht leer, obwohl es schon 9 Uhr war. Wir stapften gemütlich wieder einmal einen Fahrweg hoch, mussten aber ab und zu unsere Ski abschnallen und über apere Stellen tragen. Kurz vor der Mooslahner Alm verließen wir den Fahrweg (den früheren Weg über die Moosenalm soll man bitte meiden; Initiative zu naturverträglichen Skitouren) um durch lichten Wald weiter zu einer Mulde aufzusteigen. In der Mulde hielten wir uns rechts durch die Latschen auf den Sattel zu und von dort am Kamm entlang zum Skidepot. Kurz bevor wir auf den Kamm kamen, überholte uns ein einsamer Skibergsteiger. Langsam waren wir nicht unterwegs, aber wie dieser (er war wohl Rennläufer, seiner Ausrüstung nach zu urteilen….) an uns vorbeizog beeindruckte mich doch und rief mir mal wieder ins Gedächtnis etwas mehr zu trainieren.
Auf dem Gipfel rasteten wir gemütlich und hatten ihn auch erstmal für uns alleine. Die Fernsicht beeindruckte mich zutiefst: Der Venediger wirkte so nah und hoch und die ganzen Tauern boten ein klasse Panorama. Westlich sah man bereits die Schlechtwetterfront aufziehen.
Als wir uns für die Abfahrt bereit machten, strömten die Massen bergauf und wir waren froh, mal wieder etwas früher dran gewesen zu sein. Der oberste Teil der Abfahrt war einfach herrlich, der Lawinenlagebericht hatte einen tragenden Harschdeckel mit leichter Pulverauflage hervorgesagt und genauso war es auch! Die steile Rinne zur Mooslahner Alm (Stichprobe sagte uns 35°) war ebenfalls sehr gut zu fahren auch wenn dort der wenige Neuschnee bereits ausgefahren war. Das letzte Stück auf dem Fahrweg beanspruchte dann noch mal unsere Ski, aber Macken im Belag lassen sich reparieren, solange die Kante heile bleibt.
Der Scharfreuter ist wirklich eine herrliche, etwas längere Skitour in der Nähe Münchens.

  • Scharfreuter (auch Schafreuter, Schafreiter geschrieben) 2102
  • Höhenmeter: 1260 (Startpunkt Oswaldhütte)
  • Karte: Landesamt für Vermessung Bayern UK 50-51 (Karwendel)
  • Führer: Rother Skitourenführer Bayrische Alpen / Karwendel Panico

Mittwoch, 7. Januar 2009

Die Berge so nah...

Wieder einmal zog es uns zum Achensee, diesmal allerdings in ganz anderer Besetzung – für mich komplett neu. An Bord waren Julia, Michael, Adrian und Andreas, für ihn sollte es die erste Skitour werden. Das Ziel war das Kotalmjoch. Zuerst schlurften wir gemütlich den Fahrweg zum Kotalm Niederleger, was für einen Einsteiger ideal zum Kennen lernen des Materials ist. Am Niederleger zweigten wir vom Fahrweg ab und nahmen eine Spur durch den Wald. Diese führte bis zur Fahrwegkreuzung angenehm bergauf, danach wurde es sehr anstrengend. Die Spur war steil, der Schnee mit Raufreif bedeckt und so rutschte man häufig seitlich ab. Nachdem wir einen Stacheldrahtzaun mit Skiern überquert hatten, wurde es etwas flacher und der Kotalm Mittelleger öffnete sich uns. Nun ging es in freien Hängen weiter. Durch den Wind wurde es unangenehm kalt und manche mussten dem unwegsamen Gelände Tribut zollen. Michael, Adrian und ich stiegen noch bis zur letzten Kuppe unterhalb des Gipfels auf und fellten dann ab. Der Schnee war besser als erwartet, allerdings war von Tiefschnee nicht mehr viel vorhanden. Am Kotalm Mittelleger jausneten wir erstmal, bevor Adrian und Michael die Abfahrt durch den Wald nahmen und wir anderen drei den Fahrweg nach unten fuhren. Alles in allem eine schöne, etwas längere Tour in der idealen Reichweite Münchens.

Donnerstag, 1. Januar 2009

Ab jetzt kanns nur noch besser werden

Nach zwei Tagen Alternativprogramm (Loipeln, Rodeln, Pisteln) wollten wir noch mal zwei Skitouren gehen. Das Wetter war nach wie vor ein Traum und Anja hatte sich Ski ausgeliehen. So starteten wir am Berghof, nicht alleine, aber als einzige nicht Einheimische Richtung Vordere Lachalm. Eine Spur lag auf dem Sommerweg und der folgten wir. Dabei war die eine oder andere Stelle abenteuerlich und wir fragten uns schon, wo wir hier abfahren sollten. An der Vorderen Lachalm angekommen legten wir erst mal eine Pause ein und stärkten uns noch mal. Ab sofort ging es über freie Hänge bergauf. Wir wählten dabei die Variante zum Sattel und wollten dann über den Rücken zum Pflugberg aufsteigen. Der Rücken war aber mehr oder weniger abgeblasen, übrig geblieben war nur Eis und Gras. Und da es kräftig wehte, war Laura mit ihrem Board ein Opfer des Windes. So fiel es uns nicht sonderlich schwer ziemlich bald auf dem Rücken umzudrehen und eine windstillere Stelle fürs Vespern aufzusuchen. Nach einer Hanginspektion beschlossen wir der Aufstiegsspur folgend abzufahren. Zum Glück griffen unsere Kanten! Nach einer Pause auf dem Sattel, in der wir die Sonne genossen, kam der zweite Teil der Abfahrt. Der Schnee war verblasen und so wagten wir uns nur langsam vorwärts. Es war aber kein richtiges Vergnügen: schwerer Schnee, Harsch und das Unwissen was der nächste Schwung bringt, machten den Hang sehr anstrengend. Die Spuren, die zurückblieben verrieten nichts über unsere Anstrengungen. Wer nun glaubt, wir wären unten, hat weit gefehlt. Das Gekurve durch den Wald fehlte noch. Dass es den einen oder anderen Fahrweg gibt, auf dem man böse Stücke umfahren konnte, wussten wir und so machten sich Anja und ich keine sonderlich großen Gedanken. Die Schneise durch den Wald war aber wirklich nur noch ein Gemurkse und trotzdem fand ich es lustig und hatte Spaß. Dummerweise verletzte sich Franzi beim vorletzten Schwung vor dem Fahrweg am Knie. Nun schoben wir durch tiefen Schnee einige Kilometer Richtung Osten die Schneise - sah in echt viel übler ausum auf einen geräumten Fahrweg zu kommen, der uns zum Berghof führen sollte. Dort sattelten wir um und versuchten Franzi so gut wie möglich nach unten zu bringen – mit weniger Erfolg, glücklicherweise konnte sie noch laufen. So kamen wir später als erwartet unten am Berghof an und die Neujahrstour musste auf 2010 verschoben werden.
Stattdessen beschlossen Anja, Laura und ich an Neujahr loipeln zu gehen. Es hatte geschneit und so fanden wir eine nicht präparierte Spur, die uns mehr Kraft kostete als gewohnt. Außerdem schienen wir von den letzten Tagen müde zu sein und so waren wir langsamer unterwegs. Ob das allerdings der Grund war, dass Anja an einem Schneebrocken hängen blieb, wissen wir nicht, dass sie dabei stürze aber schon. Und wozu führte dieser Sturz? Nein, das Knie ist heile, aber der Ski…. na wegen zwei paar Ski lohnt es sich wenigstens zum Sport Conrad zu fahren :-)
  • Augangspunkt: Gasthof Berghof, Hollersbach
  • Karte: AV-Karte 34/2 Kitzbpheler Alpen Ost
  • Loipeln = Langlaufen

Montag, 29. Dezember 2008

Drei plus eins - die Erste

Nachdem wir alle mehr oder weniger getrennt Weihnachten verbracht hatten, trafen wir, Ansa, Franzi, Laura und ich, uns am Samstag in Hollersbach um gemeinsam Skitouren bzw. Snowboardtouren zu gehen.
Ansa hatte schon ein wenig vorgeplant und so fuhren wir am Samstagmorgen die alte Gerlosstraße hoch bis Ronach. Das Wetter war zwar traumhaft schön, die Temperaturen dafür aber auch sakrisch tief. Als wir losgefahren waren hatte es minus zehn Grad und anfellen mussten wir dann natürlich auch im Schatten, so dass die Finger auch wirklich tiefgefroren waren bis es endlich losging.
Ansa, Franzi und ich konnten zum Glück direkt die Ski anschnallen, nur Laura ließ sich die Schneeschuhe noch ein wenig tragen, da es erst einmal über einen Forstweg hinaufging.
So konnten wir gemütlich bis zur Putz Alm schlappen, wo wir erst einmal eine Vesper einlegten und die Sonne genossen.
Nicht lange nach der Alm verließen wir dann auch den Weg und stiegen über weite Almwiesen Richtung Ronachgeier. Oben mussten wir schon zwei andern Gruppen beim Abfahren zuschauen, während wir uns noch nach oben arbeiteten, an einem merkwürdigen Klohäuschen vorbei, dass mitten in der Landschaft stand. Bald darauf erreichten wir den Grat und konnten sowohl die Gerlosplatte, als auch Königsleiten bewundern, bzw. uns freuen, dass wir es hier so schön einsam hatten.
Bei diesem wunderschönen Wetter hatten wir uns eigentlich auf eine fantastische Gipfelrast gefreut, aber wie immer zog es am Gipfel dermaßen, dass wir uns schnell auf den Weg bergab machten.
Wir folgten noch ein Stück dem Grat Richtung Baumgartgeier um ein wenig unverspurte Hänge genießen zu können. Leider war der Schnee nicht ganz perfekt und so hatten wir immer wieder Harschstellen dazwischen, so dass wir Skifahrer arg kämpfen mussten. Nur unsere Snowboarderin schien sich daran nicht zu stören. Kurz vor der Putz Alm legte Laura aber dann doch den spektakulärsten Sturz des Tages hin und überschlug sich gleich zweimal.Nachdem am Gipfel aus dem Sonnenbad schon nichts geworden war, holten wir dies jetzt noch einmal an der Putz Alm nach und genossen noch ein wenig die Sonne und die schöne Landschaft bevor es dann über den Fahrweg wieder hinab ging. Inzwischen war hier ein Skidoo hochgefahren und hatte eine recht schmale Trasse gefahren, was die Abfahrt doch recht interessant gestaltete. Trotzdem kamen wir alle gut unten an. Dort schnallten wir unsere Ski ab und mir viel auf, dass irgendetwas an meinem Ski nicht so ganz stimmte. Bei näherem Betrachten mussten wir dann feststellen, dass meine Kante rausgezogen war. Nicht gebrochen, keine Kratzer, einfach sauber rausgezogen. Da hilft halt nur noch ein neuer Ski!!!

Sonntag, 7. Dezember 2008

Pulver und Sonne

Was kann man sich mehr wünschen – an einem tristen Dezembersamstag? Nichts! Genau, deswegen machten sich Franzi und ich allen Vorhersagen zum Trotz noch einmal auf den Weg zum Achensee – die schneereichere Alternative, das Allgäu, war einfach zu weit weg. Den Weg kannten wir ja nun, allerdings parkten wir diesmal direkt vor dem Ortseingang von Achenkirch und schnallten die Ski an. Wir folgten der Straße nach oben – auf den Wiesen war doch sehr wenig Schnee, trotzdem mussten wir nicht tragen. Achja und die Sonne blickte immer mal wieder durch den Nebel durch. Und da es nach oben ging, hatten wir diesen bald hinter uns gelassen. Wir folgten dem Fahrweg zur Falkenmoosalm, nahmen dann aber die „Abkürzung“ durch den Wald. Allerdings war es hier sehr aper, so dass ich mir schon ernsthaft überlegte, doch den Fahrweg abzufahren. Schließlich erreichten wir die freien Flächen der Falkenmoosalm, die trotz Sonneneinstrahlung schneereich waren. Hinter der Alm ging es noch mal etwas steiler durch den Wald, wir querten noch einen Fahrweg und stiegen dann durch den Wald über den Bergrücken hinauf. Ob das der Standardaufstieg ist (oder eventuell doch der Fahrweg), weiß ich nicht – jedenfalls zum Abfahren ungeeignet. Wir rechneten nicht damit, noch auf die Hochplatte (1815m) zu steigen, aber die Schneelage war viel besser als erwartet – es hatte am Vortag geschneit und außerdem schien uns die Sonne ins Gesicht. So stieg immer mehr die Freude auf die Abfahrt in die unverspurten Hänge. Vor uns war bereits eine Gruppe unterwegs, aber da blieb noch genug Pulver übrig. Die Rast am Gipfel fiel allerdings etwas kurz aus – von Westen zog dann doch die angekündigte Front auf und wir genossen noch die Abfahrt. Glücklicherweise hatte uns die Gruppe vor uns den Weg gewiesen, die Abfahrt durch den Wald gehört nicht zu meinen Lieblingsdiziplinen. Außerdem empfahlen sie uns, auf jeden Fall den Fahrweg abzufahren, was sich auch trotz des Anschiebens als die richtige Variante erwies. Am Ende des Fahrwegs schnallten wir ab und gingen die Straße nach unten – mittlerweile war ein Räumfahrzeug durchgefahren.

  • Hochplatte 1815 m, 920 hm
  • Ausgangspunkt: Parkplatz an der Bundesstraße direkt vor der Einfahrt Achenkirch Nord von Norden her kommend
  • Karte: Fehlanzeige
  • Führer: Rother Skitourenführer Bayrische Alpen

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Saison eröffnet!

Nachdem der erste Schnee ja schon im Oktober vor der Hautür lag, mussten wir endlich einmal die Skitourensaison eröffnen. Also fuhr ich nach München (man mag sich wundern warum nicht Ansa und Franzi nach Zürich fuhren, aber dann wäre es ja einfach gewesen) und wir machten uns am Samstagmorgen auf den Weg Richtung Achenkirch am Achensee.
Nachdem wir uns durch den Dschungel an Ampeln und Straßenschildern gequält hatten, um Franzi in der Innenstadt einzusammeln ging es dann, noch in der Dämmerung, endlich los.
Manchmal erlebt man die spektakulärsten Augenblicke einer Tour tatsächlich schon auf der Hinfahrt. Und so kamen wir nicht umhin anzuhalten, um die am Wendelstein aufgehende Sonne zu bewundern.
Kurz darauf ging es weiter und die grünen Hänge rund um den Tegernsee machten zumindest mir ein wenig Angst. Am Parkplatz angekommen stellt sich aber heraus, so schlimm sah es gar nicht aus. Also schlüpften wir in unsere Stiefel, irgendwie hatte ich über den Sommer verdrängt wie sehr der schmerzt, und begannen die Forststraße Richtung Gröbner Alm hinauf zu schlappen. Zunächst nahezu eben stieg sie schließlich an und führte in Serpentinen durch den Wald. Das versprach schon keine großartige Abfahrt zu werden, aber mal wieder mit Ski hoch laufen ist ja auch schon was. Irgendwann ging es dann weiter über zugeschneite Wiesenhänge bis wir aus dem Wald herauskamen. Leider war damit unsere Tour auch schon fast rum. Oben hatten Wind und Sonne das Ihre getan und wir wollten es weder unseren Skiern noch den Wiesen antun weiter zugehen.
So machten wir eine gemütliche Rast bei der wir immer wieder der hinter dem Berg verschwindenden Sonne hinterherlaufen mussten, um dem Schatten zu entfliehen.
Die Abfahrt brachte dann auch wirklich nichts spektakuläres, nach wenigen Schwüngen war der Spaß schon vorbei und wir fegten die Forststraße hinunter zurück zum Auto.
Trotz allem war es einfach toll endlich wieder auf Skitour zu sein.
Am Sonntag wollten wir noch etwas mehr Winter erleben und am Spitzingensee Langlaufen gehen, nachdem wir die Information gefunden hatten es sei gespurt. Leider standen wir dann aber vor einer mehr oder weniger grünen Wiese. Also da geht noch nichts!!!