- Hochplatte 1815 m, 920 hm
- Ausgangspunkt: Parkplatz an der Bundesstraße direkt vor der Einfahrt Achenkirch Nord von Norden her kommend
- Karte: Fehlanzeige
- Führer: Rother Skitourenführer Bayrische Alpen
Mal hier, mal dort, aber am liebsten auf Tour.
Davon möchten wir hier berichten. Vielleicht bekommt der eine oder andere Lust, unsere kleine Welt in gross zu entdecken.
Sonntag, 7. Dezember 2008
Pulver und Sonne
Was kann man sich mehr wünschen – an einem tristen Dezembersamstag? Nichts
! Genau, deswegen machten sich Franzi und ich allen Vorhersagen zum Trotz noch einmal auf den Weg zum Achensee – die schneereichere Alternative, das Allgäu, war einfach zu weit weg. Den Weg kannten wir ja nun, allerdings parkten wir diesmal direkt vor dem Ortseingang von Achenkirch und schnallten die Ski an. Wir folgten der Straße nach oben – auf den Wiesen war doch sehr wenig Schnee, trotzdem mussten wir nicht tragen. Achja und die Sonne blickte immer mal wieder durch den Nebel durch. Und da es nach oben ging, hatten wir diesen bald hinter uns gelassen. Wir folgten dem Fahrweg zur Falkenmoosalm, nahmen dann
aber die „Abkürzung“ durch den Wald. Allerdings war es hier sehr aper, so dass ich mir schon ernsthaft überlegte, doch den Fahrweg abzufahren. Schließlich erreichten wir die freien Flächen der Falkenmoosalm, die trotz Sonneneinstrahlung schneereich waren. Hinter der Alm ging es noch mal etwas steiler durch den Wald, wir querten noch einen Fahrweg und stiegen dann durch den Wald über den Bergrücken hinauf. Ob das der Standardaufstieg ist (oder eventuell doch der Fahrweg), weiß ich nicht – jedenfalls zum Abfahren ungeeignet. Wir rechneten nicht damit, noch auf die Hochplatte (1815m) zu steigen, aber die Schneelage war viel besser als erwartet – es hatte am Vortag geschneit und außerdem schien uns die Sonne ins Gesicht.
So stieg immer mehr die Freude auf die Abfahrt in die unverspurten Hänge. Vor uns war bereits eine Gruppe unterwegs, aber da blieb noch genug Pulver übrig. Die Rast am Gipfel fiel allerdings etwas kurz aus – von Westen zog dann doch die angekündigte Front auf und wir genossen noch die Abfahrt. Glücklicherweise hatte uns die Gruppe vor uns den Weg gewiesen, die Abfahrt durch den Wald gehört nicht zu meinen Lieblingsdiziplinen. Außerdem empfahlen sie uns, auf jeden Fall den Fahrweg abzufahren, was sich auch trotz des Anschiebens als die richtige Variante erwies. Am Ende des Fahrwegs schnallten wir ab und gingen die Straße nach unten – mittlerweile war ein Räumfahrzeug durchgefahren.
Mittwoch, 3. Dezember 2008
Saison eröffnet!
Nachdem der erste Schnee ja schon im Oktober vor der Hautür lag, mussten wir endlich einmal die Skitourensaison eröffnen. Also fuhr ich nach München (man mag sich wundern warum nicht Ansa und Franzi nach Zürich fuhren, aber dann wäre es ja einfach gewesen) und wir machten uns am Samstagmorgen auf den Weg Richtung Achenkirch am Achensee.Nachdem wir uns durch den Dschungel an Ampeln und Straßenschildern gequält hatten, um Franzi in der Innenstadt einzusammeln ging es dann, noch in der Dämmerung, endlich los.
Manchmal erlebt man die spektakulärsten Augenblicke einer Tour tatsächlich schon auf der Hinfahrt. Und so kamen wir nicht umhin anzuhalten, um die am Wendelstein aufgehende Sonne zu bewundern.
Kurz darauf ging es weiter und die grünen Hänge rund um den Tegernsee machten zumindest mir ein wenig Angst. Am Parkplatz angekommen stellt sich aber heraus, so schlimm sah es gar nicht aus. Also schlüpften wir in unsere Stiefel, irgendwie hatte ich über den Sommer verdrängt wie sehr der schmerzt, und begannen die Forststraße Richtung Gröbner Alm hinauf zu schlappen. Zunächst nahezu eben stieg sie schließlich an und führte in Serpentinen durch den Wald. Das versprach schon keine großartige Abfahrt zu werden, aber mal wieder mit Ski hoch laufen ist ja auch scho
n was. Irgendwann ging es dann weiter über zugeschneite Wiesenhänge bis wir aus dem Wald herauskamen. Leider war damit unsere Tour auch schon fast rum. Oben hatten Wind und Sonne das Ihre getan und wir wollten es weder unseren Skiern noch den Wiesen antun weiter zugehen.
So machten wir eine gemütliche Rast bei der wir immer wieder der hinter dem Berg verschwindenden Sonne hinterherlaufen mussten, um dem Schatten zu entfliehen.Die Abfahrt brachte dann auch wirklich nichts spektakuläres, nach wenigen Schwüngen war der Spaß schon vorbei und wir fegten die Forststraße hinunter zurück zum Auto.
Trotz allem war es einfach toll endlich wieder auf Skitour zu sein.
Am Sonntag wollten wir noch etwas mehr Winter erleben und am Spitzingensee Langlaufen gehen, nachdem wir die Information gefunden hatten es sei gespurt. Leider standen wir dann aber vor einer mehr oder weniger grünen Wiese. Also da geht noch nichts!!!
Mittwoch, 19. November 2008
Tage wie diese!
Es mag unglaublich klingen, aber es ist wahr, dieses Wochenende waren Ansa und ich mal wieder gemeinsam draußen.Nachdem Ansa zu meinem Geburtstag nach Zürich gekommen war, nutzten wir den Sonntag, um mal wieder ein bissel die Berge zu erleben. Da sie aber außer ihren Turnschuhen nichts in den Koffer bringen konnte, musste es eine möglichst schneefreie Tour werden. Eigentlich wollten wir ja Richtung Churfirstengipfel, am Abend vorher ging uns allerdings auf, dass doch schon ganz gut Schn
ee lag. Also holten wir mal
wieder meine Schweizer Straßenkarte hervor und planten mit der unsere Wanderung.Dafür fuhren wir zunächst nach Sattel, dort fanden wir dann auch noch so eine tolle Panoramakarte, so dass wir eine Idee bekamen wo es denn überhaupt hingehen soll
te.Los ging es dann in dickem Nebel am Bahnhof in Sattel. Aber da es direkt ziemlich steil über Wiesen hinaufging und wir das unglaubliche Glück hatten, dass der Nebel zwar dicht aber tief hing, schafften wir es bald über die Wolken. So konnten wir den ersten Blick Richtung Großen Mythen werfen und schafften es hinauf zum Holzegg. Dort machten wir unsere erste Pause in der Sonne, bevor
wir den Grat weiter hinauf gingen bis wir die Wildspitz erreichten.Hier waren wir natürlich nicht gerade allein, trotzdem war es unglaublich schön dort oben in der Sonne zu sitzen, bevor es auf gleichem Weg wieder zurückging. Sogar den Finsteraahorn konnten wir sehn und natürluch Eiger, Mönch und Jungfrau.
Bei dieser Tour gibt es leider nicht so viel zu erzählen, dafür gibt es einfach ein paar mehr Fotos, die glaube ich für sich sprechen.
Mittwoch, 29. Oktober 2008
Zwischen Säntis und Churfirsten
Da Sonntag war riskierten wir es das Auto am Steinbruch abzustellen. Schon während der Autofahrt waren wir durch die dicken Nebelwolken gefahren und so konnten wir unsere Wanderung bereits in strahlendem Sonnenschein beginnen.
Nachdem wir ein bisschen den Weg erahnen mussten, erreichten wir schließlich den Schlafstein und somit den Grat über den wir zum Windenpass gelangen wollten. Aber zunächst genossen wir eine Mittagspause und die wunderbare Aussicht ins Tal. Weiter ging es dann über Wiesen zum nächsten Gipfel, auf dem eine Menge Wanderer Rast machten. Es war also gar nicht so dumm gewesen schon vorher zu pausieren und den Platz für sich zu haben. Die ganze Zeit über den Grat wurden wir mit einer herausragenden Sicht über die Churfirsten belohnt. Ich werde wohl doch mal den Versuch „Alle 7 auf einen Streich“ starten müssen.
Nun wurde unser Gratweg aber doch noch recht interessant, womit wir
Von hier ging es dann fröhlich über Almwiesen vorbei an beachtenswerten Steinen (erfährt man, wenn man mit einer Geologin wandern geht :-) ) zurück zu unserm netten kleinen Weg am Bach mit dem vielen Laub. Ein letzter Blick auf die Churfirsten und wir erreichten schon bald wieder das Auto, das tatsächlich immer noch da war.
Donnerstag, 23. Oktober 2008
Benediktenwand, die Dritte
Eindrucksvoll sieht sie von unten aus, aber bislang war es mir nicht vergönnt, den Blick von oben nach unten zu genießen. Das sollte sich nun aber schleunigst ändern. Beim ersten Versuch war ich noch so bockig und wollte ab der Tutzinger Hütte keinen Schritt mehr weiter gehen (tja, jeder muss erst das Schöne am Berge besteigen erkennen), beim zweiten Versuch, auf unserer Alpenüberquerung, war es so neblig, dass wir beschlossen, den Gipfel links liegen zu lassen, da der zusätzliche Nutzen gegen 0 tendierte und nun wollte ich es mal wieder versuchen. Diesmal allerdings von Lenggries über das Brauneck. Mit dabei war Franzi. Gestartet sind wir mit dem ersten Zug aus München, so waren wir um 7.45 in Lenggries.
Von dort sind wir zuerst durch den Ort zur Braunecktalstation. Dort fanden wir erst den nach oben führenden Fahrweg nicht, so dass wir den ersten Teil über den Skihang aufstiegen und dann dem Fahrweg weiter folgten. Das Wetter zeigte noch nicht die versprochene Sonne. Gegen halb zehn waren wir oben und der Blick schön, aber nicht klar, dagegen war es kühl und windig. Wir folgten dem Gratweg und überholten einige Leute, obwohl wir diesmal eher gemütlich unterwegs waren. Der erste Blick auf die Benediktenwand zeigte diese in Wolken und ich machte mir schon Sorgen, dass auch der dritte Versuch scheitern könnte. Der Grat war sehr matschig, der Schnee noch nicht lange weg.
So waren unsere Schuhe und Hosen sehr schnell dreckig. Eigentlich ist diese Gratwanderung sehr gemütlich, und an jeder etwas interessanteren Stelle mit Drahtseilen versichert, durch die Nässe jedoch teilweise etwas unangenehm und äußerst rutschig. Auf der Nordseite des Grats war es auf einmal ziemlich neblig, links zogen auch immer wieder Wolken vorbei. Aber der Gipfel war frei! Kurz vor diesem beschlossen wir in aller Ruhe zu jausnen, denn um das Gipfelkreuz herum war schon wieder Kirmes. Die Sonne hatte gewonnen und so ließ es sich gut aushalten.
Allmählich verzog sich auch der Nebel auf der Nordseite, so dass endlich der Blick zu die Seen frei wurde. Über den Gipfel stiegen wir zur Tutzinger Hütte ab, schauten uns aber noch den Einstieg in die Wand an. Zumindest im unteren Teil hängen sehr viele Bohrhaken drin. Nach einer kurzen Aufwärmung in der Tutzinger Hütte, wo es leider keine heiße Schokolade gab, stiegen wir nach Benediktbeuern ab und genossen dort die letzten Sonnenstrahlen des Tages.
Von dort sind wir zuerst durch den Ort zur Braunecktalstation. Dort fanden wir erst den nach oben führenden Fahrweg nicht, so dass wir den ersten Teil über den Skihang aufstiegen und dann dem Fahrweg weiter folgten. Das Wetter zeigte noch nicht die versprochene Sonne. Gegen halb zehn waren wir oben und der Blick schön, aber nicht klar, dagegen war es kühl und windig. Wir folgten dem Gratweg und überholten einige Leute, obwohl wir diesmal eher gemütlich unterwegs waren. Der erste Blick auf die Benediktenwand zeigte diese in Wolken und ich machte mir schon Sorgen, dass auch der dritte Versuch scheitern könnte. Der Grat war sehr matschig, der Schnee noch nicht lange weg.
So waren unsere Schuhe und Hosen sehr schnell dreckig. Eigentlich ist diese Gratwanderung sehr gemütlich, und an jeder etwas interessanteren Stelle mit Drahtseilen versichert, durch die Nässe jedoch teilweise etwas unangenehm und äußerst rutschig. Auf der Nordseite des Grats war es auf einmal ziemlich neblig, links zogen auch immer wieder Wolken vorbei. Aber der Gipfel war frei! Kurz vor diesem beschlossen wir in aller Ruhe zu jausnen, denn um das Gipfelkreuz herum war schon wieder Kirmes. Die Sonne hatte gewonnen und so ließ es sich gut aushalten.
Allmählich verzog sich auch der Nebel auf der Nordseite, so dass endlich der Blick zu die Seen frei wurde. Über den Gipfel stiegen wir zur Tutzinger Hütte ab, schauten uns aber noch den Einstieg in die Wand an. Zumindest im unteren Teil hängen sehr viele Bohrhaken drin. Nach einer kurzen Aufwärmung in der Tutzinger Hütte, wo es leider keine heiße Schokolade gab, stiegen wir nach Benediktbeuern ab und genossen dort die letzten Sonnenstrahlen des Tages.
Dienstag, 21. Oktober 2008
Der Brisen
Es war mal wieder Wochenende, also zwei freie Tage, um die Berge zu erkunden. Leider fiel der eine Tag weg, da hier einmal im Semester ein „Frühjahrsputz“ stattfindet, der kontrolliert wird. Also blieb nur noch der Samstag, um eine nette Tour zu machen.
Diesmal kam auch Korbinian mit (Tiermedizin, München), aber es sollte in eine ähnliche Richtung gehen, nämlich auf den Brisen. Dieser liegt südlich des Vierwaldstätter Sees und versprach einen fantastischen Blick auf den Titlis.
Also starteten wir früh genug in Zürich um nicht in dem allgemeinen „Alle-wollen-aus-der Stadt“-Verkehr zu stecken und erreichten gegen halb neun Dallenwil. Eigentlich hatte ich gehofft noch eine Strasse bis 1100m hochfahren zu können, in der Hoffnung, dass wir die Bahn nach Niederrickenbach nicht nehmen mussten. Aber nach ungefähr 50m kam natürlich ein Privatstraßenschild. Also nahmen wir doch die Bahn. Von Niederrickenbach ging es dann erst einmal ganz gemütlich zum Alpboden. Von dort an begann dann der Schlitter-Teil. Durch den ganzen Regen in der letzten Woche war der Boden sehr matschig und nun ging es über die Wiese einer Skipiste hinauf. Die ganze Zeit ging es darum möglichst nicht mit dem Gesicht zuerst im Schlamm zu landen.
Aber so schafften wir es tatsächlich hinauf zum Haldigrat und kamen so dem Schnee immer näher. Inzwischen hatte uns auch die Sonne eingeholt und bei einer kurzen Pause in der Sonne war es richtig schön warm.
Über den Grat zum Gipfel, ging es dann mit dem Schlamm und da wir auf der Südseite liefen gab es auch nicht wirklich Schnee. Als wir den Gipfel erreichten, hatten wir diesen zwar nicht ganz für uns, es war noch ein andere da, aber natürlich kein Vergleich zu dem Pilatus-Gipfelerlebnis vom letzten Wochenende.
So genossen wir eine fantastische Aussicht auf schneebedeckte Gipfel Richtung Süden bevor wir uns an den Abstieg machten und nun selbst das Vergnügen von Schnee genießen durften. An den Stellen wo der Wind den Schnee zusammen geblasen hatte, war er dann sogar schon knöcheltief. Als der Schnee weniger wurde hatten wir leider entweder eisglatten Boden oder eben wieder den allseits beliebten Schlamm. Also schlitterten wir Richtung Brisenhaus mit jeder Menge Ausholbewegungen um das Gleichgewicht zu halten. Hat leider nicht 100%ig funktioniert. Nach einem leckern Apfelkuchen am Brisenhaus machten wir uns auf zum letzten Stück, zurück in den bunten Herbstwald, nach Niederrickenbach zur Bahn.Eine nette Tour und da ich weiß, dass der Brisen auch gut zum Skitourengehen taugt, dauert es bestimmt nicht lange bis ich ihn wieder sehen werde.
(Fotos vom Korbinian werden nachgereicht wenn ich sie hab!)
Diesmal kam auch Korbinian mit (Tiermedizin, München), aber es sollte in eine ähnliche Richtung gehen, nämlich auf den Brisen. Dieser liegt südlich des Vierwaldstätter Sees und versprach einen fantastischen Blick auf den Titlis.
Also starteten wir früh genug in Zürich um nicht in dem allgemeinen „Alle-wollen-aus-der Stadt“-Verkehr zu stecken und erreichten gegen halb neun Dallenwil. Eigentlich hatte ich gehofft noch eine Strasse bis 1100m hochfahren zu können, in der Hoffnung, dass wir die Bahn nach Niederrickenbach nicht nehmen mussten. Aber nach ungefähr 50m kam natürlich ein Privatstraßenschild. Also nahmen wir doch die Bahn. Von Niederrickenbach ging es dann erst einmal ganz gemütlich zum Alpboden. Von dort an begann dann der Schlitter-Teil. Durch den ganzen Regen in der letzten Woche war der Boden sehr matschig und nun ging es über die Wiese einer Skipiste hinauf. Die ganze Zeit ging es darum möglichst nicht mit dem Gesicht zuerst im Schlamm zu landen.
Aber so schafften wir es tatsächlich hinauf zum Haldigrat und kamen so dem Schnee immer näher. Inzwischen hatte uns auch die Sonne eingeholt und bei einer kurzen Pause in der Sonne war es richtig schön warm.
Über den Grat zum Gipfel, ging es dann mit dem Schlamm und da wir auf der Südseite liefen gab es auch nicht wirklich Schnee. Als wir den Gipfel erreichten, hatten wir diesen zwar nicht ganz für uns, es war noch ein andere da, aber natürlich kein Vergleich zu dem Pilatus-Gipfelerlebnis vom letzten Wochenende.
So genossen wir eine fantastische Aussicht auf schneebedeckte Gipfel Richtung Süden bevor wir uns an den Abstieg machten und nun selbst das Vergnügen von Schnee genießen durften. An den Stellen wo der Wind den Schnee zusammen geblasen hatte, war er dann sogar schon knöcheltief. Als der Schnee weniger wurde hatten wir leider entweder eisglatten Boden oder eben wieder den allseits beliebten Schlamm. Also schlitterten wir Richtung Brisenhaus mit jeder Menge Ausholbewegungen um das Gleichgewicht zu halten. Hat leider nicht 100%ig funktioniert. Nach einem leckern Apfelkuchen am Brisenhaus machten wir uns auf zum letzten Stück, zurück in den bunten Herbstwald, nach Niederrickenbach zur Bahn.Eine nette Tour und da ich weiß, dass der Brisen auch gut zum Skitourengehen taugt, dauert es bestimmt nicht lange bis ich ihn wieder sehen werde.
(Fotos vom Korbinian werden nachgereicht wenn ich sie hab!)
- Wandervorschläge für die Region
- Schweizer Landeskarte 1171, Beckenried, 1:25000
Montag, 13. Oktober 2008
Nur wo man zu Fuß war - Teil II
Auch ich bin Besitzer dieses T-Shirts und kann nach diesem Wochenende ein Lied davon singen. Falls Ihr weiterlest, dürft Ihr mitsingen:
Nachdem ich mich nun Münchnerin schimpfen darf, musste ich doch gleich am ersten schönen Wochenende mal ausprobieren wie das hier so wirklich mit den Bergen ist. So bin ich am Sonntag alleine Richtung Walchensee losgezogen. Bekannt als eine, die gerne früh in die Berge geht, blieb mir diesmal nichts anderes übrig, als um 8.15 vor der Haustür zu starten, Sonntags fährt kein früherer Bus zum Walchensee. So war ich um 10 Uhr dort – mit gefühlten 10000 anderen Leuten. Der Bus zum Walchensee war so überfüllt, dass kein cm mehr Platz war und ca. 20 Leute draußen bleiben mussten. Ich habe glücklicherweise einen der letzten Plätze ergattert. Ich wollte auf den Herzogstand, wie einige andere auch, jedoch zu Fuß und in einem anderen Tempo. Der Weg führt von der Herzogstandbahn sehr schön durch Laubwald, später Nadelwald in kleinen Serpentinen nach oben. Eigentlich ein perfekter Wanderweg, bei dem man Geschwindigkeitsrekorde aufstellen kann. Daran war nicht zu denken. Nach einer guten Stunde war ich am Herzogstandhaus – so viele dumme Kommentare und Blicke habe ich noch nie geerntet. Aber der Massenansturm kam erst noch. Der Weg ist extra mit „nur für Geübte“ gekennzeichnet, damit nicht zu viele Liftfahrer diesen Weg nach unten nehmen. Denn was von dem Lift auf den Gipfel so alles schleicht ist schon interessant. Nach einer gemütlichen Pause mit gigantischem Alpenblick (meine Kamera ist zwar nicht geschrottet, aber batterielos und damit genauso zwecklos), ich habe wirklich einen Tag mit bester Fernsicht erwischt, zu der ich mir ein soweit wie möglich ruhiges Plätzchen gesucht habe, nahm auch ich den Gipfel in Angriff. Da nun Mittagszeit war, war die Hütte voll und der Gipfel etwas weniger begehrt. Trotzdem nahm ich von meinem ursprünglichen Plan, über den Heimgarten abzusteigen, schnell Abstand, denn auch dieser Grat war vollkommen überlaufen und auf ständiges Stehenbleiben hatte ich keine Lust. So entschied ich mich, den Fahrweg nach Urfeld im Laufschritt abzusteigen und den Tag am Walchensee ausklingen zu lassen. Dieser See ist einfach herrlich gelegen, mit phantastischem Panorama ausgestattet und mit etwas weniger Leuten und Verkehr ein richtig lauschiges Plätzchen. Außerdem kann ich vermerken, dass es von München aus also möglich ist, mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Berge zu kommen – auch wenn ich das nächste Mal direkt von Kochel aufsteigen werde, um früher starten zu können :-)
Nachdem ich mich nun Münchnerin schimpfen darf, musste ich doch gleich am ersten schönen Wochenende mal ausprobieren wie das hier so wirklich mit den Bergen ist. So bin ich am Sonntag alleine Richtung Walchensee losgezogen. Bekannt als eine, die gerne früh in die Berge geht, blieb mir diesmal nichts anderes übrig, als um 8.15 vor der Haustür zu starten, Sonntags fährt kein früherer Bus zum Walchensee. So war ich um 10 Uhr dort – mit gefühlten 10000 anderen Leuten. Der Bus zum Walchensee war so überfüllt, dass kein cm mehr Platz war und ca. 20 Leute draußen bleiben mussten. Ich habe glücklicherweise einen der letzten Plätze ergattert. Ich wollte auf den Herzogstand, wie einige andere auch, jedoch zu Fuß und in einem anderen Tempo. Der Weg führt von der Herzogstandbahn sehr schön durch Laubwald, später Nadelwald in kleinen Serpentinen nach oben. Eigentlich ein perfekter Wanderweg, bei dem man Geschwindigkeitsrekorde aufstellen kann. Daran war nicht zu denken. Nach einer guten Stunde war ich am Herzogstandhaus – so viele dumme Kommentare und Blicke habe ich noch nie geerntet. Aber der Massenansturm kam erst noch. Der Weg ist extra mit „nur für Geübte“ gekennzeichnet, damit nicht zu viele Liftfahrer diesen Weg nach unten nehmen. Denn was von dem Lift auf den Gipfel so alles schleicht ist schon interessant. Nach einer gemütlichen Pause mit gigantischem Alpenblick (meine Kamera ist zwar nicht geschrottet, aber batterielos und damit genauso zwecklos), ich habe wirklich einen Tag mit bester Fernsicht erwischt, zu der ich mir ein soweit wie möglich ruhiges Plätzchen gesucht habe, nahm auch ich den Gipfel in Angriff. Da nun Mittagszeit war, war die Hütte voll und der Gipfel etwas weniger begehrt. Trotzdem nahm ich von meinem ursprünglichen Plan, über den Heimgarten abzusteigen, schnell Abstand, denn auch dieser Grat war vollkommen überlaufen und auf ständiges Stehenbleiben hatte ich keine Lust. So entschied ich mich, den Fahrweg nach Urfeld im Laufschritt abzusteigen und den Tag am Walchensee ausklingen zu lassen. Dieser See ist einfach herrlich gelegen, mit phantastischem Panorama ausgestattet und mit etwas weniger Leuten und Verkehr ein richtig lauschiges Plätzchen. Außerdem kann ich vermerken, dass es von München aus also möglich ist, mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Berge zu kommen – auch wenn ich das nächste Mal direkt von Kochel aufsteigen werde, um früher starten zu können :-)
- Herzogstand 1731 m
- Anreise: München - Tutzing (RE) - Kochel (RB) - Walchensee (Bus, RVO 9608)
- Karte: "Karwendel" UK50-51 Landesamt für Vermessung Bayern
Nur wo man zu Fuß war, war man wirklich!!!
Eigentlich wollten wir am Samstag mit ein paar Leuten auf den Pilatus. Die anderen haben leider alle kurzfristig schlapp gemacht. Aber damit ich endlich mal wieder in die Berge komme, bin ich alleine losgezogen.
Von Zürich aus bin ich also morgens mit dem Zug nach Hergiswil gefahren. Während der Zug nach Hergiswil fuhr, schlürfte ich einen Kaffee und wurde immer wacher. Leider wurde das Wetter um mich rum immer mehr so, als hätte ich im Bett bleiben sollen. Um mich rum wurden die Wolken immer dichter und hingen ziemlich tief. Aber es war wirklich gutes Wetter vorhergesagt gewesen und so hatte ich Hoffnung, dass es noch besser werden würde.
Hinter Hergiswil (436m) ging es gleich recht steil über Wiesen hinauf. Dabei lag die Wegwahl zeitweise mehr in der Entscheidung des Wanderers als des Wegauszeichners. Zwischenzeitlich ging es dann auch über Kuhwiesen. Hallo, es gibt aber ganz schön miese Kühe. Da war so ne dicke, die wollte einfach nicht aus dem Weg und hat dann auch noch immer so böse gemuht. Aber ich war mutig und hab es an ihr vorbeigeschafft.
Langsam wurde der Nebel über mir auch immer lichter und so kam ich bei Hinter Rengg durch die Wolken durch. Und spätestens nach dem ich den Renggpass hinter mir hat, konnte ich durch die Wolken immer wieder unglaubliche Aussichten genießen. Schneebedeckte Gipfel die aus sonnenbestrahlten Wolken auftauchten. (Zu meinem Bedauern und jedem der das hier liest, hab ich letztes Wochenende meine Kamera geschrottet.)
Weiter ging es dann über den Grat Richtung Chrummhorn (1254m), teilweise recht steil. Durch das ganze Herbstlaub, dass kommt noch zu diesem Bild, Nebel, über den Wolken , strahlender Sonnenschein, schneebedeckte Berggipfel, dazu – traumhaft bunter Herbstwald, konnte man teilweise kaum noch den Weg ausmachen. Dieser war zu allem Überfluss noch recht schmal, aber immer hoch war nie so verkehrt.
Bei Obersteigli kam ich dann aus dem Wald heraus, und lief auf die Bahnschienen zu, die all die Touristen auf diesen netten Gipfel transportiert.
An den Steinplatten waren einige beim Klettern. Auch die Wanderer, die bis hier praktisch nicht vorhanden waren, wurden nun schlagartig mehr. Ich stapfte fröhlich an allen vorbei. Bis hier war es auch eine wirklich schöne Tour, wäre da nicht der Gipfel gewesen. Ok - vielleicht ist ein strahlender Samstag nicht gerade der perfekte Tag, um einen so wunderbar erschlossenen Stöckelschuh-Gipfel in den Schweizer Alpen zu besteigen. Aber für alle die es nicht glauben, ich muss zurzeit tatsächlich ein bissel was für die Uni tun.
So ließ ich also die Mittagspause ziemlich kurz ausfallen und machte mich auf den Rückweg. Nachdem ich über die Südseite aufgestiegen war, wollte ich nun über die Nordseite wieder zurück nach Hergiswil. Der Weg will aber erstmal gefunden werden, schließlich kann man bei all den Stöckelschuhtouristen nicht einfach einen unasphaltierten Wanderweg in die Wildnis der Schweizer Berge ausschildern. Schließlich fand ich ihn aber und konnte mich auf den Weg nach unten machen. Auf dieser Seite ist der Wanderweg doch um einiges besser ausgebaut als das Stück zwischen Renggpass und Obersteigli. Dafür ist es aber auch der bei weitem häufiger begangene Weg. Die Entscheidung über die Südseite Aufzusteigen war also goldrichtig gewesen.
Nach 1600hm hoch und genauso viel auch wieder runter spürte ich meine Füße doch, also sie taten sauweh. Also ließ ich den Tag unten am See ausklingen und stopfte mich mit Nussgipferl voll. Mhh die Schweiz hat halt schon ihre Vorteile, noch schöner wäre es natürlich, wäre der Gipfel einsam gewesen.
Von Zürich aus bin ich also morgens mit dem Zug nach Hergiswil gefahren. Während der Zug nach Hergiswil fuhr, schlürfte ich einen Kaffee und wurde immer wacher. Leider wurde das Wetter um mich rum immer mehr so, als hätte ich im Bett bleiben sollen. Um mich rum wurden die Wolken immer dichter und hingen ziemlich tief. Aber es war wirklich gutes Wetter vorhergesagt gewesen und so hatte ich Hoffnung, dass es noch besser werden würde.
Hinter Hergiswil (436m) ging es gleich recht steil über Wiesen hinauf. Dabei lag die Wegwahl zeitweise mehr in der Entscheidung des Wanderers als des Wegauszeichners. Zwischenzeitlich ging es dann auch über Kuhwiesen. Hallo, es gibt aber ganz schön miese Kühe. Da war so ne dicke, die wollte einfach nicht aus dem Weg und hat dann auch noch immer so böse gemuht. Aber ich war mutig und hab es an ihr vorbeigeschafft.
Langsam wurde der Nebel über mir auch immer lichter und so kam ich bei Hinter Rengg durch die Wolken durch. Und spätestens nach dem ich den Renggpass hinter mir hat, konnte ich durch die Wolken immer wieder unglaubliche Aussichten genießen. Schneebedeckte Gipfel die aus sonnenbestrahlten Wolken auftauchten. (Zu meinem Bedauern und jedem der das hier liest, hab ich letztes Wochenende meine Kamera geschrottet.)
Weiter ging es dann über den Grat Richtung Chrummhorn (1254m), teilweise recht steil. Durch das ganze Herbstlaub, dass kommt noch zu diesem Bild, Nebel, über den Wolken , strahlender Sonnenschein, schneebedeckte Berggipfel, dazu – traumhaft bunter Herbstwald, konnte man teilweise kaum noch den Weg ausmachen. Dieser war zu allem Überfluss noch recht schmal, aber immer hoch war nie so verkehrt.
Bei Obersteigli kam ich dann aus dem Wald heraus, und lief auf die Bahnschienen zu, die all die Touristen auf diesen netten Gipfel transportiert.
An den Steinplatten waren einige beim Klettern. Auch die Wanderer, die bis hier praktisch nicht vorhanden waren, wurden nun schlagartig mehr. Ich stapfte fröhlich an allen vorbei. Bis hier war es auch eine wirklich schöne Tour, wäre da nicht der Gipfel gewesen. Ok - vielleicht ist ein strahlender Samstag nicht gerade der perfekte Tag, um einen so wunderbar erschlossenen Stöckelschuh-Gipfel in den Schweizer Alpen zu besteigen. Aber für alle die es nicht glauben, ich muss zurzeit tatsächlich ein bissel was für die Uni tun.
So ließ ich also die Mittagspause ziemlich kurz ausfallen und machte mich auf den Rückweg. Nachdem ich über die Südseite aufgestiegen war, wollte ich nun über die Nordseite wieder zurück nach Hergiswil. Der Weg will aber erstmal gefunden werden, schließlich kann man bei all den Stöckelschuhtouristen nicht einfach einen unasphaltierten Wanderweg in die Wildnis der Schweizer Berge ausschildern. Schließlich fand ich ihn aber und konnte mich auf den Weg nach unten machen. Auf dieser Seite ist der Wanderweg doch um einiges besser ausgebaut als das Stück zwischen Renggpass und Obersteigli. Dafür ist es aber auch der bei weitem häufiger begangene Weg. Die Entscheidung über die Südseite Aufzusteigen war also goldrichtig gewesen.
Nach 1600hm hoch und genauso viel auch wieder runter spürte ich meine Füße doch, also sie taten sauweh. Also ließ ich den Tag unten am See ausklingen und stopfte mich mit Nussgipferl voll. Mhh die Schweiz hat halt schon ihre Vorteile, noch schöner wäre es natürlich, wäre der Gipfel einsam gewesen.
Sonntag, 21. September 2008
Grosser Mythen
Nach dem die Erasmusstudenten am Freitagabend mit einer Party willkommen geheißen wurden, war klar, dass ich trotz guten Wetters für Samstag keine Riesentour planen konnte. Zudem würde ich alleine losziehen und hatte keine Lust sonderlich lange zu fahren. So entschied ich mich, nach einigem hin und her nach Brunni im Alpthal zu fahren um auf den Gr. Mythen zu gehen. Die Tour war mit 2 ½ Stunden angegeben, also nicht zu lang wenn man nur den Nachmittag hat.
So startete ich um 11 Uhr in Zürich, nachdem ich noch einmal umgekehrt war um meine vergessene Kamera zu holen, bei strahlend blauem Himmel. Ich war wohl nicht die einzige die diesen wunderschönen Tag nutzen wollte und so ging es erst einmal mit Stopp&Go bis zur Autobahn. In Einsiedeln machte ich noch einen kurzen Zwischenstopp um im Touristenbüro eine Wanderkarte zu erstehen und fuhr dann weiter zur Talstation in Brunni.
Dort startete ich dann Richtung Gr. Mythen, der in dicken Wolken hing. Aber ein bisschen Bewegung würde nicht schaden. Da es gestern Abend recht spät geworden war, wollte ich auch eigentlich nur ganz gemütlich hoch laufen. Aber ich lasse mich halt so unglaublich ungern überholen und so wurde es mit jedem Schritt ein bisschen schneller. Dementsprechend erreichte ich dann auch die Holzegg, die Bergstation des Liftes den viele hier hoch nehmen, nach 30min statt der angegebenen Stunde.
Danach führt der Weg dann einen recht steilen Hang in vielen Serpentinen hinauf. Ein Schild warnt, man solle doch anständige Schuhe tragen, nicht rennen und seine Kinder anseilen.
Auf diesem Stück überholte ich dann immer mehr Leute, auch solche die ihre Kinder eben angeseilt hatten. Aber wie? – Was für eine Katastrophe! Es bringt weder etwas, wenn man seinem Kind einen Strick um den Bauch bindet, noch wenn man es hinten durch eine Gürtellasche zieht. Und bestimmt ist keiner dieser Väter in der Lage ein 30kg Kind vom Sturz abzuhalten, wenn sie den Strick einmal um die Handgewickelt haben.
Naja, ich hab Scheuklappen aufgesetzt, um mir das nicht anschauen zu müssen und bin weiter durch den Nebel nach oben. Nach 1 Stunde 15 min stand ich dann auch schon auf dem Gipfel. Über mir war teilweise blauer Himmel zu sehen, aber die tolle Aussicht die man von diesem freistehenden Berg Richtung Schwyz und Vierwaldstätter See haben müsste, konnte ich leider nicht bestaunen.
So machte ich mich ziemlich bald wieder auf den Weg nach unten, diesmal nicht über den direkten Weg sondern über Zwüschet Mythen. Aber das Wetter wurde nicht wirklich besser und so hatte ich keine Lust mehr Richtung Kl. Mythen zu gehen.
Eine Tour die sich bestimmt lohnt zu wiederholen, wenn schönes Wetter ist, zum Beispiel wenn Besuch kommt, dem man die Gegend zeigen soll.
So startete ich um 11 Uhr in Zürich, nachdem ich noch einmal umgekehrt war um meine vergessene Kamera zu holen, bei strahlend blauem Himmel. Ich war wohl nicht die einzige die diesen wunderschönen Tag nutzen wollte und so ging es erst einmal mit Stopp&Go bis zur Autobahn. In Einsiedeln machte ich noch einen kurzen Zwischenstopp um im Touristenbüro eine Wanderkarte zu erstehen und fuhr dann weiter zur Talstation in Brunni.
Dort startete ich dann Richtung Gr. Mythen, der in dicken Wolken hing. Aber ein bisschen Bewegung würde nicht schaden. Da es gestern Abend recht spät geworden war, wollte ich auch eigentlich nur ganz gemütlich hoch laufen. Aber ich lasse mich halt so unglaublich ungern überholen und so wurde es mit jedem Schritt ein bisschen schneller. Dementsprechend erreichte ich dann auch die Holzegg, die Bergstation des Liftes den viele hier hoch nehmen, nach 30min statt der angegebenen Stunde.
Danach führt der Weg dann einen recht steilen Hang in vielen Serpentinen hinauf. Ein Schild warnt, man solle doch anständige Schuhe tragen, nicht rennen und seine Kinder anseilen.Auf diesem Stück überholte ich dann immer mehr Leute, auch solche die ihre Kinder eben angeseilt hatten. Aber wie? – Was für eine Katastrophe! Es bringt weder etwas, wenn man seinem Kind einen Strick um den Bauch bindet, noch wenn man es hinten durch eine Gürtellasche zieht. Und bestimmt ist keiner dieser Väter in der Lage ein 30kg Kind vom Sturz abzuhalten, wenn sie den Strick einmal um die Handgewickelt haben.

Naja, ich hab Scheuklappen aufgesetzt, um mir das nicht anschauen zu müssen und bin weiter durch den Nebel nach oben. Nach 1 Stunde 15 min stand ich dann auch schon auf dem Gipfel. Über mir war teilweise blauer Himmel zu sehen, aber die tolle Aussicht die man von diesem freistehenden Berg Richtung Schwyz und Vierwaldstätter See haben müsste, konnte ich leider nicht bestaunen.
So machte ich mich ziemlich bald wieder auf den Weg nach unten, diesmal nicht über den direkten Weg sondern über Zwüschet Mythen. Aber das Wetter wurde nicht wirklich besser und so hatte ich keine Lust mehr Richtung Kl. Mythen zu gehen.Eine Tour die sich bestimmt lohnt zu wiederholen, wenn schönes Wetter ist, zum Beispiel wenn Besuch kommt, dem man die Gegend zeigen soll.
Freitag, 12. September 2008
Rund um den Zürisee
Nun endgültig in Zürich angekommen, habe ich gerade noch ein paar Tage deren Zeit totschlagen werden muss. Und wenn man sich so in Zürich umschaut, dann fällt einem natürlich zunächst der See auf. Und was kann man mit so einem See machen? - Drin schwimmen, hab ich heute erledigt. – Aber vor allem lässt sich so ein See doch ganz wunderbar umradeln. Dass hatte ich mir dann auch für gestern vorgenommen. Immerhin klang der Wetterbericht noch ganz nett. Der Plan war, den Schweizer Velorouten jeweils ein Stück zu folgen.
Zunächst radelte ich also erstmal von Oerlikon zum Hauptbahnhof. Auf dem ersten Bergabstück bremste mich dann auch direkt ein Müllauto ziemlich bedingungslos aus. Das Gefühl, auf so einen Müllschlucker zuzusausen, ist doch eher merkwürdig, aber dank vernünftiger Bremsen schaffte ich es noch rechtzeitig zum stehen zu kommen.
Am Bahnhof angekommen galt es dann zunächst die Radroute Nr. 32 zu finden. Finden ging ja noch, ihr in den Straßengewühl durch Zürich zu folgen, stellte sich dabei durchaus als etwas komplizierter heraus. Aber da ich seit kurzem stolzer Besitzer einer Singletrailmap Zürich bin, konnte ich mich ein wenig orientieren und fand dann doch den Weg unter der A3. Jeder, der diese Autobahn schon mal gefahren ist, weiß ja, dass sie auf Stelzen steht. Hat sich schon mal jemand überlegt was da drunter ist? – Die haben einfach die Autobahn über den Flusslauf der Sihl gebaut!
Mir war ja schon klar das Route 32 nicht am See entlang geht, aber ich hatte gedacht, ich könnte den See, von den Hügeln über die ich biken durfte/musste, sehen. Aber nix da, bis auf ein weit entferntes Wasserfleckchen, dass man zwischenzeitlich sehen konnte, war da nicht viel. Immerhin war der Weg hier noch ganz nett und ging immer wieder über Felder. Irgendwann erreichte ich dann Kirchberg. (Nicht an der Jagst, aber auch sehr nett.)
Bald darauf hörte der Radelspaß dann echt auf, nicht nur, dass ich nichts vom See sah, zu allem Überfluss führte der Weg jetzt auch noch an der Autobahn entlang. Nachdem das so vielleicht ne halbe Stunde ging (gefühlt Stunden) beschloss ich, nicht länger der Radroute 32 zu folgen. Also radelte ich runter zum See und es ging erstmal ü
berraschend viel bergab, war wohl doch schon einiges hochgeradelt. Gelandet bin ich dann in Horgan und es sah auch so aus, als wäre da am See ein wirklich ein nettes Wegchen, dafür musste ich aber erstmal über die Schienen. Da waren halt gerade die Schranken unten, aber der Zug kam dann auch ziemlich bald – nur die Schranken gingen nicht hoch. Ah ja in der Schweiz wartet man gleich auf den nächsten Zug. Nach dem Zweiten gingen sie dann auch tatsächlich direkt hoch.
Entlang ging es dann meist am Wasser, rechts von mir die Schienen, die haben hier echt den besten Platz, vorbei an der Halbinsel Au. Kurz drauf war mein wunderschöner Wanderweg
leider wegen Bauarbeiten gesperrt. Also hieß es wieder über die Schienen, da war natürlich die Schranke gerade wieder unten. Zug eins kam, die Schranken gingen nicht hoch. Schon klar, das ist hier halt so, das kenn ich ja schon. Zug zwei kam, die Schranke ging nicht hoch. Ne ist klar, jetzt warten wir auf Zug Nummer drei, der aber nicht lange auf sich warten ließ. Zug drei kam, die Schranke ging nicht hoch. Wollen die mich eigentlich verarschen. Bis Zug vier kam dauerte es dann wirklich ein Weilchen. Aber… Zug vier kam, die Schranke ging nicht hoch. Auf der anderen Seite stand auch eine Frau mit Fahrrad, die in schallendes Gelächter ausbrach was doch irgendwie ein bisschen verzweifelt klang. Aber … hier braucht man eben ein bissel Geduld und die Schrank hebt sich somit nach Zug vier doch noch.
Jetzt war das mit den schönen Wegen am See leider rum und ich durfte wenig begeistert der Landstraße 3 folgen. Aber zunächst kam natürlich auch hier erstmal noch ne Bahnschranke. Schockierenderweise kam da aber nur eine Lock ohne Zuganhang und vor allem auch kein Zweiter. Mhh, sehr unberuhigend. Mit einer kleinen Snickerspause in Wädenswil radelte ich dann also auf der B3 weiter, meine Stimmung sank minütlich und das Wetter konnte mit dicken Wolken auch überhaupt nicht für bessere Stimmung sorgen.
Aber sehr krass, was sich die Leute hier so am Zürisee für Häuser hinsetzten. Also wenn sie nicht wissen wie sie ihr Geld ausgeben soll, ich kann da schon helfen. Teilweise aber wirklich sehr schön gemacht, vor allem moderne Anbauten an alte Häuser die ganz wunderbar zusammen passen.
In Pfäffikon traf ich dann wieder auf die 32, leider führte auch die erstmal weiter an der B3 entlang. In Lachen, sehr netter Hafen, hatte ich dann noch einmal Seekontakt, bevor es, endlich wieder auf Feldwegen Richtung Wangen weiterging, bis ich auf die Veloroute 76 stieß. Hier ließ sich auch die Sonne durch ein paar Wolkenfezen blicken. Man durfte sich eben nur nicht rumdrehen, da sah es weniger gut aus.
Weiter ging es mit Route 76 Richtung Tuggen und Uznach. Dabei ging es am Schloss Grynau vorbei. Hier gab es ein Mountainbikeschild für die Rundtour Solenberg. Leider kann ich dazu überhaupt nichts finden, würde mich also über Tipps freuen.
Nach dem ich in Schmerikon wieder an den See gelangte, blieb mir nichts mehr übrig als dem dunklen Himmel entgegenzusehen. Fünf Minuten später, auf Route Nr. 9, fing es dann auch an zu regnen. Nachdem Kamera und Handy im Rucksack verstaut ware
n, ging es weiter nach
Rapperswil. Ein Ort den man durchaus mit ein bisschen mehr Zeit noch mal erkunden könnte. Eigentlich hatte ich hier eine Pause machen wollen und was trinken, aber die Läden am Ufer sahen alle so aus, dass ich mich verschwitzt nicht reingetraut habe. Also ging es weiter, so dass meine Pause ein wenig später, als der Regen gerade wieder mehr wurde, an einem Bahnhof, regengeschützt mit Seeblick stattfand. Nun konnte man in der Ferne auch schon die klare Wolkengrenze und die dahinter folgende Sonne sehen. 
Seit Rapperswil war ich auf der Veloroute 66 unterwegs, die mich nun bis Zürich führte. Hier ging es durch nette Siedlungen, wieder mit Häusern deren Bewohner zu viel Geld haben, durch Weinberge hindurch. Mhh und da hingen so viele lecker Trauben dran. Aber das Beste, man hatte fast immer Seeblick. So hatte ich mir das vorgestellt. Die Sonne die nun strahlte, half noch zusätzlich meine Stimmung zu heben. Leider war ich nun schon echt lange unterwegs, ich hab keinen Tacho, aber insgesamt waren es bestimmt 120km, so dass meine Beine allmählich doch eher ziemlich matschig wu
rden. Irgendwann erreichte ich dann auch das Ortsschild Zürich, leider ist man mit dem Ortsschild Zürich ja noch so gar nicht zu Hause. Nach einem letzten Seeblick hieß es dann also den Berg hoch, zurück nach Oerlikon. Der Hügel wird mir noch jede menge Freude bereiten mit dem Unirad wie ich heute schon erfahren durfte.
Fazit: Veloroute 66 kann man gerne noch mal machen, in die Nähe der Route 32 komm ich nie wieder. Und sonst, ist abgehackt, muss aber nicht wiederholt werden.
Zunächst radelte ich also erstmal von Oerlikon zum Hauptbahnhof. Auf dem ersten Bergabstück bremste mich dann auch direkt ein Müllauto ziemlich bedingungslos aus. Das Gefühl, auf so einen Müllschlucker zuzusausen, ist doch eher merkwürdig, aber dank vernünftiger Bremsen schaffte ich es noch rechtzeitig zum stehen zu kommen.
Am Bahnhof angekommen galt es dann zunächst die Radroute Nr. 32 zu finden. Finden ging ja noch, ihr in den Straßengewühl durch Zürich zu folgen, stellte sich dabei durchaus als etwas komplizierter heraus. Aber da ich seit kurzem stolzer Besitzer einer Singletrailmap Zürich bin, konnte ich mich ein wenig orientieren und fand dann doch den Weg unter der A3. Jeder, der diese Autobahn schon mal gefahren ist, weiß ja, dass sie auf Stelzen steht. Hat sich schon mal jemand überlegt was da drunter ist? – Die haben einfach die Autobahn über den Flusslauf der Sihl gebaut!
Mir war ja schon klar das Route 32 nicht am See entlang geht, aber ich hatte gedacht, ich könnte den See, von den Hügeln über die ich biken durfte/musste, sehen. Aber nix da, bis auf ein weit entferntes Wasserfleckchen, dass man zwischenzeitlich sehen konnte, war da nicht viel. Immerhin war der Weg hier noch ganz nett und ging immer wieder über Felder. Irgendwann erreichte ich dann Kirchberg. (Nicht an der Jagst, aber auch sehr nett.)Bald darauf hörte der Radelspaß dann echt auf, nicht nur, dass ich nichts vom See sah, zu allem Überfluss führte der Weg jetzt auch noch an der Autobahn entlang. Nachdem das so vielleicht ne halbe Stunde ging (gefühlt Stunden) beschloss ich, nicht länger der Radroute 32 zu folgen. Also radelte ich runter zum See und es ging erstmal ü
berraschend viel bergab, war wohl doch schon einiges hochgeradelt. Gelandet bin ich dann in Horgan und es sah auch so aus, als wäre da am See ein wirklich ein nettes Wegchen, dafür musste ich aber erstmal über die Schienen. Da waren halt gerade die Schranken unten, aber der Zug kam dann auch ziemlich bald – nur die Schranken gingen nicht hoch. Ah ja in der Schweiz wartet man gleich auf den nächsten Zug. Nach dem Zweiten gingen sie dann auch tatsächlich direkt hoch.Entlang ging es dann meist am Wasser, rechts von mir die Schienen, die haben hier echt den besten Platz, vorbei an der Halbinsel Au. Kurz drauf war mein wunderschöner Wanderweg
leider wegen Bauarbeiten gesperrt. Also hieß es wieder über die Schienen, da war natürlich die Schranke gerade wieder unten. Zug eins kam, die Schranken gingen nicht hoch. Schon klar, das ist hier halt so, das kenn ich ja schon. Zug zwei kam, die Schranke ging nicht hoch. Ne ist klar, jetzt warten wir auf Zug Nummer drei, der aber nicht lange auf sich warten ließ. Zug drei kam, die Schranke ging nicht hoch. Wollen die mich eigentlich verarschen. Bis Zug vier kam dauerte es dann wirklich ein Weilchen. Aber… Zug vier kam, die Schranke ging nicht hoch. Auf der anderen Seite stand auch eine Frau mit Fahrrad, die in schallendes Gelächter ausbrach was doch irgendwie ein bisschen verzweifelt klang. Aber … hier braucht man eben ein bissel Geduld und die Schrank hebt sich somit nach Zug vier doch noch.Jetzt war das mit den schönen Wegen am See leider rum und ich durfte wenig begeistert der Landstraße 3 folgen. Aber zunächst kam natürlich auch hier erstmal noch ne Bahnschranke. Schockierenderweise kam da aber nur eine Lock ohne Zuganhang und vor allem auch kein Zweiter. Mhh, sehr unberuhigend. Mit einer kleinen Snickerspause in Wädenswil radelte ich dann also auf der B3 weiter, meine Stimmung sank minütlich und das Wetter konnte mit dicken Wolken auch überhaupt nicht für bessere Stimmung sorgen.
Aber sehr krass, was sich die Leute hier so am Zürisee für Häuser hinsetzten. Also wenn sie nicht wissen wie sie ihr Geld ausgeben soll, ich kann da schon helfen. Teilweise aber wirklich sehr schön gemacht, vor allem moderne Anbauten an alte Häuser die ganz wunderbar zusammen passen.
In Pfäffikon traf ich dann wieder auf die 32, leider führte auch die erstmal weiter an der B3 entlang. In Lachen, sehr netter Hafen, hatte ich dann noch einmal Seekontakt, bevor es, endlich wieder auf Feldwegen Richtung Wangen weiterging, bis ich auf die Veloroute 76 stieß. Hier ließ sich auch die Sonne durch ein paar Wolkenfezen blicken. Man durfte sich eben nur nicht rumdrehen, da sah es weniger gut aus.
Weiter ging es mit Route 76 Richtung Tuggen und Uznach. Dabei ging es am Schloss Grynau vorbei. Hier gab es ein Mountainbikeschild für die Rundtour Solenberg. Leider kann ich dazu überhaupt nichts finden, würde mich also über Tipps freuen.
Nach dem ich in Schmerikon wieder an den See gelangte, blieb mir nichts mehr übrig als dem dunklen Himmel entgegenzusehen. Fünf Minuten später, auf Route Nr. 9, fing es dann auch an zu regnen. Nachdem Kamera und Handy im Rucksack verstaut ware
n, ging es weiter nach
Rapperswil. Ein Ort den man durchaus mit ein bisschen mehr Zeit noch mal erkunden könnte. Eigentlich hatte ich hier eine Pause machen wollen und was trinken, aber die Läden am Ufer sahen alle so aus, dass ich mich verschwitzt nicht reingetraut habe. Also ging es weiter, so dass meine Pause ein wenig später, als der Regen gerade wieder mehr wurde, an einem Bahnhof, regengeschützt mit Seeblick stattfand. Nun konnte man in der Ferne auch schon die klare Wolkengrenze und die dahinter folgende Sonne sehen. 
Seit Rapperswil war ich auf der Veloroute 66 unterwegs, die mich nun bis Zürich führte. Hier ging es durch nette Siedlungen, wieder mit Häusern deren Bewohner zu viel Geld haben, durch Weinberge hindurch. Mhh und da hingen so viele lecker Trauben dran. Aber das Beste, man hatte fast immer Seeblick. So hatte ich mir das vorgestellt. Die Sonne die nun strahlte, half noch zusätzlich meine Stimmung zu heben. Leider war ich nun schon echt lange unterwegs, ich hab keinen Tacho, aber insgesamt waren es bestimmt 120km, so dass meine Beine allmählich doch eher ziemlich matschig wu
rden. Irgendwann erreichte ich dann auch das Ortsschild Zürich, leider ist man mit dem Ortsschild Zürich ja noch so gar nicht zu Hause. Nach einem letzten Seeblick hieß es dann also den Berg hoch, zurück nach Oerlikon. Der Hügel wird mir noch jede menge Freude bereiten mit dem Unirad wie ich heute schon erfahren durfte.Fazit: Veloroute 66 kann man gerne noch mal machen, in die Nähe der Route 32 komm ich nie wieder. Und sonst, ist abgehackt, muss aber nicht wiederholt werden.
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