Freitag, 12. September 2008

Rund um den Zürisee

Nun endgültig in Zürich angekommen, habe ich gerade noch ein paar Tage deren Zeit totschlagen werden muss. Und wenn man sich so in Zürich umschaut, dann fällt einem natürlich zunächst der See auf. Und was kann man mit so einem See machen? - Drin schwimmen, hab ich heute erledigt. – Aber vor allem lässt sich so ein See doch ganz wunderbar umradeln. Dass hatte ich mir dann auch für gestern vorgenommen. Immerhin klang der Wetterbericht noch ganz nett. Der Plan war, den Schweizer Velorouten jeweils ein Stück zu folgen.
Zunächst radelte ich also erstmal von Oerlikon zum Hauptbahnhof. Auf dem ersten Bergabstück bremste mich dann auch direkt ein Müllauto ziemlich bedingungslos aus. Das Gefühl, auf so einen Müllschlucker zuzusausen, ist doch eher merkwürdig, aber dank vernünftiger Bremsen schaffte ich es noch rechtzeitig zum stehen zu kommen.
Am Bahnhof angekommen galt es dann zunächst die Radroute Nr. 32 zu finden. Finden ging ja noch, ihr in den Straßengewühl durch Zürich zu folgen, stellte sich dabei durchaus als etwas komplizierter heraus. Aber da ich seit kurzem stolzer Besitzer einer Singletrailmap Zürich bin, konnte ich mich ein wenig orientieren und fand dann doch den Weg unter der A3. Jeder, der diese Autobahn schon mal gefahren ist, weiß ja, dass sie auf Stelzen steht. Hat sich schon mal jemand überlegt was da drunter ist? – Die haben einfach die Autobahn über den Flusslauf der Sihl gebaut!
Mir war ja schon klar das Route 32 nicht am See entlang geht, aber ich hatte gedacht, ich könnte den See, von den Hügeln über die ich biken durfte/musste, sehen. Aber nix da, bis auf ein weit entferntes Wasserfleckchen, dass man zwischenzeitlich sehen konnte, war da nicht viel. Immerhin war der Weg hier noch ganz nett und ging immer wieder über Felder. Irgendwann erreichte ich dann Kirchberg. (Nicht an der Jagst, aber auch sehr nett.)
Bald darauf hörte der Radelspaß dann echt auf, nicht nur, dass ich nichts vom See sah, zu allem Überfluss führte der Weg jetzt auch noch an der Autobahn entlang. Nachdem das so vielleicht ne halbe Stunde ging (gefühlt Stunden) beschloss ich, nicht länger der Radroute 32 zu folgen. Also radelte ich runter zum See und es ging erstmal überraschend viel bergab, war wohl doch schon einiges hochgeradelt. Gelandet bin ich dann in Horgan und es sah auch so aus, als wäre da am See ein wirklich ein nettes Wegchen, dafür musste ich aber erstmal über die Schienen. Da waren halt gerade die Schranken unten, aber der Zug kam dann auch ziemlich bald – nur die Schranken gingen nicht hoch. Ah ja in der Schweiz wartet man gleich auf den nächsten Zug. Nach dem Zweiten gingen sie dann auch tatsächlich direkt hoch.
Entlang ging es dann meist am Wasser, rechts von mir die Schienen, die haben hier echt den besten Platz, vorbei an der Halbinsel Au. Kurz drauf war mein wunderschöner Wanderweg leider wegen Bauarbeiten gesperrt. Also hieß es wieder über die Schienen, da war natürlich die Schranke gerade wieder unten. Zug eins kam, die Schranken gingen nicht hoch. Schon klar, das ist hier halt so, das kenn ich ja schon. Zug zwei kam, die Schranke ging nicht hoch. Ne ist klar, jetzt warten wir auf Zug Nummer drei, der aber nicht lange auf sich warten ließ. Zug drei kam, die Schranke ging nicht hoch. Wollen die mich eigentlich verarschen. Bis Zug vier kam dauerte es dann wirklich ein Weilchen. Aber… Zug vier kam, die Schranke ging nicht hoch. Auf der anderen Seite stand auch eine Frau mit Fahrrad, die in schallendes Gelächter ausbrach was doch irgendwie ein bisschen verzweifelt klang. Aber … hier braucht man eben ein bissel Geduld und die Schrank hebt sich somit nach Zug vier doch noch.
Jetzt war das mit den schönen Wegen am See leider rum und ich durfte wenig begeistert der Landstraße 3 folgen. Aber zunächst kam natürlich auch hier erstmal noch ne Bahnschranke. Schockierenderweise kam da aber nur eine Lock ohne Zuganhang und vor allem auch kein Zweiter. Mhh, sehr unberuhigend. Mit einer kleinen Snickerspause in Wädenswil radelte ich dann also auf der B3 weiter, meine Stimmung sank minütlich und das Wetter konnte mit dicken Wolken auch überhaupt nicht für bessere Stimmung sorgen.
Aber sehr krass, was sich die Leute hier so am Zürisee für Häuser hinsetzten. Also wenn sie nicht wissen wie sie ihr Geld ausgeben soll, ich kann da schon helfen. Teilweise aber wirklich sehr schön gemacht, vor allem moderne Anbauten an alte Häuser die ganz wunderbar zusammen passen.
In Pfäffikon traf ich dann wieder auf die 32, leider führte auch die erstmal weiter an der B3 entlang. In Lachen, sehr netter Hafen, hatte ich dann noch einmal Seekontakt, bevor es, endlich wieder auf Feldwegen Richtung Wangen weiterging, bis ich auf die Veloroute 76 stieß. Hier ließ sich auch die Sonne durch ein paar Wolkenfezen blicken. Man durfte sich eben nur nicht rumdrehen, da sah es weniger gut aus.
Weiter ging es mit Route 76 Richtung Tuggen und Uznach. Dabei ging es am Schloss Grynau vorbei. Hier gab es ein Mountainbikeschild für die Rundtour Solenberg. Leider kann ich dazu überhaupt nichts finden, würde mich also über Tipps freuen.
Nach dem ich in Schmerikon wieder an den See gelangte, blieb mir nichts mehr übrig als dem dunklen Himmel entgegenzusehen. Fünf Minuten später, auf Route Nr. 9, fing es dann auch an zu regnen. Nachdem Kamera und Handy im Rucksack verstaut waren, ging es weiter nach Rapperswil. Ein Ort den man durchaus mit ein bisschen mehr Zeit noch mal erkunden könnte. Eigentlich hatte ich hier eine Pause machen wollen und was trinken, aber die Läden am Ufer sahen alle so aus, dass ich mich verschwitzt nicht reingetraut habe. Also ging es weiter, so dass meine Pause ein wenig später, als der Regen gerade wieder mehr wurde, an einem Bahnhof, regengeschützt mit Seeblick stattfand. Nun konnte man in der Ferne auch schon die klare Wolkengrenze und die dahinter folgende Sonne sehen.
Seit Rapperswil war ich auf der Veloroute 66 unterwegs, die mich nun bis Zürich führte. Hier ging es durch nette Siedlungen, wieder mit Häusern deren Bewohner zu viel Geld haben, durch Weinberge hindurch. Mhh und da hingen so viele lecker Trauben dran. Aber das Beste, man hatte fast immer Seeblick. So hatte ich mir das vorgestellt. Die Sonne die nun strahlte, half noch zusätzlich meine Stimmung zu heben. Leider war ich nun schon echt lange unterwegs, ich hab keinen Tacho, aber insgesamt waren es bestimmt 120km, so dass meine Beine allmählich doch eher ziemlich matschig wurden. Irgendwann erreichte ich dann auch das Ortsschild Zürich, leider ist man mit dem Ortsschild Zürich ja noch so gar nicht zu Hause. Nach einem letzten Seeblick hieß es dann also den Berg hoch, zurück nach Oerlikon. Der Hügel wird mir noch jede menge Freude bereiten mit dem Unirad wie ich heute schon erfahren durfte.
Fazit: Veloroute 66 kann man gerne noch mal machen, in die Nähe der Route 32 komm ich nie wieder. Und sonst, ist abgehackt, muss aber nicht wiederholt werden.

Donnerstag, 28. August 2008

Der Weg ist das Ziel!!!

Unser Aufbaukurs Hochtouren war rum und da Ansa und ich noch eine Hochtour in den Westalpen planten, bevor für Ansa nun der harte Arbeitsalltag beginnt, verpflichteten wir Franzi kurzer Hand mit uns zu kommen.
Nach einer allzu kurzen Nacht in meinem neuen Züricher Zimmer, der Wecker klingele um 2 Uhr, machten wir uns auf zum Oberaarsee. Dabei geht vom Grimselpass eine einspurige Straße zum Oberaarsee. Deswegen darf man auch nur zwischen xx.00 und xx.10Uhr hineinfahren und zwischen xx.30 und xx.40 Uhr hinaus. Aber wir hatten tatsächlich Glück und waren um 10 vor 5 am Anfang der Straße. Draußen war es bitter kalt und so verspeisten wir erst einmal im Auto unsere Nutellabrote, bevor wir uns hinaus trauten.
Um 6 ging es dann, noch im Dunkeln, los über die Staumauer Richtung Oberaargletscher. Dieser war auch recht flott erreicht und das Oberaarjoch zu dem wir nun über den Gletscher mussten wirkte ganz nah. War es aber leider nicht. Wir liefen und liefen, hüpften über Spalten und liefen kreuz und quer um sie herum, aßen unser zweites Frühstück, aber kamen dem Joch nur sehr, sehr langsam näher.
Schließlich erreichten wir aber doch die ausgestorbene Oberaarjochhütte. Nachdem die Sonne uns die letzten paar Stunden gebraten hatte, waren wir dankbar über eine Apfelschorle. Schon von hier bot sich ein wunderschönes Panorama mit einem nicht zu übersehenden Matterhorn im Hintergrund.
Nach dieser kurzen Pause ging es weiter zur Finsteraarhornhütte. Dafür mussten wir zunächst zum Studergletscher hinabsteigen, um dann in einem weiten Bogen über den Galmigletscher zum Finsteraargletscher zu gelangen. Leider wählten wir den Bogen doch nicht so ganz groß genug, so dass wir doch wieder über Spalten hüpfen und drum rum laufen durften. Inzwischen war der Weg dann doch schon wirklich weit, wir ein bissel müde und die Füße fingen sich an bemerkbar zu machen. Nun hieß es noch einmal 300hm zur Finsteraarhornhütte aufzusteigen. 300hm, das wäre ja lächerlich, wenn es nicht so weit wäre und der Weg nicht noch so viel weiter geworden wäre durch das ständige um Spalten drum rum laufen, weil die Beine einfach zu kurz zum drüber springen waren.

Der Weg ging dann nicht bis unter die Hütte bis zum Gletscher. Wir konnten statt dessen einem kleinen Pfad, anfangs eher nichts, zum Ende schon ein Weg, der am letzten Fluss vor der Hütte abgeht, folgen. So erreichten wir glücklich diese wunderschöne und recht leere Hütte und legten uns erst noch einmal schlafen bevor es zum Abendessen ging.
Dort hatten wir Gesellschaft von einem österreichischen Bergführer und seinem Kunden. Der Bergführer schien sich nicht so ganz sicher zu sein, ob er uns nun was zutrauen sollte oder nicht. Wir gingen dann aber auch bald ins Bett, immerhin war das Frühstück für 4 Uhr angesetzt.
Der Wetterbericht hatte für diesen Tag durchziehende Wolkenfetzen angekündigt. Als wir starteten, war es dann auch ziemlich wolkenverhangen, eine Dreiviertelstunde später standen wir im dichtesten Nebel, der Schneefall wurde immer mehr und ich konnte kaum die gegenüberliegende Seite der Spalte erkennen. Nach langem hin und her entschieden wir uns dann umzukehren, uns war doch nicht so ganz wohl. Als wir zurück an der Hütte waren, riss es aber wieder auf und wir ärgerten uns glaub ich alle ein wenig. Aber jetzt wieder loszulaufen wäre eben ein bisschen arg spät gewesen und so legten wir uns wieder ins Bett. Als ich gegen halb neun mal kurz die Augen aufschlug aus dem Fenster schaute und eine weiße Wand mit ordentlich Schneefall vor mir sah, war ich wirklich froh in meinem kuschelig warmen Bett zu liegen und drehte mich einfach wieder rum, um weiter zu schlafen.
Gegen halb zwölf krochen wir dann doch endlich aus unseren Betten, um jedes in der Hütte befindliche Buch einmal durchzuschauen. Gegen Nachmittag begann es dann zumindest ein wenig aufzuhellen, so dass wir noch den ersten Teil des Weges zum Finsteraarhorn, unserem Ziel für den nächsten Tag, hinaufgehen konnten.
Frühstück war wieder um 4 Uhr. Diese Nacht waren aber schon deutlich mehr Leute da, so dass wir uns entschieden schon ein bissel vor 4 beim Frühstück zu sein und waren somit dann auch die ersten, die um 4 Uhr 15 die Hütte verließen. Im Stirnlampenlicht unter einem wolkenfreien, wunderschönen Sternenhimmel stiegen wir so das erste Stück des Weges zum Gletscher hinauf. Als wir diesen erreicht hatten, konnten wir die lange Lichterkette der uns folgenden ein ganzes Stück weiter unten erkennen. Die ersten paar Meter über den blanken Gletscher gingen wir noch ohne Seil, entschieden uns dann aber doch sehr schnell anzuseilen und fabrizierten dabei erst einmal einen richtig schönen
Seilknoten. Irgendwann konnte es dann aber doch weiter gehen und so erreichten wir perfekt zum Sonnenaufgang den Frühstücksplatz. Dabei mussten wir kurz über ein Felsband, um vom einen auf den nächsten Gletscher zu gelangen. Anständig wie wir sind, seilten wir ab und zogen auch die Steigeisen aus. Das gab dann auch Flo, Andi und Melli, aus Konstanz, die wir noch am Abend zuvor kurz kennen gelernt hatten, die Möglichkeit an uns vorbei zu ziehen. Naja, so hatten wir wenigstens wen, der uns schöne Spitzkehren zum Hugisattel hinauflegte. Während des Aufstiegs kam die Sonne langsam über die Berge und tauchte die gegenüberliegenden Gipfel in orangefarbenes Licht. Franzi ging nun vor und legte ein ordentliches Tempo vor, so dass wir die anderen drei, als wir am Sattel ankamen wieder eingeholt hatten. Hier seilten wir nun ab und kramten unsere Helme heraus bevor wir die letzten 200hm in Angriff nahmen.
Franzi musste nun dem hohen Tempo von zuvor ein wenig Tribut zollen. Trotzdem war es wunderschön über diesen, doch noch recht zugeschneiten Grat hinaufzukraxeln. So erreichten wir dann den Gipfel nach insgesamt 4½ Stunden. Dieser war aber recht klein, weswegen es irgendwann doch wirklich voll wurde und wir trotz absoluter Windstille und wolkenlosem Himmel den Rücktritt antreten mussten. Aber vorher wollten wir noch ein Gipfelfoto machen. Da wir Franzis Rucksack etwas weiter unten gelassen hatten, in dem ihr Foto war, musste meiner herhalten, der zu diesem Zeitpunkt, aus unerfindlichen Gründen, nur in der Lage war Filme zu machen, aber keine Fotos. So führte die Frage ob jemand von uns einen Gipfelfilm machen kann zu allgemeiner Erheiterung.
Schließlich kamen wir zurück zum Hugisattel und da wir diesen für uns alleine hatten, entschieden wir uns noch zu einer ausgiebigen Rast. Hier konnten wir dann eben doch noch ein Gemeinschaftsfoto schießen, bevor wir uns endgültig Richtung Hütte aufmachten. Als wir um 12 Uhr 30 wieder an der Hütte ankamen, stopften wir uns mit leckerem Apfelkuchen voll und begannen mal wieder unsere Zeit bis zum Abendessen totzuschlagen. Nach dem einen oder anderen Gemeinschaftsspiel, die Bücher kannten wir ja schon, kamen wir zu Diskussion des Rückwegs.
Es gab die Möglichkeit durch die Gemschlicke zurück zu gehen, diese gilt aber als steinschlaggefährdet, so dass wir ein echtes Problem hätten, würde eine andere Gruppe ebenfalls dort lang gehen, was auf der anderen Seite aber wenig wahrscheinlich erschien. So entschieden wir uns dann doch, nach einigem hin und her, den Hinweg auch wieder zurück zu gehen. Sieht ja auch ganz anders aus – so von der anderen Seite.
Wir verbrachten unseren letzten Abend dort oben dann mit den drei Konstanzern und da wir entschieden hatten an unserem letzten Tag sogar bis 5 Uhr zu schlafen mussten wir auch nicht um Punkt 9 im Bett liegen.
Am nächsten morgen war die allgemeine Motivation, jeder hatte im Hinterkopf was nun auf uns wartete, zum losgehen wirklich gering. Deswegen schafften wir es tatsächlich eine Stunde lang zu frühstücken und kamen erst um 6 Uhr 15 los.

Als wir dann aber loskamen waren wir doch ganz flott unterwegs, ließen die ganzen „Gletschertrekking-bergführergeführten-Seh ich denn auch gut aus-Gruppen“ hinter uns und liefen und liefen und liefen ... erreichten irgendwann das Oberaarjoch und liefen weiter und liefen weiter und liefen weiter … und schafften es schließlich wieder zurück zum Stausee. Dann hieß es, sich beeilen, alles ins Auto schmeißen, damit wir noch über die Straße fahren durften bevor wir eine Stunde hätten warten müssen.
Und so ging eine wunderschöne Tour zu Ende. Schön wäre es gewesen, wenn wir es auch auf die Fiescherhörner geschafft hätten, dann hätte sich der lange Hüttenzustieg ein wenig mehr gelohnt, aber die absolut traumhafte Besteigung des Finsteraarhorns entschädigte dafür.

Donnerstag, 21. August 2008

Familienausflug

Das Wetter war für die erste Tageshälfte gut angesagt und so musste die kurze Zeit in Hollersbach genutzt werden. Auf den Pihapper (2513m) wollte ich schon lange mal. Und diesmal war keine Mama da, die mich davon abhalten konnte. So überredete ich kurzerhand Erdme. Los ging’s wie immer früh, diesmal um Punkt 6 Uhr. Von Hollersbach (800m) sind wir erst zum Berghof aufgestiegen. Viele der alten Wanderwege sind einfach nicht mehr vorhanden und so mussten wir mehr Straße laufen als gedacht. Am Berghof folgten wir blöderweise erst dem Fahrweg, konnten aber dann auf die Rodelbahn und demzufolge auf den Wanderweg wechseln. Im Tal hing immer noch Nebel, wir genossen bereits die Sonne. Auf der Pöss (Pölsenalm) rasteten wir kudie Rettensteinerz, was gleich die Kühe anlockte. Von nun an führte der Weg über Wiesen zum Pflugberg (2415m). Kurz vor dessen Gipfel kamen wir in den Schnee.Pihapper Dabei wurde Erdme unsicher. Trotzdem kam sie über den Grat mit, entschied sich aber kurz vor dem Gipfelaufschwung des Pihappers unten zu bleiben. So genoss ich den Gipfel alleine mit (noch) herrlicher Sicht auf die schneebedeckten Gipfel.
Zurück ging es denselben Weg, allerdings hätte ich mir ab der Pöss ein Rad gewünscht, so Abstiege sind doch immer wieder knietötend.
Von Hollersbach ging es direkt weiter nach Serfaus. Hier wollten wir mit Mama den Furgler (3005m) besteigen. Am Nachmittag verschmähten wir wohl als einzige die Seilbahn und stiegen zum Kölner Haus auf. Dort genossen wir die Sonnenstrahlen auf der Terrasse. Nachdem die Seilbahn endlich ihre Pforten geschlossen hatte, kehrte Ruhe in der Höhe ein. Für den nächsten Tag war schlechtes Wetter vorhergesagt, es sollte aber im Laufe des Tages besser werden. Also entschieden wir, ausnahmsweise mal länger zu schlafen. Dies stellte sich im Nachhinein als großer Fehler heraus: Der Morgen war viel besser als erwartet und so gingen wir bei guter Sicht los. Vom Tal zogen aber Wolkenfetzen hoch und diese hatten uns bald erreicht. So stiegen wir in einer Nebelsuppe auf, die immer dichter wurde. Da aber ein Weg vorhanden war, hatten wir mit der Orientierung keine Probleme. Der Weg führte erst über Almwiesen zum Furglersee und dann über Blockgelände über die Furglerscharte zum Gipfel. Dort grüßte uns ganz kurz die Sonne, gesehen haben wir aber trotzdem nichts. Für den Abstieg entschieden wir uns für die Variante über den Tieftalsee zurück zum Kölner Haus und dann weiter nach Serfaus.
Nach diesem kurzen Wanderintermezzo freue ich mich nun auf die wahrscheinlich letzte Hochtour dieser Saison.

Freitag, 15. August 2008

Eis und dumme Sprüche

Nordwände üben schon eine besondere Faszination aus. Aber vor unserer ersten wollten wir unbedingt noch den Aufbaukurs Hochtouren besuchen und da wir noch nie einen Kurs gemeinsam besucht hatten, wurde es endlich mal Zeit. So fuhren wir von der Marmolada über Umwege in die Silvretta. Durch die Umwege haben wir gleich neue Ziele gefunden: den Ortler und das Stilfser Joch muss mal mit dem Rad bezwungen werden.
Ich war noch nie in der Silvretta, obwohl sie ja quasi vor meiner Haustüre liegt und nebenbei kann man noch zwei Gipfel besteigen, also eigentlich waren die Voraussetzungen für den Kurs sehr gut. Da Anja und ich in Galtür geschlafen hatten, konnten wir sogar ausschlafen, weil wir uns erst um 10.30 Uhr an der Bielerhöhe treffen wollten. Wir waren schon viel früher da und es gab mehr Parkplätze als erwartet, aber nach einer kurzen SMS trafen wir uns letztendlich doch. Wir, das waren anders als erwartet, drei Mädels, Anja, Franzi und ich, und unser Übungsleiter, der Michi. Nachdem wir erst noch zusätzliches Material in unsere Rucksäcke geladen hatten, konnten wir endlich los. Der Aufstieg zur Wiesbadener Hütte war mit 2¼ h angegeben. Anja und ich waren irgendwie ein hohes Aufstiegstempo gewöhnt und so ließen wir uns auch von den schwereren Rucksäcken nicht stören. Und auch die anderen beiden schienen keine weiteren Einwände zu haben. Der Weg führte zunächst am See entlang, und stieg dann im OchMichi versucht uns das Prusiken zu zeigensental teilweise steiler an. Wir überholten einige Tagestouristen und schaukelten das Tempo gegenseitig nach oben. Man könnte auch sagen, es war ein typisches „Beschnuppern“. Nach dem Anstieg in knapp 1,5 h war aber klar, dass die Fitness der Teilnehmer dem Kurs nicht hinderlich sein würde. Michi schien besonders froh zu sein, endlich auf der Hütte angekommen zu sein.
Nach einer kurzen Mittagspause gingen wir direkt zu den ersten Trockenübungen über: Wiederholung der Spaltenbergung im Gras, Knotenkunde, Standbau und Hochprusiken. Die beste Möglichkeit, die sich hierfür finden ließ, war ein ca. 2 m hoher Balkon. Dementsprechend ulkig fallen die Bilder aus.
Nach dieser kurzen praktischen Theorieeinheit waren wir für die nächsten Tage gerüstet.
Piz BuinDer erste richtige Tag startete dann eher gemütlich, also erst um kurz vor 7 aufstehen. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns dann auf Richtung Ochsentalgletscher. Hier wollten wir ein bisschen das Pickeln in steilerem Eis üben und natürlich die allseits beliebte Spaltenbergung. Nachdem wir aber bereits bis aufs Gletscherplateau (ca. 2900hm) gelaufen waren und keine schöne Spalte zum reinfallen finden konnten, machten wir uns direkt zurück auf den Weg in den Eisbruch. Der Piz Buin war nicht mehr wirklich weit von uns weg und zu dieser Zeit dachten wir auch noch wir würden die Tage da oben hinkommen. Nun galt es noch ein paar Steigeisentechniken auszuprobieren. Speziell mit der Variante bei der man Rückwärts zum Eis steht und dann den Pickel nach hinten einschlägt konnten wir uns nicht wirklich anfreunden. Wir übten noch ein wenig das in der Seilschaft gehen im Eis auf dem flachen Gletscher, vielleicht ein ganz wenig konstruiert ;-), bevor es dann endlich in eine schöne, breite, blanke Spalte ging, in der wir mal im steileren Eis ein wenig rumpickeln konnten. Ich will wieder Eisklettern!!!
Um vier waren wir dann alle glücklich zurück auf der Hütte und genossen die restlichen Sonnenstrahlen auf der Terrasse, wobei jeder mit sich kämpfen musste ob er jetzt nicht vielleicht doch noch einen Topfenstrudel isst.
Heute stand die Spaltenbergung auf dem Programm. An der Ochsenscharte ist ein großer Windkolk, an dem man diese üben können soll. Da wir keine Lust hatten, nur Spaltenbergung zu machen, beschlossen wir noch kurzerhand, vorher die Dreiländerspitze zu besteigen, das waren gerade noch 220 hm mehr. Wir brachen als erste um kurz vor sieben von der Hütte auf. Noch war das Wetter gut, im Laufe des Tages sollte es aber schlechter werden. Der Weg ist relativ problemlos. Michi ging mal wieder vor, wahrscheinlich, um ein gemütlicheres Tempo zu gehen. Am Gletscher zogen wir Steigeisen an und kurz vor der Ochsenscharte seilten wir an. Dann ging es etwas steiler bergauf in die Norwestflanke, die mal eine schöne Firnflanke war. Von dort gelangten wir auf den Westgrat. Der war im Führer als I bewertet, stellte sich aber eher als II-Kletterei heraus. Stolz präsentiert uns Michi das SeilgeländerProbleme ergaben sich daraus für uns jedoch keine. Vor dem Gipfelkreuz gibt es eine sehr kleine Scharte. Hier wollte uns Michi einen Auf dem Gipfel hatten wir das Foto vergessen....Gefallen tun und hängte ein Seilgeländer ein. Wirklich anspruchsvoll war diese kurze Kletterei nicht, aber wir taten Michi dem Gefallen und hängten uns ein. Dafür musste er sich hinterher eine Menge dummer Sprüche gefallen lassen. Mittlerweile waren im Süden Wolken aufgezogen, so dass die Sicht doch ziemlich versperrt war. Da es außerdem windig war, blieben wir nicht lange oben. Der Abstieg vom Grat war dann einfacher als erwartet. Die Stellen, die im Aufstieg etwas heikel erschienen, ließen sich problemlos abklettern. Nun hatten wir genug Zeit, die Spaltenbergung zu üben. Das ging bei uns dreien ziemlich flugs durch: zuerst in einer Dreierseilschaft, danach hatten wir noch das Vergnügen, Spaltenbergung in einer Zweierseilschaft zu üben. Das war sehr interessant zu sehen. Der feuchte Schnee kam uns sehr entgegen, aber es ging doch, eine Person zu halten und gleichzeitig einen T-Anker zu graben, auch wenn einem dabei das ein oder andere Missgeschick passieren kann. Anschließend durften wir uns noch selbst aus der Spalte retten. Da der Kolk aber geneigt war, war das Prusiken und die Münchhausentechnik viel einfacher als beim freien Hängen. Nachdem jeder jede Übung exerziert hatte, ging es schnell zur Hütte zurück, dunkle Wolken waren in der Zwischenzeit aufgezogen und verkündeten nichts Gutes. Am Gletscherrand sahen wir dann noch zwei Steinböcke, es ist schon erstaunlich in was für einer Umgebung diese stattlichen Tiere leben.
Zurück an der Hütte ließen wir den Nachmittag mit viel Tee auf der Terrasse und später in der Hütte ausklingen. Und diesmal fiel der erste dem Topfenstrudel zum Opfer.
Heute sollte es dann doch noch so weit sein, wir wollten auf den Piz Buin. Der Wecker klingelte um 10 vor 6 und wir machten uns auf den Weg ins Bad. Der Blick aus dem Badezimmerfenster war dann aber alles andere als berauschend. Dicke, dunkle, tief hängende Wolken umgaben den Piz Buin. Nach einer kurzen Gruppenberatung vor der Hütte fiel die Entscheidung dann aber leicht – zurück ins Bett.
Eine Stunde später schälten wir uns dann aber doch aus dem Bett und machten und später auf den Weg in den Klettergarten. Regnen tat es zwar nicht, aber der Wind blies schon ganz schön kräftig, so dass auf coole Mützen auf keinen Fall verzischtet werden durfte.
Im Klettergarten gab es dann viel Neues für Ansa und mich. Wir legten Klemmkeile und Köpfle oder bauten Stände nur mit Selbstgelegtem. Dann ging es noch ans Abseilen und als Michi unser „Es ist soooo kalt!“-Geheule nicht mehr hören konnte, durften wir dann das Prusiken noch einmal üben. Das Seil schwankte ziemlich unter dem Überhang im Wind und so wurde aus Prusiken ein bisschen Karussell fahren.
Die Mittagspause verbrachten wir dann in der Hütte, wo es schön warm war und natürlich Topfenstrudel gab. So konnten wir auch mal den Tagesbetrieb auf der Hütte begutachten und die eine oder andere Feststellung über den Otto-Normal-Bergsteiger machen.
Danach ging es zurück in den Klettergarten um noch ein bisschen mehr an den Ständen zu basteln und zu lernen wie man mit einer Seilverlängerung jemanden gleich 100m abseilen kann.
Den Abend verbrachten wir dann wie jeden, mit viel Tee und vielen dummen Sprüchen.
Da wir uns alle drei mit der Intention, in Zukunft Nordwände zu gehen, zu dem Kurs angemeldet hatten, wollten wir natürlich noch etwas mehr pickeln, am besten eine wandähnliche Strecke. Leider ist in der Umgebung der Hütte keine Wand zu finden, aber auf dem Ochsentaler Gletscher gibt es eine Stelle, die etwas steiler ist. Dort wollten wir hin und dafür sogar auf den Piz Buin verzichten. Das Wetter war eigentlich ganz gut vorhergesagt. Der Wecker war also auf kurz vor 6 gestellt. In der Nacht wachte ich öfters auf und hörte es jedes Mal tropfen, es regnete also. Als dann morgens der Wecker klingelte, regnete es immer noch und so rührte sich erst mal niemand. Irgendwann erbarmte sich Michi, nach dem Wetter zu schauen und kam kurz darauf mit dem Kommentar zurück: „Wir tun uns alle einen Gefallen, wenn wir im Bett bleiben.“ Der Kaffeeduft wurde dann aber doch zu stark und wir standen auf. Mittlerweile hatte es sogar aufgehört zu regnen, aber für den Gletscher waren wir schon zu spät dran und das Wetter war immOb da nicht was wahres dran ist?er noch nicht wirklich gut. Eine weiße Wand war um die Hütte gebaut worden. So machten wir noch eine kurze Einheit Bergrettung, bevor wir uns in der Hütte noch mal, wie sollte man anderes vermuten, mit Tee aufwärmten. Da wir nichts mehr zu tun hatten, konnten wir ebenso gut absteigen. Da Franzi noch ein paar Tage oben auf der Hütte blieb, und Anja und ich die Wettervorhersage für den Donnerstag alles andere als überzeugend fanden und somit auf einen Gipfelversuch des Piz Buins verzichteten, stiegen wir zu dritt ab. Entgegen kamen uns die vielen Tagestouristen, die je weiter wir nach unten kamen uns immer mehr wie Aussätzige betrachteten.
Anja hatte mal wieder eine unglaublich tolle Schnapsidee gehabt. In Partenen gibt es eine Treppe, was an sich noch nichts Außergewöhnliches ist, diese Treppe führt aber über 700 hm in 4000 Stufen nach oben. Da wir die letzten beiden Tage wetterbedingt sehr faul waren, wäre das der richtige Ausgleich gewesen. So legten Anja und ich dort noch einen Stopp ein, Michi konnten wir leider nicht überreden, er war wahrscheinlich froh, endlich seine Ruhe zu haben :-). Beim Anblick der Treppe verging uns aber jede Lust, diese hochzulaufen. Sollten wir uns jemals über die Qualität der Turmbergtreppe beschwert haben, so wissen wir jetzt, die hat eine Topqualität.

Donnerstag, 14. August 2008

Dolomiten für Beginner

Als wir vor zwei Jahren Familienurlaub in den Dolomiten gemacht haben, lernte ich die Marmolada kennen. Als einziger Berg mit Gletscher in der Region übt sie eben eine ganz eigene Faszination aus. Leider wurde aus einer Besteigung nichts und auch im Jahr drauf blieb sie, auf dem Weg zum Gardasee, einfach links liegen.
Zwischen Ötztalwochenende und Aufbaukurs Gletscher hatten wir nun aber ein paar Tage Zeit und so machten Ansa, die noch nie in den Dolomiten war, und ich uns auf den Weg nach Südtirol.
Der Wetterbericht war nicht gerade umwerfend. Zwar klang der Vormittag wunderbar, nur die am Nachmittag vorausgesagten Hitzegewitter ließen uns nicht überschwänglich werden. Trotzdem wollten wir am Mittwoch unser Glück versuchen.
Wir wollten auf den Lift verzichten, der vom Fedaia Stausee zur Rifugio Pian die Fiaccioni führt. Schließlich kann man nicht mit einem T-Shirt rumlaufen auf dem steht: „Nur wo man zu Fuß war, war man wirklich“ und dann die Hälfte des Berges einfach hochgondeln.
Trotzdem war der Stehlift, ja genau, ein Lift wo man in Metallkörbe springt, eine Attraktion für sich, wie wir feststellten, als wir uns am Abend zuvor beim Liftboy nach den Verhältnissen am Berg erkundigten. Um nun vor jenen Liftfahrer-Bergsteigern oben zu sein, krochen wir um 4 Uhr 30 aus unserem Zelt und fuhren zum Stausee hoch. Da das Frühstücks-Mittagessen-Brot im Zelt liegen blieb, mussten wir mal wieder auf unsere Lieblingsbergnahrung umsteigen – ein Snickers für jeden.
Um 5 Uhr 30 kamen wir dann auch los und hatten eine Stunde später die knapp 500hm bis zur Bergstation hinter uns gebracht. Während des Aufstiegs war die Sonne aufgegangen und hatte die Marmolada, wie auch die umliegenden großen und kleinen Felsbrocken in goldfarbenes Licht getaucht. Zwar waren westlich von uns schon einige Wolken, aber doch eher weit weg und so ergab dieser Sonnenaufgang mal wieder ein kitschig, schönes Bergpanorama.
Wir folgten nun weiter dem Weg 606 Richtung Forc. la della Marmolada, der nun zunächst 130hm bergab führte, um eine Felsnase herum, bevor er wieder zum Vernel Gletscher anstieg. Während der ganzen Zeit kreiste über dem Marmolada Gletscher, unserem Rückweg, ein Helikopter.
Bald machten wir dann die ersten Bergsteiger vor uns aus, die am Morgen von der Hütte gestartet waren. Der Gletscher war zum Teil stark mit Geröll bedeckt und so konnten wir zunächst ohne Steigeisen aufsteigen. Wahrscheinlich wäre es auch bis oben ohne gegangen, aber damit es flotter lief, zogen wir sie dann halt doch noch schnell an.
Am Klettersteig angekommen, hatten wir dann auch die anderen beiden Gruppen eingeholt und stiegen auch direkt hinter der ersten Gruppe in den Klettersteig ein.
Dort ging es zunächst recht steil zur Marmolada Scharte hinauf. Ansa fühlte sich ein wenig unter Druck gesetzt von den Italienern hinter uns, die hier noch voll rumstressten, um dann später jede Menge rumzutrödeln.
Später ging es dann am Grat entlang, vorbei an Stollen ähnlichen Löchern aus dem 1. Weltkrieg und über nicht endend wollende Stahlstufen. Aber auch wenn wir es kaum noch glaubten, sie fanden doch noch ein Ende.
Nur aus dem Firngrat, der nun laut Führer kommen sollte, wurde leider nichts. Stattdessen ging es die letzten 100hm über Schutt hinauf. Nachdem wir bis hier her in strahlendem Sonnenschein aufgestiegen waren, war der Gipfel nun in den Wolken – zumindest zur Hälfte. Nach Norden hin war die Sicht noch wunderbar, im Süden quollen die Wolken schon ganz ordentlich und dabei war es gerade erst einmal 10 Uhr.
Wir machten uns also flott an den Abstieg. Hier kamen uns nun die Massen von Lift-Bergsteigern entgegen. Das erste Stück, nun doch noch firnbedeckter Grat, ließ sich ohne Steigeisen meistern und die nun folgende Kletterei im II. Schwierigkeitsgrat, wie es der Führer versprochen hatte, war allerdings inzwischen zu einem Klettersteig verkommen. Ein bissel schade, aber so war auch dieser Wegabschnitt schnell hinter uns gebracht.
Es folgte der Weg über den Gletscher, dessen berüchtigte Randkluft noch gut mit Schnee zu war und so keine Schwierigkeiten bot. Runter ging es dann, mal über Firn, mal über Blankeis, an einer Reihe Spalten vorbei bzw. drüber, an all denen vorbei, doch noch im Aufstieg waren. Die ließen uns doch eher erschrecken. Alleine unterwegs, mit Halbschuhen und ohne Steigeisen, oder in der Seilschaft im Abstand von einem Meter, das Restseil in der Hand auf Spalten stehen bleibend – alles war dabei.
Aber auch der Geltscher war bald zu Ende und nachdem wir noch zwei Spaniern erklärt hatten, dass dies nicht der Weg zum Klettersteig war, hüpften wir die letzten paar Meter über Felsen zur Hütte. Hier stopften wir uns dann erst einmal mit Nudeln mit Tomatensoße und Cola voll, bevor es an die letzten paar Meter hinunter zum Auto ging.
Eine tolle Tour an einem schönen Berg bei Traumwetter und meistens fantastischem Panorama. Ein bisschen weniger Stahl hätte es vielleicht auch getan.

Die Dreigipfeltour

Lang hat’s gedauert, aber endlich sollte ich mal mit Moritz eine Tour gehen. So haben sich Anja und ich am Samstag auf den Weg nach Imst gemacht, um Moritz beim für Skifahrern bekannten McDonalds zu treffen. Nach einem Menü und einem Eis, noch aus dem Becher und nicht unter den Füßen, folgte der letzte Teil der Anfahrt nach Vent. Dort diskutierten wir erst mit dem Parkplatzwächter, einem 10jährigen Schuljungen, ob wir für 48 h oder drei Tagen zahlen müssen. Er siegte mit drei Tagen. Das sollte aber die einzige Niederlage unsererseits bleiben.
Wir folgten dem Wanderweg zur Stableinalm immer unter dem Lift entlang. Weiter ging es an Kanaldeckeln vorbei zur Breslauer Hütte (2840 m). Dort war viel Betrieb – es war Samstag. Deswegen gab es in zwei Schichten Abendessen, wir waren um 17.30 Uhr dran. Nachteil daran war, dass wir unseren Platz in der Wärme bald aufgeben mussten. Immerhin hatten wir so genug Zeit unsere Tour für den nächsten Tag zu diskutieren. Heraus kam großartiges. Außerdem trafen wir Konrad, der mit uns im Kaukasus war und am folgenden Tag auf die Wildspitze wollte. Er war mit eine großen Gruppe unterwegs.
Am Sonntag beim Frühstück um 5 Uhr war der Andrang sehr groß. Wir waren dann aber, wie vermutet, die einzigen, die den Weg zur Vernagthütte einschlugen, um auf den Vorderen Brochkogel (3565 m) zu steigen. Die Route führte ab dem Platteibach steil über Schutt, später am Grat entlang in leichter Kletterei zum Gipfel. Wann hier wohl der letzte Bergsteiger war? Man weiß es nicht. Leider zogen ein paar Wolkenfelder durch, so dass wir nicht viel von dem Panorama sahen. Venter Tal im Nebel Brochkogelgrat
Moritz auf dem BrochkogelNun wollten wir den Grat weiter zum Vernagtjoch (3400 m) absteigen, um von dort auf den Gletscher zu gelangen, die andere Seite (nach Osten) ist laut Hüttenwirt zu brüchig. Brüchig war aber auch der gesamte Grat, jeden Griff und Tritt musste man genau inspizieren und oft rutschten wir mit dem Boden ein Stück nach unten. Wie waren wir froh, als wir endlich den Gletscher betraten! Lange haben wir für den Grat gebraucht, trotzdem entschlossen wir uns über das Brochkogeljoch wieder aufzusteigen. Da wir nun schneller als erwartet vorwärts kamen, machten wir noch einen kleinen Abstecher auf die Petersenspitze (3484 m). Von dort aus gingen wir weiter zum Mitterkarjoch, der Gletscher war noch gut eingeschneit und die Wildspitze sah bereits zum Greifen nahe aus. Das Mitterkarjoch kletterten wir am Klettersteig ab, die Firnrinne sah sehr steil und weich aus und der eine oder andere Wildpsitzbesteiger schien hier beim Abstieg seine Probleme zu haben. Ansa und Moritz auf der PetersenspitzeNach der Rinne ging es über den Blockgletscher nach unten. In dem letzten Schneefeld hatte Moritz beim Abfahren seine Eisschraube verloren, und sie war nicht wieder aufzufinden. Der restliche Weg ging über Geröll zur Breslauer Hütte. Dort fand Moritz auch seine Eisschraube wieder, die jemand beim Absteigen eingesammelt hatte. Die WildspitzeMoritz im Mittekarjoch
Nach und nach leerte sich die Hütte und so waren wir uns sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Vor allem war für Montagvormittag das Wetter sehr gut vorhergesagt.
Der Andrang beim Frühstück war eher gering und so starteten wir als erste um 5.40 Uhr. Den Weg zum Mitterkarjoch kannten wir ja bereits vom Abstieg am Vortag, so kamen wir relativ schnell zu Einstiegsstelle. Es war ziemlich windig, wir zogen Steigeisen an und hatten einen Riesenspaß in der Rinne. Wir hatten uns für diese Variante entschieden, denn der Schnee war gefroren und da vom Vortag Tritte drinnen waren, mussten wir noch nicht mal unsere Waden belasten. Der letzte Teil der Rinne war dann sehr steil (> 40°). Oben angekommen seilten wir an und setzten unseren Weg Richtung Gipfel fort. Wir waren die ersten, hinter uns kam noch ein tschechisches Pärchen (sie ohne Rucksack :-)) und dann lange nichts. Als die beiden Gipfel der Wildspitze vor uns auftauchten, sah der Felsgrat zum Südgipfel einfacher aus als erwartet und so beschlossen wir, eine Überschreitung zu wagen. Wir stiegen zum Südgipfel (3770 m) auf, der Grat war einiges leichter als der vom Vortag. Oben genossen wir eine windige Rundumsicht, nur durch ein paar Quellwolken hier und da getrübt. Schnell setzten wir unseren Weg über den Schneegrat zum heute niedrigeren Nordgipfel fort. Beim Abstieg kamen uns drei von der Bergwacht entgegen, die den Grat angeseilt gingen. Nach dem Grat mussten wir ein steiles Firnfeld absteigen. Als sich die Wege von Nord- und Südgipfel wieder trafen, wurden wir von den dort stehenden Bergsteigern gefragt, ob wir nicht auf den Gipfel wollten. Ganz ehrlich: Einmal am Tag reicht :-)
Absteigen mussten wir sehr schnell und auch die übliche gemütliche Pause auf der Hütte oder im Tal fiel aus, da der Moritz unbedingt um 14.30 Uhr noch seinen Zug in Innsbruck bekommen wollte.

Für das Gipfelfoto müssen die Rechte mit Moritz noch abgeklärt werden, kann dann aber hoffentlich veröffentlicht werden ;-)

  • Ötztaler Alpen, Alpenvereinsführer
  • Alpenvereinskarte 30/2 (Weißkugel)

Montag, 28. Juli 2008

Biken im Harz

Ein Kurzurlaub mit Mama, Papa und Laura stand an. Damit Laura es aus Magdeburg nicht so weit hatte, ging es für ein verlängertes Wochenende zum Biken in den Harz.
Als aller erstes wollte ich, wenn ich schon mal im Harz war, auf den Brocken. Deswegen suchte ich zuerst einmal Touren aus wie man von St. Andreasberg zum Brocken kommt. Zum Glück bietet der Tourenführer „Der Harz für Mountainbiker“ jede menge Auswahl. Angeboten haben sich dann die Berg- und Silber-Tour (B3) von St Andreasberg nach Braunlage und dann im Anschluss die Gipfelstürmer-Tour Brocken (B4).
Um von St Andreasberg nach Braunlage zu kommen, geht es erst einmal ins Odertal herunter, um dann am Silbersee vorbei wieder nach Braunlage hinauf zu radeln. Von Braunlage ging unsere Tour dann erst einmal auf den Wurmberg. Dort kann man mit der Seilbahn hochfahren und mit Monsterrollern heruntersausen. Beim hochbiken mussten wir nur darauf achten nicht von den Monsterrollern über den Haufen gefahren zu werden.
Von dort aus ging es dann über den Dreieckigen Pfahl Richtung Brocken. Die Mama war schon ziemlich am schnaufen und so wollten wir nicht noch mal 650m abfahren um dann auf den Brocken (1141m) zu radeln. Deswegen nahmen wir eine Abkürzung zur Brockenbahn. Leider war der Weg entlang der Brockenbahn nicht wirklich biketauglich, zumindest nicht wenn man nicht ein totaler Crack ist. Es ging ewig über Stege mit Stufen und wir mussten viel schieben.
Aber schließlich schafften wir es auf den Brocken und nach einer Mittagspause ging es an eine rasante Abfahrt Richtung Schierke. Zurück nach Braunlage ging es wieder über den Dreieckigen Pfahl. Mama und Laura blieben in Braunlage während Papa und ich uns auf den Weg nach St Andreasberg machten, um das Auto zu holen. Leider erwischten wir auf dem Weg aus Braunlage die falsche Bundesstraße und mussten so einen unfreiwilligen Umweg in Kauf nehmen. Zum Schluss ging es dann noch an den Anstieg nach St Andreasberg, der sich ewig in die Länge zog.
Da nun jeder ziemliche Hinternschmerzen hatte, stand für Samstag eine kürzere Tour an. Von St Andreasberg ging es zunächst zum Oderteich und dann weiter nach Torfhaus. Bis zum Oderteich geht es über einen breiten Schotterweg auf der Höhe, eher langweilig. Ab dem Oderteich wurde es dann aber endlich interessanter. Der Rückweg ging wieder am Brocken vorbei zum Dreieckigen Pfahl und dann weiter nach Königskrug. Nach einem kurzen, knackigen Anstieg Richtung Achtermannshöhe ging es an einem wunderschönen Bachbett entlang. Danach folgte eine laaange Abfahrt hinunter ins Odertal. Das man im Harz überhaupt so viel am Stück abfahren kann ist doch sehr überraschend!
Nun hieß es zum Schluss noch die 250hm nach St Andreasberg wieder hinaufradeln. Aber da die Tour ja nicht so lang gewesen war, radelte sich dieses letzte Stück ganz locker.
Am Sonntag mussten wir noch nach Hamminkeln zurück fahren. Also suchten wir eine kurze, aber knackige Tour von St Andreasberg Richtung Süden zum Odersee (Tour A4). Nachdem wir eine Stunde bergab geradelt waren, mit teilweise sehr netter Aussicht, kamen wir in der Nähe des Sees vorbei.
Da man bei einer Rundtour bekanntlich all das was man runter fährt auch wieder hochfahren muss, folgte nun der anstrengendere Teil. Aber trotzdem war es eine nette Tour, für die Länge (28km) mit ordentlich viele Höhenmetern (1100hm).
Insgesamt verfügt der Harz aber über ein gut ausgeschildertes Mountainbikenetz. Leider gehen die meisten Wege über Schotter bzw. sind Waldwege und weniger über Single Trails.

Donnerstag, 24. Juli 2008

What time is it?

Back at our camp in Adylsu, it was full with a pack of Russian mountaineers. But the places for out tents were still free. So we set our tents and had dinner afterwards. Then we had the luck to get warm water for a shower. After our experience with the cold water it was so nice to stand under the water jet without pain.
During the night it started to rain. Our tent was not leaking, nevertheless everything inside was wet the next morning and there was no chance to get it dry. It was still raining. After breakfast at 9 am we just stayed in the dining room around the fire. But after lunch we had to get out of this room, because Alexander had a large party of friends here celebrating his 77th birthday. Because it was raining again we decided to go to the bar at the hotel beneath the camp. We played some drinking games without alcohol and got a visit of two Russian, obviously drunken guys. Unfortunately we didn’t understand them. Matt (NZ) tried to converse with them. After a while, we didn’t like the situation, one of them draw a knife out of his sleeve. At this moment we just went off. Probably they just wanted to tell us something about it, but as long as we didn’t understand, we couldn’t be sure. After this uproar, we got the next exciting situation. Sergey talked to the officials of the hotel and they told him, that the lake at the Green Hotel was full of water and they expected that the dam would burst. So we went home quite puzzled. Alexander was not so nervous about the water, we would be high enough.



In the evening, after dinner, we had a party. We celebrated Alexander and had a lot of Vodka, toasts, songs and we started dancing. Matt (GB) asked again and again what time it was, but of course the answer could just be: Vodka time! Carlos from the firebrigadeAlexander with Vitali and AnatoliAfter one day doing nothing we wanted to do something. During the night the rain stopped. After breakfast at 10 am, we walked down the valley where a minibus waited for us. We wanted to visit the springs of Sangaz. The water of this source is natural sparkling water, but it tastes quite bloody because of the high content of iron. Afterwards we visited a bazaar. You could get woollen and typical Russian souvenirs. Afterwards we had a shashlik-lunch at the market. In the evening it war Vodka time again. And so we had another party before we tried to get some sleep. The alarm clock rang at 5 am. Everything had to be packed, even if it was still wet. Down to Elbrus we got a lift with the same truck as upwards. It was a nice, bright morning. We had a last beautiful view back to the mountains at the Green Hotel as well as to Mt. Elbrus. KonradThe last exciting experience was the bus that should bring us to Mineralny Vody airport: Though it was built in 1991 it seemed it was built in the 70s. It had to be repaired before we could start our journey. Nevertheless we arrived at Mineralny Vody airport alive and in time, just Ansgars camera wasn’t able to follow…He left it in the bus.
At the airport we split up to the different flights. Anita, Konrad, Matt (GB), Anja and I had the first flight at noon. The other followed later.

Thanks to Konrad for the video!

Dienstag, 22. Juli 2008

Ascent of Mt Elbrus

After we did prepare ourselves nearly four month to go to Elbrus and after another week in Baksan valley, finally it was time to climb Mt. Elbrus.
We got up at 5 o’clock in the morning on Sunday the 13th July. After packing our tent and our sleepingbags we headed for breakfast. And we were so damn lucky. We got our favourite Baksan-Valley breakfast: semolina pudding.
Two small mini busses were already waiting for us and after storing our bags on the cargo area of the Second World War truck, we spilt up into the Spanish Group and the International Group to make our way to the cable car.
What ever it was that came to the minds of our to mini bus drivers, we don’t really know. But it seems they were really keen to try everything they could to get us and themselves killed. They took every chance to overtake each other as often as possible. Surprisingly, we reached the cable car, still alive, believing we already managed the most dangerous part of our journey.
This feeling lasted for about 5 minutes until we actually saw the cable car. You wouldn’t be allowed to step into a cable car like this, if it was standing on the ground. A lot of rust and a noisy, squeaky sound when it started, that made you feel to run away. But we even survived the two cable cars and now we really got over the most dangerous part of our ascent.
However we still had to catch a one man chair lift before reaching the 3800m mark. From that point we had to walk. But with our heavy backpacks even the 200m in altitude would have been hard work. We got the chance to get a snow cat, which carried up our bags. Ansa and I wanted to carry our bags at first, but the ascent “By fair means” was already destroyed. So we joined the others and gave away our bags.
Alexander went up with our bags and the snow cat and awaited us after everyone managed the 250m altitude difference at their own speed. We still had to carry up the bags another 100m. Now we realised how much hard work it would have been to carry them up the whole way.
We reached our camping spot and pitched up the tents in a nice circle with a cooking space in the middle.
After a short tea break we, group International, decided to take a little stroll up to the Pastukhova rocks. Ansa, Anita, Pedro and I only went up around 200 to 300m altitude difference. Matt, Matt, Konrad and Ansgar went on until they reached the Pastukhova rocks. Matt (NZ) did take his skies with him to ski Mt Elbrus and gave it a first try this afternoon. We were a little bit, or even a little bit more, jealous.
Mt. Elbrus is a volcano. This means it was unbelievable hot sitting on the black stones. And the sun was shining. After we reached our camp again, we tried to enjoy the sun, but that was absolutely impossible. It was much too hot without a shadow, so we crept in our tents. When a tent is situated in the sun, it gets really hot inside as well. So we tried to get rid of nearly all our warm clothes and tried to sleep a little bit.
At about 5 in the evening we decided to cook our delicious 2-min pasta meal. We were really lucky. Anita had bought some mushroom soup. We added the soup to the pasta to get some taste.
After cooking the tea for the next day we crept into our sleeping bags to get some rest.

My new down sleepingbag is really thick, my mattress wasn’t. Through it I felt the cold creeping up from underneath. But I had a bigger problem. After having a sore throat a couple of days before, I felt that I was getting a really bad cough. Nevertheless I got some sleep until the alarm clock woke us at 1 am.
There was still light. And it was warm inside the new down sleepingbag. After a while I had a dreamless sleep and was astonished when the alarm clock rang. So I had to get up and the night was really relaxed even it was in the highest altitude. It was not very cold but very dark. The moon was not visible, it was cloudy, somewhere was a thunderstorm, and lightning could be seen. I had the best breakfast ever: a snickers bar and some tea. It took ages until we started. But at 2 am we really left.
I was quite surprised how warm it was. I had always thought I would need my down jacket in the morning. My cough was still really bad and I got a bit scared if I would be able to climb Elbrus today. We had an amazing breakfast of snickers bars and nice warm tee. The night was cold enough that the snow was frozen this morning. So we put on our crampons, took out our beautiful big mittens and were ready to start.
In the evening the guides had told us that we were going up to the Pastukhova rocks as one big group. They were giving the speed, so none could start too fast and get exhausted. The first few steps were really hard. I was coughing a lot. I was tired. It was still so dark and I thought I would never reach the summit. At this point I was really angry because I felt really fit besides this stupid cough.
We started. Anja had a bad cough, I was scared if she was doing well. I only thought that I shouldn’t start too fast, my old problem. But the guides started in a slow speed, so I just followed them. I didn’t realise how we gained altitude. Finally the guides looked for Pastukhova rocks, there should be a short rest. Anja didn’t look good, her eyes were glassy, her coughing bad. We drank tea and ate a chocolate bar.
When we reached Pastukhova rocks we had a short rest. Ansa and Ansgar looked into my eyes, they were glassy and both seemed to be a bit scared. But well, I felt all right. After a delicious bit of an Isostar banana bar we started again. First we stuck together as a group, but shortly afterwards our guide Valeri told us, that we were allowed to follow our own pace from now on. Ansgar and Matt (GB) took of and everyone else followed. The wind became a little bit stronger, so I asked Ansa to take out my ski glasses for me. At this time Ansa was walking with Pedro, who didn’t feel very good.
I wanted to get my warm mittens, but the others set off again. So I followed them at the end of the row, the mittens in the backpack. But it was too cold, so I paused again to get my mittens. I lost the group and tried to catch up with the others. But it was not possible to speed up just for a few metres and afterwards continuing in their speed. After a while I caught the end of the row again. I felt quite good. I met Pedro at the end of the group.
After going on I caught up with the rest off the group. Ansa followed, a little bit behind. The crossing along the slope of the east summit started and the group split up. Matt (NZ) was always walking a few meters in front of me. When he took a break to drink I decided to catch up with him, but couldn’t follow his speed afterwards. The way was still quite steep and you had to walk in a nice, slowly and steady pace so you wouldn’t have to stop for breathing. Ansa was a couple of meters behind me, but following.
The group split up. When Valerie and Sergey had a break I met them and Anja. We drank tea. It was cold. I was cold. I continued a few metres behind Anja, Pedro followed. I counted to two and set the next step. Always the same. After a while I had to stop to breathe and to drink tea. Pedro stopped as well. He didn’t seem to be in good condition, but he assured me that he was fine. It was already sunny, but not where I was. It was windy. I was freezing and I tried to continue in a slow, but constant pace. Anja was a few steps in front of me, but I lost her more and more.
While walking I realised that I needed a little break to drink something. But I saw that the way became more flat in front of me and I decided to go on a little bit more. Shortly afterwards the way made a turn at some rocks. When I reached the rocks, Matt (NZ) just went on again and I sat down to eat a little bit and drink some tee. While sitting there one of our guides overtook me and I followed him shortly afterwards. At this point, the way was nearly going downwards and I felt really good again, until I crossed the corner to the saddle. I really had to ask myself why the hell I was walking up their when I saw the way up from the saddle. It was so, so steep. Ansgar and Matt (GB) were sitting on the slope in the sun and I looked forward to reach that point after walking in the shade the whole morning.
I continued my way. After a while I realized that I lost Pedro. My guess became true: he didn’t feel well. I saw him sitting in the snow. There were already a lot of altitude metres between us, I didn’t want to loose them again and I saw that Anatoli was with him. So I continued my way. But my motivation was really bad: I was so cold, I didn’t feel my feet and also my fingers were frozen. I sat down once again to drink tea. And I took out my down jacket. But it was not so easy to do it. I continued my way on my own. I lost Anja, I didn’t see her anymore, behind me there was just Anatoli. The top was in the sun and seemed to be so near. But I knew that it wasn’t. I didn’t know where I was and what time it was. I doubted if I was able to continue. I just wanted sun, even with the down jacket I felt like an ice block.
When I reached the saddle I met with our guide Anatoli (II) again and he joined me. The first few meters were still alright but when it became steeper walking up became really, really hard. Mt Elbrus is climbed quite often, so there are little red flags to mark the way. The space between them is at the most 10 meters. I started to walk from one flag to the next, stop, and breathing, next flag, stop and breathing. I saw Matt (NZ) in front of me struggling as much as I did. That gave a little bit of comfort because I knew it was the same for everyone walking up these last 200m altitude difference from the saddle to the top. At the upper part of this slope Matt stopped to rest and I had the chance to catch up with him. After a mouthful of tea we went on together.
Anatoli overtook me. I asked him, how far it was to the saddle, but he didn’t answer my question, he just told me that I should walk on, and it will turn out well. He was quite fast. I was demoralised. I didn’t know where I was, I just saw Anatoli going too fast for me, there was no one in front of me and behind me there was no one as well. I was freezing everywhere. I thought about going back to the sun, but that meant that I lost a lot of metres in altitude that I gained so painfully. What should I do? I had no motivation to do anything but the cold told me to decide. I turned around.
The clouds were moving in but I could see three people in black clothes at the saddle and was quite sure Ansa was one of them. Walking with Matt made it a little bit easier. When he started walking again after a break of breathing I could tell myself: Come on, go on otherwise he has to wait for you and you don’t want that. So I kept moving. Because of the clouds it wasn’t possible to see more than a few meters and we had no clue where the top was. The slope became more flat again and after a short while we met Ansgar, who was coming down from the top. He told us, that we had only another 15 min to go. That gave us a little push. Now we met Sergey, Matt (GB), two of the Spanish guys and Konrad by and by. It was quite flat now, only the last 10 meters to the top were a bit steeper again. These last ten meters were quite hard work, but then we reached the top.
After a while I met Anita, still in the shade. I thought about trying it once again with her, but then I realised that I went down a lot of metres already. I was not motivated enough to try it. And I was still freezing and wanted to reach the sun. So I continued my way down, alone. When I reached the sun I felt warm although it was still very windy. I thought about Anja: She will be quite disappointed if she gets the news. Nevertheless it was my decision and at the moment I was satisfied with it.
It was really cold at the top. So the first thing I did, after hugging everyone of course, was to take out my down jacket. Viatli and Anatoli were with us at the top and we took some pictures with the UIAA flag. We had a look around. The clouds were still there, but not too bad. It is an amazing feeling to be so far above everything else around you. But nevertheless, the top wasn’t a very cosy place. So we took off again to make our way down.
I lost altitude quite fast. I just wanted to be down at the camp again. I met a lot of other people that tried to climb Mt. Elbrus. At the Pastukhova rocks I took a short rest to get off my shoes and to warm my toes which I still didn’t feel. The big toe was hurting. I continued the descent and soon I arrived at our camp, where I got hot tea and Alexander was scared about my cold feet. I just laid down in my sleepingbag and caught up the sleep of the night.
Matt skied down so I walked back to the saddle by my own. I was still quite sure Ansa was behind me and I’m going to meet her quite soon. I met a lot of people of our group that were climbing up but no Ansa. In the saddle I caught up with Konrad and we descended together until we met Ansgar, Matt and with them was Anita. She had turned around and told me that Ansa had done so too. I was really, really sad. I was so happy that I had reached the top and so proud, and at the same time so sorry that Ansa hadn’t done likewise. I walked down a big part by my own, wondering how Ansa was doing, why she made the decision of turning around and even being angry with her that she had made the decision to turn around. When I met her at the camp she was quite happy and absolutely content with her decision. So I had to be, too.

Back at the camp (11 am) we had some tee, some instant pasta and a bit more sleep. We knew the last cable car went down at about 4 pm and we instantly hoped everyone would be back by that time, so we wouldn’t have to spend another night up here. At around two o’clock some more people arrived and we started packing, although we were still missing 5 people. They reached Anatoli on his mobile and he told them that Pedro was feeling very ill and they were moving quite slowly. We started walking down to the chair lift at 3pm. The snow cat was going to pick up the 5 people and bring them down to the lift. At the cable car we had a little fight with the cable car guy. He didn’t want to let us through. One part was already at the Valley Station and when we arrived there as well they were already drinking their first beer. So we joined in, waiting for our mini busses to pick us up again. The missing 5 people of our group joined us, all quite well.
Around 8 pm we arrived back at our camp, tired, but happy.

(Pictures will follow)

Journey to Mt Elbrus

It was Sunday evening and we started in Karlsruhe to fly to Mineralny Vody. We wanted to climb Mt Elbrus, together with young mountaineers from all over Europe. The expedition was organised by Alexander Zaidler and the Ukrainian Mountain Federation as part of the Global Youth Summit 2008 - Program. This is a program of the UIAA.
Ansgar, Ansa and I flew first to Moscow. At the airport we met Anita and Konrad. We just had to ask young people with big backpacks if they belong to the expedition of Alexander.
Anita is part of the youth commission of the UIAA, a little bit older than 30 but nevertheless part of our team. Konrad is from South Tyrolia and became Ansgar’s tent partner.
While we were waiting for our flight we met Laura and Pilar from Catalonia. These two missed their luggage when we arrived in Mineralny Vody and had to wait another two days until they got their backpacks.
After our flight, which was very loud, we left the airport. A lot of taxi drives offered their services, and it was hard to get rid of them. Nevertheless we found Alexander. With him was Pedro from Portugal. Matt and Sergey arrived with the same flight as we did. They both study in Nottingham, but Sergey is originally from Russia. He became our translator and we are very grateful for that. None of our guides was able to speak more than a few words English.
Another 6 Spanish people should have arrived with our flight. But their first flight was late so they missed the next one.
We left without them to drive to Ochag our camp in Adylsu a valley next to Baksan Valley, after Matt from New Zealand had arrived. He is working in Italy at the moment.
Our bus wasn’t able to drive the whole way up to our camp because the road was too steep. So we had to change to an old truck, where we got a drive on the loading space together with our backpags.
At the camp we pitched up our tents and went to bed after a late dinner. During the night the Spanish guys arrived and we could meet them in the morning.
This day became a very lazy one, but we still managed to go for a stroll up to the Green Hotel, a very nice place, a bit further up the valley. Normally you can see Mt. Elbrus from that point, but it was very cloudy, so we didn’t get a chance.
The next day we spent with a walk up the glacier. Our guides wanted to check if everybody was able to walk on crampons. Everyone did quite well and we had lots of fun doing a little bit of ice climbing with our ice axes. During our glacier hike we got a first glance to Mt Elbrus. But we were already back at the camp for lunch.



Vitali, from the Ukraine, Irina, our translation lady, Matt (GB), Matt (NZ), Keka, Ansa and I went up to the Green Hotel again. So we didn’t have to hang around the camp the whole afternoon.
Thursday morning we prepared for our acclimatisation attempt. After sorting out the food we had lunch and started at 2 pm to climb up the mountain. We were two teams: The Spanish team with Sergey for translation and team international, the rest of our expedition.
At 3200 m altitude we set up our tents, with a perfect view to Mt Elbrus. Originally we wanted to climb Kurmuichi (4058m), but it was to much ice there, so we went up to Andyrchi (3913) the next morning. It was a really nice walk and we had lots of fun. It was so easy to walk up to nearly 4000m in altitude, so we were quite sure we should be able to climb Elbrus during the next days.
The Spanish guys got the information that the weather should change on Monday. So everybody started to get quite nervous. Nevertheless our guides decided that we should have a rest day on Saturday. We used this day for a little walk up the beautiful Shkhelda Valley. While we were hiking Anita went down to the village to buy our food for the Elbrus ascent. During the afternoon we sorted out the food and packed our backpacks.
Now we were ready for Mt Elbrus. So we went to bed quite early to get up again at 5 am.