Montag, 4. Februar 2008

Ein Wochenende im Allgäu

Eigentlich wollten wir ja zwei Tage Skitouren gehen und zwarWir
nicht wieder die Hörner, denn die kannten wir ja bereits, aber manchmal kommt eben alles anders. So quälten wir uns am Samstag um 5 Uhr aus dem Bett, um dann bei Regen und Schnee auf der Fahrt uns zu fragen, warum wir bloß so früh losgefahren sind. Denn bei dem Wetter im Nebel irgendwelche Berge zu besteigen löste bei uns keine große Begeisterung aus.
Immerhin umgingen wir so den Ferienbeginnstau – die Holländer waren unterwegs. In Sonthofen angekommen, suchten wir erstmal ein Café, das schon vor neun offen hat und wir wurden fündig: Bei dem Italiener, demselben bei dem wir schon mal vor zwei Jahren waren. Nach diesem Kaffee machten wir die Sportgeschäfte der Region unsicher, Ansa brauchte ja noch einen neuen Helm. Im fünften wurden wir dann sogar fündig, mittlerweile war es beinahe Mittag und so konnten wir noch einen Kaffee, diesmal mit Kuchen, trinken. Die angebliche Wetterbesserung am Nachmittag wollte sich nicht einstellen und so beschlossen wir stattdessen eine Runde langlaufen zu gehen. Insgesamt war das Allgäu nicht gerade mit Schnee überschüttet worden, aber im Rohrmoostal waren die Verhältnisse sehr gut. Die schmale Mautstraße auf der einiges an Schnee lag ließ sogar einige nicht vom Fleck kommen, so dass auch Anja irgendwann anhalten musste, was uns das Problem des Anfahrens bescherte, aber mit ein bisschen Schieben und Hilfe von netten Leuten, lässt sich viel erreichen.
Die Loipe war auf Grund des doch reichlichen Neuschnees, in diesem Tal war einiges schon da und noch viel mehr runtergekommen, nicht in optimalem Zustand. Anja musste erst noch mal nachwachsen und trotzdem stollte der Schnee. Ansa quälte sich auf der überhaupt nicht präparierten Skatingloipe durch den Tiefschnee. Dafür konnte sie Anja, die klassisch lief, auf den Abfahrten wieder einholen. Die 10-km-Loipe ist sehr bewegt und in einem schönen Hochtal gelegen. Aber bei diesen Verhältnissen reichte uns eine Runde. Auf der Fahrt zu unserer Unterkunft in Hinang hellte sich der Himmel auf und die angekündigte Sonnenstunde wurde sogar wirklich noch wahr. Das Zimmer in der Alten Mühle war so riesig, aber auch so eiskalt, selbst mit voll aufgedrehter Heizung und heißer Dusche wollte uns nicht so richtig warm werden. So verkrochen wir uns nach einem Abendessen in Sonthofen schnell in die Betten.

Blick ins Tannheimer TalDafür entschädigte der Sonntag für vieles. Zwar war der Lawinenlagebericht nicht mehr so schön wie am Donnerstag (da gab es eine 1), in Lagen ab 1500m herrschte wieder mal eine 3. So ließen wir unsere favorisierte Tour im Kleinwalstertal bleiben und setzten uns stattdessen das Wertacher Hörnle und den Spießer zum Ziel. Der Parkplatz in Obergschwend war schon gut besucht, als wir um 9.15 endlich loskamen. Anja legt ein ziemlich hohes Tempo vor, schließlich wollten wir ja die, die vor uns gestartet waren, einholen. So hatten wir nach 70 Minuten die 650hm hinter uns und nur wenige Spuren waren schon im Hang. Der Aufstieg führt über Wiesen an einer Alm vorbei und dann weiter im Wald zum Gipfel. Die Orientierung durch den Wald fiel uns zum Glück leicht, da wir der gelegten Spur folgen konnten. Die Abfahrt war sehr schön: Auf eine Eisschicht war Pulver gefallen und da der Hang recht flach war, bestand keine Gefahr des Abrutschens. Der Weg durch den Wald ist immer wieder eine spaßige bis unangenehme Angelegenheit. Der untere Teil es Hanges war schon ziemlich ausgeapert: Die Sonne scheint hier voll rein. Bis zur Alm kamen wir aber noch ganz gut. Dort tranken wir erst man einen halben Liter Cola und bekamen vom Wirt den Tipp, dem Fahrweg durch den Wald zu folgen, der sich auch als geniale Alternative herausstellte. Unten angekommen entledigten wir uns erst mal aller überflüssigen Klamotten und fellten wieder an, wir wollten ja noch auf den Spießer. Dazu mussten wir am Pistenrand aufsteigen, um dann in ein Hochtal, sehr schattseitig gelegen, abzubiegen. Der Schnee war hier locker und leicht, jedoch rutschte man leicht nach unten aus der Spur. Oben am Sattel angekommen entschieden wir uns nur den kleinen Vorgipfel anzusteuern, da man zum Spießer lediglich queren musste, d.h. keine richtige Abfahrt hatte und kaum noch Schnee in dem Hang lag. Die Abfahrt vom Spießer führte dann nach einem schönen Südhang durch ein schattiges Tal, wo der Schnee einfach herrlich war, leider standen zu viele Bäume im Weg. Das letzte Stück legten wir auf der Piste zurück. So hatten wir einen wunderschönen Tag mit ca. 1200 hm und zwei herrlichen Abfahrten.

Insgesamt ist es unter 1000m aber doch mehr als mau mit dem Schnee, sonnseitig sogar unter 1300m. Wir waren dankbar über das, was da am Samstag runtergekommen war, sonst wären die Touren so wirklich nicht möglich gewesen. Aber dank des Neuschnees und der strahlenden Sonne verbrachten wir einen wunderschönen Tag.

Samstag, 26. Januar 2008

Skitouren im Prättigau

Die erste große Skitour des Skitourentreffs für dieses Jahr stand vor der Tür. Das Ziel war der Berggasthof Alpenrösli bei St. Antönien im Prättigau. Insgesamt 27 Leute hatten sich angemeldet, so dass Erik und Thomas sich früh um die Unterkunft bemüht hatten.
Umso näher die Tour rückte, desto mehr wurden Wetter und Lawinenlagebericht studiert. Leider versprach beides nicht gerade Großtaten. Der Wetterbericht schwankte stark, kündigte aber schließlich für Freitagmorgen schlechtes Wetter an mit späteren Aufhellungen. Das Wochenende sollte ähnlich werden. Aber vor allem der Lawinenlagebericht bereitete, mit einem dreier und sämtlichen Expositionen als ungünstig, Unbehagen.
Am Mittwoch vor dem Wochenende überlegten wir uns auf dem Planungsabend im Kletterzentrum Tourmöglichkeiten, die der zu erwartenden Lawinengefahr gerecht wurden. Eggberg, Schafberg und Chrüz wurden als mögliche Gipfel für den ersten Tag erörtert und für sicher genug erachtet. Jede Gruppe plante für sich. Gipfelfoto Eggberg

Freitag
Die Hinfahrt erfolgte in sechs Autos, wobei die vier am Freitag früh in Karlsruhe startenden Wagen bei unserem Vortreffen schließlich alle entschieden zunächst den Eggberg anzugehen. Eigentlich wollte Auto 1 mit Erik, Ansgar, Thomas und Hansi schon um 4 Uhr 30 in Karlsruhe starten, verschob ihre Abfahrt aber ein wenig nach hinten, so dass sie gerade die Pieps-Kontrolle durchführten, als sowohl Gerd, Gerhild und Andre, wie auch das Auto mit Cecil, Ansa und Anja, die noch Birte in Zürich eingesammelt hatten, ankamen. Außerdem erwartet uns nach viel Regen auf der Fahrt blauer Himmel und strahlender Sonnenschein.
Wir folgten dann eine halbe Stunde später, als große Gruppe von sieben Leuten den anderen auf den Eggberg. Der erste Teil der Tour bildete einen gemütlichen Einstieg auf einem flach ansteigenden Weg. Eine gute Möglichkeit um sich wieder ein bisschen an das Tourengehen zu gewöhnen, bevor der Weg dann Richtung Süden zur Säss-Alm abzweigte.
Dort wollten wir eine Mittagspause einlegen und trafen wieder auf Gruppe 1, die ihr Vesper gerade beendeten, um die letzten 300hm zum Gipfel anzugehen. Blick nach Partnun mit Sulzfluh
Als wir schließlich auch am Gipfel ankamen organisierte Erik sofort das erste Gruppenfoto.
Es folgte eine wunderschöne Abfahrt über unverspurte Hänge, auch wenn wir uns nicht über die Schneeverhältnisse einigen konnten. Die einen hielten es für schlichtweg traumhaft, die anderen waren der Meinung, der Schnee sei doch ein wenig nass und damit sehr schwer.
Gruppe 1 machte sich vom Fahrweg auf den Weg, um über die Hänge des Schollberges zum Alpenrösli zu gelangen, um so noch eine schöne Abfahrt zur Hütte zu haben. Wir anderen fuhren direkt zum Auto ab. Einige wollten noch Übernachtungsgepäck dazunehmen und Birtes Rucksäcke, die für ihre geplante Weiterreise etwas mehr Gepäck hatte, mussten noch aufgeteilt werden.
So gingen wir den doch sehr zähen Weg über die Fahrstraße zum Alpenrösli an.
Einige Zeit nach unserer Ankunft, bei der wir das Begrüßungsgetränk genossen und die Duschen gleich ausgetestet hatten, kam dann auch der siebener Bus mit Jochem, Armin, Benno, Harald, Stefan, Marco und Joachim an, die 2 Stunden nach uns in Karlsruhe gestartet waren. Auch diese Gruppe war noch auf dem Eggberg gewesen. Leider trafen wir sie bei unserer Abfahrt nicht, da sie der ersten Aufstiegsspur durch den Wald gefolgt waren.
Nun fehlte noch Gruppe 1. Die mussten sich leider nach 400hm Aufstieg am Schollberg und lauten Wumm-Geräuschen entscheiden umzukehren und auch dem Fahrweg zum Alpenrösli zu folgen. Wir waren halt doch bei erheblicher Lawinengefahr unterwegs – lieber ein langer Umweg als ein hohes Risiko bei schlechter Sicht. Um 19 Uhr trafen auch die 4 ein so dass wir nur noch Ulf suchen mussten der eigentlich schon vorher einen Tag vorher da sein wollte und dessen Absage aufgrund einer Kommunikationspanne nicht ankam.
Ganz zum Schluss dieses wunderschönen Tages fand sich auch die letzte Gruppe mit Uta S., Uwe und Stephan, die erst Freitag nachmittag loskommen konnte, ein und wir konnten den Abend mit dem Planen des nächsten Tages beschließen.

Samstag
Wir teilten uns in Gruppen von 4 bis 6 Leuten auf, die Lawinengefahr war unverändert erheblich. Das Wetter versprach aber Gutes. So gab es zwei Gruppen, die auf die Girenspitze (2369m) wollten, unter anderem die Leistungsgruppe Armin, Jochem, Joachim, Stefan, Walter und Marco, die den Gipfel sogar gleich zweimal bestiegen, und zwei, die den Schafberg (2456m) als Ziel hatten. Eine weitere Gruppe (Harald, Benno, Gerhild, Hansi, Thomas, Cecil) stieg Richtung Obersässalm auf und fuhr dann ins Tal ab wobei Hansi und Cecil sich dann noch der Leistungsgruppe anschlossen und die Girenspitze bestiegen. Clemens, Uta K., Martin und Eva reisten erst Samstag morgen an und bestiegen so das Chrüz.
Carschinahütte mit SchafbergWir (Erik, Ansgar, Andre, Birte, Anja und Ansa) wollten auf den Schafberg. Da es Abends ein wenig geschneit hatte, mussten wir spuren und stiegen so ganz gemütlich über Brunnenegg zur Carschina auf. Dort wollten wir uns entscheiden, ob wir über den Grat auf den Schafberg gehen oder ein Stückchen abfahren und dann über das Joch aufsteigen. An der Carschinafurgga machten wir eine kleine Pause in der Sonne und diskutieren die Lage, in der Zwischenzeit kam auch die nächste Gruppe hinzu (Uta S., Uwe, Stephan, Gerd). Der Grat war steil und sehr verweht, was uns dazu bewog, ein Stückchen abzufahren und zu queren. Nur Erik und Birte machten sich die Mühe, abzufellen und die drei schönen Schwünge zu genießen. Im Aufstieg übten wir fleißig die Suche nach der optimalen Spuranlage, um der Lawinengefahr gerecht zu werden. Oben am Gipfel rasteten wir dann noch mal gemütlich in der Sonne, warm war es und relativ windstill. Und so konnten wir uns auf die Abfahrt freuen, der Hang war noch unverspurt. In der Zwischenzeit war im Tal Nebel aufgezogen, aber der erste Teil der Abfahrt lag wunderschön in der Sonne. Diesmal war der Schnee auch viel leichter als am Vortag und so hatten wir alle unseren Spaß. Ganz oben krachte es bei Erik in der Abfahrt einmal – aber die Hangsteilheit war im Rahmen. Nach dem ersten schönen Hang folgte eine Querfahrt, rein in den Nebel. Der zweite Hang war nicht mehr so spaßig: Die Sicht war durch den Nebel beeinträchtigt, der Schnee durch die Wärme sehr pappig. So war es mehr ein Kampf nach unten, der viel Kraft kostete. Unten angekommen mussten wir noch mal anfellen und die letzten Meter über den Fahrweg zum Alpenrösli aufsteigen.

Der MorgenSonntag
Am Sonntag war das Frühstück bereits für 6:30 angesetzt, aber wer verschlafen hatte, war der Generator (oder war’s doch Franziska, die Wirtin?). So gab es eben nur lauwarmen Tee und kleine Verzögerungen, was uns aber nicht daran hinderte, um 7:45 ein Gruppenfoto zu schießen. Der Morgen war mal wieder unglaublich schön, die Dämmerung hing noch in den Bergen. Für die meisten (außer Birte, Clemens, Uta K. und Jochem) war es der letzte Tag. Wieder einmal gab es kleine Gruppen, die das Hasenflüeli, den Schafberg oder die Girenspitze als Ziel hatten. Die Montagheimfahrer und die Gruppe um Marco wollten sogar auf den Schafberg und die Girenspitze.
Aufstieg zur GirenspitzeWir (Anja, Cecil, Andre, Gerhild, Benno, Harald, Gerd, Eva und Ansa) wollten auf die Girenspitze. Diesmal lag die Spur vom Vortag bereits und so konnten wir ihr ganz gemütlich folgen. Wir hatten ja schließlich Zeit. Nachdem wir bereits um kurz nach 10 auf dem Gipfel waren, rasteten wir unterhalb des Gipfels in einer windgeschützten Mulde. Es war so warm, dass wir sogar ohne Jacke gemütlich vesperten. Diesmal hatten wir zwar keine unverspurten Hänge und der Schnee war etwas schwerer als am Vortag, aber dennoch genossen wir die Abfahrt. Dort trafen wir auch noch die zwei anderen Gruppen, die vorher schon auf dem Schafberg gewesen waren. Der letzte Teil der Abfahrt, den wir gestern auch schon bewältigt hatten, war ein Leidensweg. Der schwere Schnee war noch pappiger und ließ jeden einzelnen Schwung unglaublich anstrengend werden. Am Fahrweg angekommen, durften wir noch unsere Gleitfähigkeit testen: Dieser führte uns zurück nach St. Antönien zu den Autos. So war es gerade mal 12:30 als wir uns für hoffentlich kurze Zeit von den Bergen und dem Schnee verabschiedeten und die Heimfahrt antraten. Benno und Harald mussten noch auf den Rest ihres Autos warten.
Ein Teil der Gruppe die zum Hasenflüeli aufgestiegen waren hatten noch nicht ganz genug und hängten auch noch das Jäggelische Horn an, um diesen noch einmal wunderschönen Tag voll auszukosten. Insgesamt genossen wir also drei wunderschöne Tage bei strahlendem Sonnenschein. Auch wenn die Lawinensituation nicht die Sulzfluh oder andere große Ziel zuließ, hatten wir doch einmal die Möglichkeit bei erheblicher Lawinengefahr einiges neues dazuzulernen. Ein schönes Tourengebiet, dass noch jede Menge Möglichkeiten bietet zum wiederkommen.
Weitere Informationen zur Hütte findet Ihr hier

Dienstag, 1. Januar 2008

Grundkurs Skibergsteigen am Dachstein

Nach zwei Skitagen aus dem Bilderbuch auf der Gerlosplatte mit Anja und ihrer Familie, an denen ich immerhin noch mal die Piste hochlaufen konnte, war es dann am 26.12 soweit: Ich sollte endlich mal wieder eine richtige Tour gehen. Wir waren um 10:30 am Krippenstein (Dachstein) verabredet. Nach ein wenig Warterei kamen dann alle auf einmal. Wir waren neun Leute: zwei Mädels, sechs Jungs und unser Leiter, der Peter und hatten super Wetter im Gepäck: Sonnenschein, leicht unter 0°C und Lawinenwarnstufe 2.
Nach einer kurzen Abfahrt zur Gjaidalm und dem ersten Kaffee begann der Aufstieg auf einer Pistenraupenspur zur Simonyhütte, die uns für die nächsten Tage beherbergen sollte. Wir waren die einzigen auf der Hütte und waren von dem leckeren Essen, dem schön warmen Trockenraum und dem genialen Ausblick begeistert. Außerdem hatten wir mit Indra und seinem österreichisch-nepalesischem Akzent jede Menge Spaß.
Die Leiter zum Edelgrieskaram DachsteinklettersteigSo schön kann's sein!!!
Tag 2 führte uns zum Hohen Trog, eine kurze Tour, die wir am Abend vorher gemeinsam geplant hatten. Der Anfang war relativ flach, ein kurzer Anstieg und eine nette Abfahrt, die leider sehr harschig war, was meiner Bindung nicht gefiel. Die verbleibende Sonne nutzten wir zum Piepssuchen, bevor wir uns auf dem Rückweg zur Hütte machten.
Der dritte Tag bescherte uns eine wundervolle Tour: Die Lawinenwarnstufe war nunmehr eins, das Wetter weiterhin fantastisch. So fuhren wir zuerst zum Oberen Eissee (2080m) ab und stiegen dann über den Hallstätter Gletscher zur Austriascharte (2704m) auf. Dort schnallten wir unsere Ski auf die Rucksäcke und hoch ging es die Leiter, durch den Stollen durch und schwups waren wir auf der anderen Seite des Bergmassivs. Die Überwindung über die Schneewechte in den doch sehr steilen (teilweise knapp 40°C) Hang reinzufahren war sehr groß. Vor allem hatte ich immer noch kein Vertrauen in meinen Ski und die Bindung. Es ist unglaublich wie Angst die Muskeln lähmen kann. Im Nachhinein war es aber natürlich genial! Am Ende des Tals, auf ca. 2000m fellten wir wieder an und stiegen den Hang wieder auf. Wir waren ziemlich flott unterwegs, wobei die Sonne so knallte, dass die Felsen nach zwei drittel der Strecke zum rasten einluden. Jetzt waren die Bedingungen genial zum Abfahren (leicht aufgefirnt), aber wir mussten ja zurück. Nach dem Ausflug ins Edlgrieskar wurden wir mit einer weiteren Abfahrt über den Hallstätter Gletscher zurück zur Hütte belohnt. Panorama nach Osten
Am Tag 4 wollten wir eigentlich auf den Hohen Dachstein und hatten extra Klettersteigset und Steigeisen im Gepäck. Der Weg führte an der Westflanke des Geltschers entlang. Das Wetter war immer noch genial, nur der Wind wurde eisig und stärker. So stiegen wir an der Nordwand in den Klettersteig ein. Leider war das Fixseil teilweise verschneit und obwohl Peter ein Seil dabei hatte, entschied er umzudrehen. So mussten wir uns damit begnügen, das Gipfelkreuz gesehen zu haben, aber nicht oben gewesen zu sein. Schade, aber so muss ich eben noch mal zurück. Nach einer fantastischen Abfahrt über den Gletscher zurück zum Eissee, übten wir noch mal die Piepssuche bzw. ließen die Jungs ein Biwak graben. So waren Jenny und ich schon früh auf der Hütte zurück und kamen dann in den überraschenden Genuss einer Massage mitten auf dem Tisch. Manchmal hat man eben Glück. Nach einem gemütlichen Abend, bei dem wir den Zirbenschnaps probieren mussten, war der Kurs schon fast zu Ende.
Der fünfte Tag brachte den angekündigten Wetterumschwung. Beim Start sah man nicht viel, so stiegen wir Richtung Hohen Trog auf, um dann zur Gjaidalm, hauptsächlich auf der Pistenraupenspur, abzufahren. Von dort wartete die Piste vom Krippenstein auf uns. Der Schock waren die vielen Leute, die dort unterwegs waren, aber die Abfahrt war einfach nur schön. Somit ging der Kurs etwas früher als erwartet zu Ende, aber mit unglaublich viel mehr Spaß als erwartet.
Über die Hütte und das Gebiet erfahrt ihr hier mehr.

Freitag, 16. November 2007

Links, die sich lohnen

Ihr wisst nicht, wo Ihr hinwollt?
Tourentipps:
Klettertopos:
Was man sonst noch brauchen kann:
Wissenswertes zu Lawinen:
Wetter:
Alpinve Vereine:
Sonstiges:
Falls Ihr noch Seiten kennt, die einem das Planen erleichtern, freuen wir uns über Post!

Montag, 15. Oktober 2007

Goldener Herbst

Montags versprach der Wetterbericht noch ein traumhaftes Wochenende. Um so näher dieses allerdings rückte um so mehr Wolken wurden vorhergesagt und so entschieden wir uns erst am Samstag ins Tannheimer Tal zu fahren um am Gimpel und der Roten Flüh klettern zu gehen.
Als wir also am Samstag morgen um 6 Uhr in München aufbrachen zeigt der Himmel zwar Wolken, aber der Mond war doch zu sehen und so waren wir guten Mutes auf ein wunderschönes Kletterwochenende. Um so mehr wir uns allerdings unserem Ziel näherten um so hässlicher wurde das Wetter, Nebel und Regen ließen unsere Stimmung immer mehr sinken.
Am Parkplatz hatte sich an dem Wetter rein gar nichts geändert. Wir entschlossen uns trotzdem zum Gimpelhaus aufzusteigen. Dort harten wir dann noch 2 Stunden aus und entschieden uns schließlich auf alle Fälle mal zur Wand aufzubrechen, vielleicht würde es ja wie vom Wetterbericht angesagt doch endlich aufreißen.
Wir erreichten schließlich eine Wand, ja eine Wand, denn in dichtem Nebel direkt vor der Wand zu stehen macht es wirklich schwierig herauszufinden wo um alles in der Welt man sich befand. Aber manchmal hat man halt auch ein bisschen Glück und als es für zwei Minuten aufriss konnten wir endlich feststellen wo wir uns befanden und uns etwas zielgerichteter auf die Suche nach unserer Route der Westwandrampe an der Roten Flüh zu machen.
Dort saßen wir dann noch ein halbes Stündchen herum in der Hoffnung auf Wetterbesserung und nachdem es immer wieder kurz aufzog entschieden wir uns zum Einstieg.
Eine leichte aber sehr nette Route, die keine wirklichen Schwierigkeiten barg, bis es hieß mit Rucksack in einem Kamin unter einem Stein hindurchzuschlüpfen. Da waren wir dann doch einfach zu dick!
Am Gipfel bot sich uns dann leider wirklich gar kein Ausblick. Um uns herum grau in grau. Ein bisschen Zeit blieb aber noch bis es dunkel wurde und so machten wir uns auf zur Zeit zum Klicken, zwei Seillängen im 5 Schwierigkeitsgrad. Der erste Stand war zwar leider nicht zu finden und so bedeutet es für Basti den Vorsteiger ordentlichen Seilzug nach 50m, ansonsten bot die Route aber wunderschöne Kletterei perfekt abgesichert. Und als der Nebel kurz herauszog konnten wir einen traumhaften Augenblick über den Wolken erleben und endlich erkennen wo wir uns befanden.
Am nächsten Tag waren wir die ersten die um sieben Uhr die Hütte verließen und hatten so die Möglichkeit einen absolut einzigartigen Morgen zu erleben, über den Wolken ging langsam die Sonne auf – nur warm war es wirklich nicht. Wir stiegen in den Westgrat am Gimpel ein und konnten die Erfahrung machen wie es war wenn Füße und Finger innerhalb der ersten 5 Klettermeter völlig taub frieren. Man sollte im Oktober so früh morgens wirklich nicht in eine Westwand einsteigen. Zum Glück waren wir auf dem Grat unterwegs und hatten so immer wieder die Möglichkeit die Nase in die Südwand und damit in die Sonne zu strecken. Anfangs boten sich kleine Standfindungsprobleme aber ansonsten war es schöne leichte Kletterei.
Schließlich erreichten wir dann auch „Nur Mut Johann“ eine 6 Stelle oder eben in technischer Kletterei A1. Also wurden Trittschlingen eingehängt. Man merkte schnell, dass an der Stelle schon viele Leute viel Zeit verbracht hatten. Kein anderer Teil der Route war so abgespeckt, wie der Stein von dem man in die Schlinge trat. es kostet mich schon einige Mühe meine Füße dort oben hineinzubekommen, aber im Nachstieg ist die psychische Belastung ja nie so schlimm.
Auf dem Gipfel genossen wir noch den Ausblick bevor es zu einem eher unspassigen Abstieg ging.
Es war erst zwei Uhr und so wollten wir noch den Hüttengrat gehen, 5 kurze Seillängen.
das Klettern war wirklichen wunderschön, und ein echter Genuss. So waren wir recht flott unterwegs und erreichten auch bald die Abseilstelle. Leider ging das Abseilen in einer Rinne über relativ flache Wiesen und so war nicht viel mit Sielrunterschmeißen. Es wurde auch ernsthaft kalt dort im Schatten und bis wir alle drei uns Abgeseilt hatten dauerte einfach eine Ewigkeit, wobei wir trotz aufpassen Unmengen des losen Gesteins hinunterschmissen.
Irgendwann waren wir endlich unten, machten uns auf um noch schnell ein Radler zu trinken und erreichten schließlich schon im Dämmerlicht das Auto.
Nach einem schlechten Stadt hatte der Sonntag uns doch noch etwas vom goldenen Herbst gebracht.

Freitag, 28. September 2007

Klettern im Süden

Nach über einem Jahr kam ich zurück nach Portugal. Diesmal allerdings nur für fünf Tage. Es war unglaublich schön, alles bekannte wieder zu sehen. Und auch diesmal waren wir klettern. Allerdings an einem Felsen, den ich noch nicht kannte. Da das Gebiet ziemlich weit im Osten liegt (zwischen Vila Real und Mirandela) sind wir bereits Freitag Abend hingefahren und haben erst mal in einen portugiesischem Restaurant Riesen-Steaks (eine Portion hat 600g) vertilgt. Der FelsIch im FelsBeim FrühstückDie AussichtWir haben direkt am Felsen gezeltet und konnten somit Samstag bei herrlichem, warmem Wetter nach dem Frühstück mit Rundumsicht gleich loslegen. Der Fels war richtig schön zum Greifen, so wie ich es mag. Nachdem ich die erste Route (5b) ziemlich einfach durchgestiegen bin, wagte ich sogar eine 5a vorzusteigen. Die nächste Route war deutlich schwerer, der Fels viel glatter und vor allem psychologisch anspruchsvoll: Der erste Haken kam nach ca. 8 m. Zum Glück gab es einen Baum, an dem man eine Zwischensicherung einhängen konnte, trotzdem war ich froh, nachsteigen zu dürfen.
Die vierte Route war mit Abstand die schönste und schwierigste. Es müsste eine 6b gewesen sein (ich bin mir immer noch nicht sicher, nach welcher Skala in Portugal bewertet wird), aber sie hatte vieles zu bieten, auch einen kleinen Überhang. Da der Tag bislang so gut verlaufen war, wollte ich noch mal das Vorsteigen probieren. Und so wagte ich mich an die Nachbarroute (5c), die zum Glück sehr gut abgesichert war. Danach hatte ich allerdings genug.
Von oben hatte man einen unglaublich schönen Blick in die Ebene, und alles in allem war es mal wieder ein sehr schöner Klettertag gewesen.

Montag, 10. September 2007

Klettersteig: Sentiero attrezzato Rio Sallagoni

Es war unser erster Tag am Gardasee und nach einer nicht endend wollenden Fahrt am Vorabend, hatten wir erst einmal ausgeschlafen. Draußen wurde es schon furchtbar warm und wir suchten nach einer Beschäftigung für den Tag.
Da kam der „Sentiero attrezzato Rio Sallagoni“ Klettersteig gerade recht. Nördlich von Arco schlängelt er sich durch eine tief eingegrabene Schlucht hinauf Richtung Castel Drena.
Der kurze Weg vom Auto zum Beginn des Klettersteiges brachte uns trotz bergab laufens kräftig ins Schwitzen und so genossen wir die angenehme Kühle der Klamm. Dort geht es auf sehr vielen Eisenstufen, immer gut gesichert voran. Von Zeit zu Zeit hängt man dabei ziemlich an den Armen, aber wenn die Körpergröße ausreicht, unter 1,55 sollt man wirklich nicht sein, ist dies kein wirkliches Problem. Beeindruckend und wirklich mal ein ganz neues Klettersteigerlebnis ist es hier.
Erreicht man das Ende des ersten Abschnittes erwartet einen das wohl eigentliche Highlight, eine Drahtseilbrücke. Diese kann auch umgangen werden, aber dann würde einem ein wahres Vergnügen entgehen. Noch ein Stückchen weiter hat man dann das Gefühl im Gaden Eden angelangt zu sein. Eben ein kleines Stück vom Paradies bevor man das letzte Stück auf einem Wanderweg zum Castel Drena, mit jedem Schritt ein bisschen weiter in die Hitze, aufsteigt.
Dieser Klettersteig ist wahrhaft lohnenswert auch wenn er nur sehr kurz ist. Aber gerade bei Hitze, wenn alle andere sportliche Betätigung als unmöglich erscheint ein fantastische Möglichkeit.

Montag, 3. September 2007

Grüneckkogel 2623 m

Blick von obenSchon mal gehört? Wahrscheinlich eher nicht. Mir jedenfalls war der Gipfel vollkommen unbekannt und selbst vielen Einheimischen musste ich erst mal erklären wo ich war. Aber die Tour hat sich auf jeden Fall gelohnt: Wir haben an der Felbertauernstraße am Arzbach geparkt. Von dort ging es über Almwiesen steil bergauf. Nach der Säntenalm hieß es dann querfeldein gehen, da zum Gipfel kein Weg führte. Steil hingen die Wiesen. Wir, drei Pinzgauer und ich, waren vollkommen allein unterwegs, umso besser konnten wir Tiere beobachten: Die Kühe von der Alm, die Murmeltiere und nicht zuletzt Geißen. Der Anstieg in diesem Gelände war extrem anstrengend. Auf den Gipfel kamen wir dann über einen Grat, der teilweise steinig war. Den Gipfel markierte lediglich eine kleine Holzstange. Fertig war ich hier oben. Der steile Anstieg ohne Weg hatte mich geschafft. Trotz des wechselhaften Wetters hatte man einen wunderschönen Blick, mal war der Weg zu den Kitzbühler Alpen frei, besonders zum Geißstein, dann wieder auf die andere Talseite, zum Phihapper, dem Hohen Herd und den Freien Wänden.
Den ersten Teil des Abstiegs empfand ich als sehr ungemütlich, ich musste mich unglaublich konzentrieren, um nicht abzurutschen. Weiter unten versüßten uns Moosbeeren (Heidelbeeren) den Abstieg. Es war eine wunderschöne (Halbtages-) Tour, die ich so schnell nicht vergessen werde. Vor allem hat man vom Tal einen wunderschönen Blick auf den Gipfel, der von dort sehr bedrohlich wirkt.
  • Grüneckkogel (Granatspitzgruppe, Hohe Tauern) 2623 m
  • Höhenmeter: 1580
  • Gehzeit: 5:30 h

Samstag, 1. September 2007

Mal mit dem Rad unterwegs

Die Zeit zu Hause bei schönem Wetter wollte sinnvoll genutzt werden. So freundete ich mich mit meinem Rad an, das eigentlich ganz nett und geduldig ist. Von Bad Dürrheim fuhr ich über Donaueschingen, Hüfingen und Bräunlingen zum Kirnbergsee. Es war für die Jahreszeit schon ziemlich kühl, nur die Sonne und die Berge wärmten mich. Vom Kirnbergsee ging es weiter über die Lange Allee, einen Forstweg im Wald, der ganz allmählich ansteigt und schnurgerade nach Schwärzenbach führt.am Kirnbergsee am Hinterwaldkopf Aber mit den Gedanken auf den „richtigen“ Schwarzwald konnte man diese Durststrecke durchaus überstehen. Von Schwärzenbach ging es über eine rasante Abfahrt auf einer kleinen Straße nach Neustadt und dann weiter über Titisee nach Hinterzarten. Von dort wollten wir weiter zum Rinken, allerdings nicht über den normalen Weg sondern mit einem Abstecher zum Hinterwaldkopf. Die paar Meter auf den Gipfel fühlten sich zu Fuß ganz komisch an. Von dort oben hatte man eine schöne Aussicht auf Freiburg, den Kaiserstuhl und sogar auf die Vogesen. Nach einer kurzen Pause am Rinken ging es fast nur noch bergab: Ein vom Wasser total zerfurchter Weg machte uns MTB-Anfängern kleine Schwierigkeiten, aber auch Spaß. Über den Reimartihof fuhren wir Richtung Bruderhalde und Titisee, das letzte Stück leider wieder auf der Straße. Die 60 km nach Hause legten wir schneller zurück, nämlich mit dem Zug.
  • Streckenlänge: 101 km

Hochfeiler 3510m

Nach dem wir, Gerrit und ich, am Freitag scheiterten, die Alpspitznordwand zu durchsteigen, suchten wir etwas, was ein Erfolgserlebnis versprach.Schnell erinnerte ich mich an den Hochfeiler, den man als Zusatztour bei der Alpenüberquerung machen konnte und so fuhren wir noch am gleichen Abend bis Stein. Im Gegensatz zu vor zwei Wochen hatte es in den höheren Lagen einiges geschneit und so waren die hohen Gipfel des Zillertals alle schneebedeckt. Aber wir hofften, dass es trotzdem noch möglich sein würde auf den Hochfeiler zu kommen. Stein war hingegen eine echte Überraschung. Ich war immer davon ausgegangen, dass es sich doch um einen Ort handelt, aber ob man bei einem Gasthof und drei Scheunen wirklich davon sprechen kann, bin ich mir nicht so sicher. Am nächsten morgen wollten wir nicht allzu spät starten, es sollte noch weiter zum Gardasee gehen und so verließen wir den Gasthof als alles noch schlief und fuhren zunächst noch ein Stück weiter mit dem Auto ins Tal. So konnten wir uns den Weg auf der Forststasse sparen. Um zwanzig vor acht kamen wir dann endlich am Parkplatz los. Zunächst ging es durch Wald am Fluss entlang bis der Weg von unserer geplanten letzten Etappe der Alpenüberquerung abzweigt und schließlich auf Almwiesen weiter ging. Wir genossen es im Schatten an einem Westhang aufzusteigen und meine Ohren fanden es sogar so kalt, dass ich die Mütze auspackte. Der Weg, die ganze Zeit ein schöner Wanderweg, war leider zeitweise eine echte Schlammpartie und erinnerte mich viel an meine Wanderung auf Stewart Island, Neuseeland (neun Tage durch knietiefen Schlamm waten). Leider verpassten wir die Abzweigung, die uns direkt zum Gipfel geführt hätte und liefen stattdessen über die Hütte, kein wirklicher Umweg und eigentlich war es dann auch ganz nett nach zwei Stunden laufen eine kleine Pause einzulegen und eine Apfelsaftschorle zu trinken. Bald ging es weiter, den Gletscher immer im Blick. Wir spürten so langsam, dass wir in die Höhe kamen und so stapften wir etwas „gemütlicher“ als sonst im immer mehr werdenden Schnee voran. Der Schnee machte die Tour zu einem echten Erlebnis. Es war deutlich mehr als wir erwartet hatten, aber gut angetaut und somit auch ohne Steigeisen völlig problemlos zu gehen. Recht steil ging es bergan, bis wir schließlich den Gipfelgrat erreichten und die letzten paar Meter des Gipfelaufschwungs überwundern. Ganz schön ins Schnaufen kamen wir dabei. Ich hätte nie erwartet, dass man in dieser Höhe den Sauerstoffmangel schon so deutlich spürt. Mein echter Vorteil waren wohl die vier Tage auf der Alpenüberquerung als es nie unter 2000 m ging. Der Gipfel, zwar klein und zu viele Leute, war dann aber ein echter Traum. Bei fantastischem Wetter betrachteten wir die umliegenden Gipfel, Gletscher und Seen und genossen bei angenehmen Temperaturen eine ausgedehnte Gipfelrast. Dann ging es auf selbem Weg wieder an den Abstieg. Im Schnee hatte ich jede Menge Spaß einfach abzufahren, mit weniger werdendem Schnee wurde auch der Spaß am Abstieg deutlich weniger. Wir kehrten noch einmal am Hochfeilerhaus ein und tranken noch jede Menge Apfelschorle, in der Höhe hätte ich vorher einfach ohne Ende trinken können. Dann ging es schließlich an den Rest des Abstiegs. Schon ein bisschen Quälerei, aber das war ja nicht anders zu erwarten gewesen. So erreichten wir schließlich glücklich das Auto, froh nicht mehr die Forststraße bis Stein gehen zu müssen, mit dem Wissen: Schnee ist eben doch einfach was Tolles!
Hochfeiler: 3510m, höchster Gipfel des Zillertals, Schwierigkeit F
Gehzeit Aufstieg: 4h (angegeben 6h)
Höhendifferenz vom Parkplatz: 1800hm
Hochfeilerhütte